Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Praxisbeispiel
Neueinstellung eines Lkw-Fahrers und Bauhelfers

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Hamophilie, weshalb er sich vorbeugend Blutgerinnungsfaktoren spritzt, damit er bei einer Verletzung nicht verblutet. Er wurde neu als Lkw-Fahrer und Bauhelfer von einem Bauunternehmen eingestellt. Bei den Arbeiten als Lkw-Fahrer und Bauhelfer muss ein erhöhtes Verletzungsrisiko vermieden werden.

Was wurde gemacht?

Für das Beliefern und Abfahren der Materialien und Geräte wurde vom Bauunternehmen für den Lkw-Fahrer und Bauhelfer ein neuer Kleintransporter angeschafft. Bei den Fahr- sowie Ladetätigkeiten und den Reinigungsarbeiten auf den Baustellen besteht kein erhöhtes Verletzungsrisiko. Der Mitarbeiter ist somit für den Arbeitsplatz und die damit verbundenen Aufgaben geeignet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Anschaffung des Kleintransporters für den vom Bauunternehmen neu geschaffenen Arbeitsplatz für den eingestellten Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Das Bauunternehmen erhielt zusätzlich von der Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um ein Bauunternehmen, das einen Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung neu einstellte.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine angeborene Störung der Blutgerinnung (Hämophilie). Er spritzt sich vorbeugend wöchentlich Blutgerinnungsfaktoren, damit bei einer Verletzung die Blutung durch die Gerinnungsfaktoren gestoppt wird. Bei starken Blutungen oder inneren Verletzungen muss schnell medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Der Mann sollte nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die ein erhöhtes Verletzungsrisiko beinhalten. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80.

Beruf:

Der arbeitssuchende Mann wurde vom Bauunternehmen neu als Lkw-Fahrer und Bauhelfer eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Aufgabenbereich des Lkw-Fahrers und Bauhelfers beinhaltet die Belieferung der Baustellen mit Materialien und Arbeitsgeräten, das Reinigen der Baustellen nach Beendigung der Arbeiten sowie das Abfahren der Restmaterialien und Arbeitsgeräte. Für das Beliefern und Abfahren soll ein Kleintransporter eingesetzt bzw. vom neuen Mitarbeiter gefahren werden, der vom Bauunternehmen dazu angeschafft werden muss.
Die mit der Tätigkeit verbundenen Aufgaben beinhalten kein erhöhtes Verletzungsrisiko. Der Mitarbeiter ist somit für den Arbeitsplatz und die damit verbundenen Aufgaben geeignet.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Unfallgefährdung

Referenznummer:

R/PB4359


Informationsstand: 12.12.2023