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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Küchenhilfe

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau sollte behinderungsbedingt weder schwer Heben noch Tragen. Für ihre Arbeit als Hilfskraft in der Kantine, brauchte sie entsprechende Hilfsmittel.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde mit zwei Kippkochkessel mit Rührwerk und einem Minilifter ausgestattet. Mit den Hilfsmitteln kann die Frau das Essen beschwerdefrei in die Ausgabebehälter umfüllen. Die Frau kann nun wieder selbstständig und ohne große Belastungen arbeiten.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Bindungsfrist für den Arbeitsplatz der schwerbehinderten Mitarbeiterin wurde auf fünf Jahre festgelegt.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist Catering-Unternehmen.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die schwerbehinderte Frau hat eine Wirbelsäulenerkrankungund Herz-Kreislauferkrankung. Behinderungsbedingt sollte sie schwere Lasten manuell nicht heben oder tragen.

Beruf:

Die Frau arbeitet als Küchenhilfe in der Kantine der Gesamtschule, hier werden pro Tag ca. 500 Essen ausgegeben.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

In der Küche sind vier Mitarbeiter beschäftigt. Zur Kücheneinrichtung gehören drei auf 45 cm hohen Hockern stehende Elektrokocher ( für die Zubereitung von Kartoffeln, Reis, Nudeln und Beilagen), Töpfe, Pfannen, Geschirr und Besteck. Die verwendeten Töpfe sind ca. 40 cm im Durchmesser und ca. 50 cm hoch. Das Füllgewicht beträgt ca. 25 kg.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit muss die schwerbehinderte Küchenhilfe die Töpfe zum Kochen befüllen, den gekochten Inhalt der Töpfe bzw. das Essen in die Ausgabebehälter umfüllen, die Ausgabebehälter auf die Ausgabestelle bzw. 90 cm hohe Theke heben und das Essen an die Schüler verteilen. Behinderungsbedingt konnte die Küchenhilfe ihre Tätigkeit nicht weiter ausführen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

In der Küche wurden zwei Kippkochkessel mit Rührwerk installiert und ein Minilifter bereitgestellt. Die leicht kippbaren Kochkessel, in Verbindung mit dem Minilifter, ermöglichen das Umfüllen bzw. Schütten des Essens in die Ausgabebehälter ohne manuelle Hebe- oder Tragarbeiten. Die Ausgabebehälter müssen nur noch per Minilift auf die Höhe der Theke befördert und von Hand auf die Theke geschoben werden. Durch die eingesetzten Hilfsmittel ist es der schwerbehinderten Küchenhilfe nun möglich, die anfallenden Arbeiten in der Küche selbständig und ohne größere körperliche Belastungen zu erledigen. Der Arbeitsplatz konnte so auf Dauer gesichert werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB2937


Informationsstand: 24.08.2009