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Praxisbeispiel
Arbeitsgestaltung für eine neu eingestellte Hilfskraft für Garten- und Landschaftspflege

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche hat behinderungsbedingt Schwierigkeiten beim Lernen sowie Merken und er hat Probleme kompliziertere Sachverhalte zu verstehen. Sie benötigte Unterstützung, um später auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten zu können.

Was wurde gemacht?

Über die Arbeitsagentur wurde er an einen Integrationsfachdienst vermittelt, welcher ihm ein Praktikum bei einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb organisierte. Er konnte beim Praktikum überzeugen und wurde im Anschluss vom Arbeitgeber fest eingestellt. Der Jugendliche musste zunächst nur noch ein Ausbildungs- und Sicherheitstraining absolvieren.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Hilfsmittel zur Ausstattung des neuen Arbeitsplatzes sowie das Ausbildungs- und Sicherheitstraining wurden vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Der Arbeitgeber erhielt von der Arbeitsagentur einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung, da der schwerbehinderte Jugendliche vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter, Integrationsfachdienste und Arbeitsagenturen.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist auf dem Gebiet der Garten- und Landschaftspflege tätig. Es beabsichtigt einen Jugendlichen mit einer Schwerbehinderung neu einzustellen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung. Die Lernbeeinträchtigung führt zu Einschränkungen beim Lernen und Merken sowie zur Verringerung der Auffassung und des Verstehens von komplexen Sachverhalten. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 50.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule für lernbehinderte Menschen. Nach dem Verlassen der Schule meldete sich der Jugendliche bei der Arbeitsagentur arbeitslos. Die Arbeitsagentur schaltete einen Integrationsfachdienst zur Betreuung und Arbeitsvermittlung ein. Schließlich konnte der Jugendliche durch die Bemühungen des Integrationsfachdienstes an den Garten- und Landschaftsbaubetrieb vermittelt werden. Der Jugendliche absolvierte dort zunächst ein Praktikum. Nach dem Praktikum entschloss sich der Inhaber den Jugendlichen fest einzustellen. Während des Praktikums konnte der Inhaber feststellen, dass der Jugendliche gezielt im sicheren und fachgerechten Umgang mit Mähgeräten geschult werden musste. Deshalb schickte er den Jugendlichen direkt nach der Einstellung zu einem Ausbildungs- und Sicherheitstraining in einer Lehranstalt für Agrar- und Umwelttechnik. Dort wurden ihm folgenden Inhalte vermittelt:
- die Unfallverhütungsvorschriften, die beim Einsatz von Mähgeräten zu beachten sind
- die verschiedenen Mähgeräte und deren Auswahl sowie Einsatz zur Erzielung des geforderten Arbeitsergebnisses
- Ausführung von Wartungsarbeiten an den verschiedenen Mähgeräten

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Jugendliche wird überwiegend für das Mähen der Rasenflächen, das Häckseln von Ästen und das Aufsammeln von Laub eingesetzt. Für das Mähen und Aufsammeln des Grases und Laubes wurde ein Kompakt-Traktor (Rasentraktor) mit Zubehör (Mähwerk und Auffangbehälter) angeschafft. Die Grundlagen zur Nutzung eines solchen Rasentraktors erlernte der Jugendliche bereits während des Ausbildungs- und Sicherheitstrainings. Nach einer Einarbeitungszeit konnte der Jugendliche den Rasentraktor sicher und selbständig nutzen. Die Rasenkanten und das Gestrüpp können nicht oder nur zum Teil mit dem Mähwerk des Rasentraktors geschnitten werden. Für diese Arbeiten nutz der Jugendliche einen leichten Freischneider mit Antivibrationssystem und Zweihandgriff, der mit Hilfe eines Doppelschultergurtes leicht gehandhabt werden kann. Da beim Arbeiten mit dem Freischneider auch Erde, kleinere Steine und Sträucher durch die Luft geschleudert werden, trägt der Jugendliche eine Schutzbrille.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Unfallgefährdung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen

Referenznummer:

R/PB4773


Informationsstand: 05.05.2011