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Praxisbeispiel
Arbeitsgestaltung für einen REFA-Techniker

Wo lag die Herausforderung?

Der REFA-Techniker hat seinen linken Unterarm ab Unterarmmitte verloren, weshalb sein Greifraum eingeschränkt ist und er nur eingeschränkt Gegenstände handhaben sowie Bedienelemente nutzen kann. An seinem Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde zur behinderungsgerechten Gestaltung wie folgend ausgestattet:

  • einem elektrischen Locher und Hefter

  • einem Head-Set zum Telefonieren und für Videokonferenzen

  • einer Kleinfeld- bzw. Einhandtastatur für den Computer


  • In seinem Arbeitsumfeld wurde außerdem die Toilette mit einem elektrischen Handtrockner und einem Seifenspender ausgestattet.

    Schlagworte und weitere Informationen

    Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
    In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

    Unternehmen:

    Das mittelständische Unternehmen stellt Werkzeuge her.

    Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

    Der Mann verlor nach einem privaten Unfall den linken Unterarm ab Unterarmmitte. Aufgrund der Schwerbehinderung ist er nur noch eingeschränkt fähig Gegenstände zu handhaben (z. B. zu halten und zu greifen). Zusätzlich ist sein Greifraum durch den fehlenden linken Unterarm eingeschränkt.

    Ausbildung und Beruf:

    Der Mann absolvierte eine Fortbildung zum REFA-Techniker für Industrial Engineering und arbeitet seit vielen Jahren beim Unternehmen.

    Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

    Der REFA-Techniker arbeitet überwiegend in einem Büro an einem Bildschirmarbeitsplatz. Nach dem Unfall konnte er die Arbeitsmittel, wie die Tastatur und den Locher, behinderungsbedingt nur noch sehr umständlich und mit hohem Aufwand mit einer Hand nutzen. Auch beim Telefonieren war es ihm nicht möglich parallel handschriftliche Notizen und Einträge in die verwendete Software zu machen, da er das Telefon halten musste. Zur behinderungsgerechten Gestaltung wurde der Arbeitsplatz zur Ausübung der Tätigkeit mit nur einer Hand mit folgenden Arbeitsmitteln ausgestattet:

  • einem elektrischen Locher und Hefter,

  • einem Head-Set zum Telefonieren und für Videokonferenzen und

  • einer Kleinfeld- bzw. Einhandtastatur für den Computer.

  • Arbeitsumgebung:

    Dem Mitarbeiter bereiten, nach dem Besuch der Toilette, das Waschen und Trocknen der Hand Probleme. In der Toilette wurde zu der bereits vorhandenen Einhandarmatur ein elektrischer Handtrockner und ein Seifenspender installiert. Handtrockner und Seifenspender können von dem Mitarbeiter über den jeweiligen Infrarotsensor nach dem Toilettengang mit einer Hand aktiviert und genutzt werden.

    Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

    ICF-Items

    Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

    • EFL - Handkoordination (rechts/links)
    • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
    • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
    • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
    • ELA - Feinmotorik
    • ELA - Handgreifkraft
    • ELA - Reichen
    • ELA - Tragen
    • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
    • ERGOS - Dreipunktgriff
    • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
    • ERGOS - Handgeschicklichkeit
    • ERGOS - Handgreifkraft
    • ERGOS - Reichen
    • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
    • ERGOS - Tragen
    • IMBA - Arbeitszeit
    • IMBA - Armbewegungen
    • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
    • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
    • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
    • IMBA - Tragen
    • MELBA - Feinmotorik

    Referenznummer:

    R/PB5154


    Informationsstand: 09.03.2023