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Praxisbeispiel
Umschulung eines Lehrers zum Sozialversicherungs-Fachangestellten

Wo lag die Herausforderung?

Durch eine psychische Erkrankung konnte der Mann seinen Beruf als Lehrer nicht mehr weiter ausüben.

Was wurde gemacht?

Der Mann beantragte seine vorzeitige Entlassung aus dem Beamtenverhältnis. Danach begann er eine Umschulung zum Sozialversicherungs-Fachangestellten in einem Berufsförderungswerk. Da er die Umschulung ohne einen Rehabilitationsvorbereitungslehrgang antrat, hatte er Einstiegsschwierigkeiten. Trotz alledem absolvierte er die Umschulung erfolgreich. Währenddessen nahm er die Angebote des psychologischen und sozialen Dienstes in Anspruch. Mit Hilfe des Berufsförderungswerkes fand er einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt, an welchem ihm Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Er ist sehr zufrieden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsagentur übernahm die Kosten für die Umschulung als Vorleistung, weil die Nachversicherung für die Dauer des bestandenen Arbeitsverhältnisses (im Schuldienst) bei der Rentenversicherung noch nicht durchgeführt worden war. Später trat dann die Rentenversicherung als Rehabilitationsträger ein. Die Inklusion wurde durch das Berufsförderungswerk begleitet.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Arbeitsagenturen, Deutschen Rentenversicherung und der Berufsförderungswerke.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber war früher eine Landesregierung bzw. Schule und ist nun ein Sozialversicherungsträger.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Bei dem Mann trat zu Beginn seiner beruflichen Tätigkeit eine psychische Erkrankung auf. Bedingt durch die eingeschränkte psychische Belastbarkeit (Stress, Leistungsdruck usw.) konnte er seine Aufgaben als Lehrer nicht mehr bewältigen.

Ausbildung und Umschulung:

Der Mann absolvierte ein Lehramtsstudium an einer Universität. Nach dem Referendariat arbeitete er als Lehrer an einer Hauptschule, bis er seine vorzeitige Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragte.
Der Reha-Berater der örtlichen Arbeitsagentur bewertet seinen Entschluss zur Umschulung positiv. Nach ärztlichen und psychologischen Untersuchungen konnte er die gewünschte Ausbildung zum Sozialversicherungs-Fachangestellten ohne besondere Wartezeit im Berufsförderungswerk (BFW) beginnen.
Der Umschüler begann die Ausbildung ohne Rehabilitationsvorbereitungslehrgang und hatte daher einige Einstiegsschwierigkeiten. Trotz dieser Schwierigkeiten konnte er seine Ausbildung erfolgreich beenden. Nach eigenen Angaben kam der Umschüler mit den anderen Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmern gut zurecht; auch mit dem Ausbildungspersonal hatte er keine Schwierigkeiten.
Während der Ausbildung nahm der Umschüler die ausbildungsbegleitenden Fachdienste (psychologischer und sozialer Dienst) des Berufsförderungswerkes regelmäßig in Anspruch.

Übergang Ausbildung - Beruf:

Der Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt erfolgte mit Hilfe des Berufsförderungswerkes, das ihn bei der Arbeitsplatzsuche und durch ein Bewerbungstraining unterstützte. Mit seinem Arbeitgeber, der ihn aufgrund seiner überzeugenden Leistungen genommen hat, ist er zufrieden. Nach Besuch eines Fortbildungslehrgangs, der mit der Fachhochschulausbilddung in der Verwaltung vergleichbar ist, sind ihm gute Möglichkeiten für die Weiterentwicklung gegeben. Auch seine Persönlichkeit hat sich positiv entwickelt.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Ausdauer (psychisch)
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Verantwortung
  • MELBA - Ausdauer (psychisch)
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Verantwortung

Referenznummer:

R/PB1715


Informationsstand: 07.02.2019