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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Kranführer

Wo lag die Herausforderung?

Dem Mann wurde der Unterschenkel amputiert, weshalb er nur eingeschränkt steigen, gehen, stehen und sitzen kann. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Im Bereich des Übergangs von der feststehenden Treppe auf den mitfahrenden Teil des Krans, wurde das Geländer um eine Stufe verlängert, so dass keine Durchfallgefahr mehr besteht. Der Sitz wurde gegen einen Arthrodesensitz ausgetauscht, das Scheibenelement im Fußraum wurde mit Glaselementen ergänzt und die Kabine mit einem schnurlosen Telefon ausgestattet. Zuletzt wurde für ihn noch eine behinderungsgerechte Dusche für ihn eingerichtet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nummer der Integrationsämter.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Dem Mann musste durch einen privaten Unfall der linke Unterschenkel amputiert werden. Er kann nur eingeschränkt steigen, gehen, stehen und sitzen. Durch den Gliedmaßenverlust wurde ihm ein GdB (Grad der Behinderung) von 50 zuerkannt. Der Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Maschinenschlosser und arbeitet als Kranführer bei seinem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung:

Die vorhandene Treppe zum Portalkran ist trittsicher, beidhändig mit einem Handlauf ausgestattet und ermöglicht dem Kranführer ein sicheres Begehen. Wobei er die Treppe beim Verlassen des Krans rückwärts herabsteigt. Im Bereich des Übergangs von der feststehenden Treppe auf den mitfahrenden Teil des Krans, wurde das Geländer um eine Stufe verlängert, so dass keine Durchfallgefahr mehr besteht.
Der vorhandene Sitz wurde gegen eine Sitzschale in Arthrodesenausführung ausgetauscht.
Der Fußraum war zwar als Scheibenelement durchsichtig ausgeführt, sollte jedoch durch weiteres Hinausstellen auch ein Sitzen mit ausgestreckten Füßen ermöglichen. Dazu wurde die vorhandene Scheibe an der Unterseite weiter nach außen gestellt und in den Randbereichen durch Glaselemente ergänzt.
Zur besseren Kommunikation mit dem Kranführer wurde ein schnurloses Telefon angeschafft, damit für ihn ein unnötiges Auf- und Absteigen vermieden werden kann.
Im Sozialbereich des Betriebes wurde eine Dusche mit Klappsitz ausgestattet sowie eine Pflegemöglichkeit eingerichtet, wo der Kranführer Verbrauchsmaterialien wie Puder usw. für seinen Beinstumpf sauber unterbringen kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Steigen (Leiter/Treppe)
  • EFL - Treppe steigen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Treppensteigen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB2965


Informationsstand: 17.09.2009