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Praxisbeispiel
Ausbildung eines Jugendlichen in einem Berufsförderungswerk

Wo lag die Herausforderung?

Der Junge ist kleinwüchsig und hat eine Wirbelsäulenerkrankung. Bedingt durch die Behinderung sind sein Greifraum sowie seine Bewegungsfreiheit (Arbeitshaltung) eingeschränkt.

Was wurde gemacht?

Nach einem Berufsgrundschuljahr nach seinem Schulabschluss war der Jugendliche arbeitslos. Er beantragte bei der Arbeitsagentur eine Rehabilitationsmaßnahme. Er begann, nach einer Berufsfindung, eine Ausbildung zum Bürokaufmann in einem Berufsförderungswerk. Währenddessen nahm er die Hilfe des Psychologischen Dienstes in Anspruch, da die Anforderungen teilweise zu belastend für ihn waren und er die Ausbildung unterbrechen musste. Er nahm an einem dreimonatigen Berufspraktikum teil und schloss die Ausbildung schließlich erfolgreich ab. Nach der Abschlussprüfung fand er mit Hilfe der Arbeitsagentur und des Berufsförderungswerkes eine Anstellung in einem Betrieb für Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben.

Schlagworte und weitere Informationen

Die berufliche Integration bzw. die Kosten für die Berufsfindung und Berufsausbildung wurden von der Arbeitsagentur übernommen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Arbeitsagenturen.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Jugendliche ist kleinwüchsig (Körpergröße unter 150 cm) und hat zusätzlich eine Wirbelsäulenerkrankung. Bedingt durch die Behinderung sind sein Greifraum sowie seine Bewegungsfreiheit (Arbeitshaltung) eingeschränkt.
Der GdB(Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Übergang Schule - Ausbildung:

Nach dem Hauptschulabschluss absolvierte der Jugendliche ein Berufsgrundschuljahr (BGJ) im Bereich Wirtschaft und Verwaltung. Anschließend war er arbeitslos und beantragte eine Rehabilitationsmaßnahme bei der Arbeitsagentur. Diese wurde bewilligt und er begann, nach einer Berufsfindung, eine Ausbildung zum Bürokaufmann in einem Berufsförderungswerk (BfW).
Die Ausbildung in dem BfW ermöglichte eine Anpassung der Belastungen an die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse des behinderten Auszubildenden. Trotzdem musste der Jugendliche auch den Psychologischen Dienst in Anspruch nehmen. Die Belastungen für ihn waren zum Teil so groß, dass er die Ausbildung unterbrechen musste und Mühe hatte wieder Anschluss zu finden. Von der endgültigen Resignation wurde er durch Gespräche mit der Reha-Beraterin des Berufsförderungswerkes abgehalten. Als besondere Chance erlebte der Jugendliche ein dreimonatiges Praktikum, das er neben seiner praktischen Ausbildung in einer Übungsfirma an seinem Wohnort absolvieren konnte. Trotz einiger Schwierigkeiten konnte der Jugendliche die Ausbildung erfolgreich beenden.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die Menschen mit Behinderungen in Verwaltungs- sowie kaufmännischen Berufen ausbilden.

Übergang Ausbildung - Beruf:

Nach der bestandenen Abschlussprüfung hatte er zunächst Angst keine Anstellung zu finden. Das BfW und die Arbeitsagentur halfen ihm bei der Arbeitsplatzsuche, so dass er in einem Betrieb für Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben eingestellt werden konnte.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB1753


Informationsstand: 03.05.2011