Inhalt

Praxisbeispiel
Helfer im Garten- und Landschaftsbau

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche arbeitete wegen seiner Lernbeeinträchtigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Es wurde versucht ihn seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechend auf den ersten Arbeitsmarkt zu platzieren.

Was wurde gemacht?

Der Jugendliche wurde für ein Praktikum an einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb vermittelt. Während des Praktikums wurde der Jugendliche durch einen Job-Coach begleitet und ein Arbeitstraining unterstützt sowie qualifiziert. Nach dem Praktikum stellte der Betrieb den Jugendlichen aufgrund seiner erworbenen Fertigkeiten, seiner Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit fest ein.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Dienstleistung des Integrationsfachdienstes wurde durch das Budget für Arbeit gefördert und im Rahmen der Eingliederungshilfe beim zuständigen Träger der Eingliederungshilfe des Bundeslandes für Erwachsene beantragt und genehmigt. Zur Förderung durch das Budget für Arbeit gehört auch ein Lohnkostenzuschuss, der an das Unternehmen gezahlt wird.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern von Integrationsfachdiensten und Werkstätten für behinderte Menschen.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb, der einen Jugendlichen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Betreuung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Arbeitgeber nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte den Jugendlichen individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Zum Schulkonzept gehört auch, dass die Jugendlichen Praktika absolvieren. So absolvierte der Jugendliche seinem Wunschberuf entsprechend ein Praktikum in einer Landschlachterei. Während des Praktikums stellte er jedoch fest, dass die Tätigkeit in der Landschlachterei doch nicht seinen Neigungen entspricht. Denn eigentlich wollte er nicht den ganzen Tag in einer Halle bzw. in einem Gebäude arbeiten. Nach dem Schulbesuch wurde der Jugendliche dann von der Arbeitsagentur in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vermittelt. Über die WfbM kam er dann zum Integrationsfachdienst mit dem Ziel ihn mit Hilfe des Budgets für Arbeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt in gemeinsamer Kooperation zu integrieren. Die WfbM übernahm dabei die Aufgabe den Jugendlichen auf eine Tätigkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Bei dem Jugendlichen geschah dies aufgrund seiner Neigung und Eignung für eine Tätigkeit im Bereich des Garten- und Landschaftsbaus. Zu den Aufgaben des Integrationsfachdienstes gehörte es den Jugendlichen über ein Praktikum bei einem Garten- und Landschaftsbaubetrieb zu platzieren. Während des Praktikums wurde der Jugendliche durch einen Job-Coach des Integrationsfachdienstes begleitet. Bei Problemen mit den auszuführenden Tätigkeiten erfolgte mit Hilfe des Job-Coaches ein gezieltes Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining zur Qualifizierung direkt am Arbeitsplatz. Unter anderem konnte der Jugendliche so mit Hilfe des Job-Coaches an einem Motorsägenkurs teilnehmen, den fachgerechten sowie sichern Umgang mit der Motorsäge lernen und den sog. Motorsägenschein (Nachweis Motorsägenlehrgang) erwerben. Nach dem Praktikum stellte der Arbeitgeber den Jugendlichen aufgrund seiner erworbenen Fertigkeiten, seiner Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit fest ein.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Zu den Aufgaben des Jugendlichen gehören beispielsweise folgende Tätigkeiten:
- Bäume pflanzen,
- Wiesen mähen,
- Bäume sowie Hecken schneiden und
- Zäune setzen.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung

Referenznummer:

Pb/110723


Informationsstand: 09.05.2019