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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine neu eingestellte Hilfskraft

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat zusätzlich einen Hüft- und Kniegelenkschaden. Behinderungsbedingt sollte der Mann nicht lange gehen oder stehen. Außerdem sollte er nicht schwer Heben beziehungsweise Tragen und das Bücken und Hocken vermeiden. Es musste ein Arbeitsplatz gefunden werden, an dem der Mann ohne größere Belastungen arbeiten kann.

Was wurde gemacht?

Der gelernte Schlosser wurde als Hilfskraft zur Pflege der Grünanlagen in einem Freizeitpark eingestellt. Sein Arbeitsplatz wurde zudem mit einem Aufsitzrasenmäher und weiteren Hilfsmitteln ausgestattet, um mögliche Belastungen zu vermeiden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Hilfsmittel für den neuen Arbeitsplatz wurden vom Integrationsamt gefördert. Die Arbeitsagentur zahlte dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss über drei Jahre als Eingliederungshilfe, da der schwerbehinderte Mann vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter und Arbeitsagenturen.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Freizeitpark.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Rückenerkrankung und rechts ein Schulter-Arm-Syndrom. Außerdem hat er rechts einen Hüft- und Kniegelenkschaden. Bedingt durch diese Behinderungen sollte der Mann nicht lange gehen oder stehen. Außerdem sollte er schwere Hebe- und Tragearbeiten sowie Bück- oder Hockbewegungen vermeiden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Schlosser. Er war einige Zeit arbeitslos und wurde vom Arbeitgeber neu als Hilfskraft für die Landschaftspflege eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Aufgaben der Hilfskraft beinhalten die Pflege der Grünanlagen, wie z. B. das Mähen der Rasenflächen sowie die Beseitigung von Laub auf Geh- und Fahrwegen. Zur Erledigung der Aufgaben wurde der neue Arbeitsplatz bzw. die Hilfskraft mit:
- einem Aufsitzrasenmäher mit Auffangbehälter für das Gras,
- einem leichten Freischneider mit Antivibrationssystem sowie Zweihandgriff, der mit Hilfe eines Doppelschultergurtes leicht gehandhabt werden kann und
- einem fahrbaren sowie schwingungsgedämpften Laubgebläse
ausgestattet.
Durch den Einsatz der Hilfsmittel können die Arbeiten gut und ohne größeren Belastungen von der Hilfskraft ausgeführt werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Knien
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • EFL - wiederholte Kniebeugen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Hocken
  • ERGOS - Knien
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - Knien/Hocken
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen
  • IMBA - Vibration/Erschütterungen

Referenznummer:

R/PB4306


Informationsstand: 11.06.2007