Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Der Jugendliche hat zusätzlich zur Lernbeeinträchtigung auch ADHS. Er ist nur eingeschränkt fähig komplexe Sachverhalte schnell zu begreifen und neue Informationen schnell, systematisch sowie konzentriert zu lernen. Er benötigte deshalb nach dem Verlassen der Förderschule Unterstützung, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden und ihn dann auch dauerhaft ausüben zu können.Was wurde gemacht?
Der Jugendliche kam über die Empfehlung eines Freundes zu einem Integrationsfachdienst, der sich auf Arbeitsassistenz und Job-Coaching spezialisiert hat. Der Integrationsfachdienst versuchte den Jugendlichen über Praktika bei verschiedenen Unternehmen zu platzieren und ihn dort am Arbeitsplatz betrieblich zu qualifizieren und einzuarbeiten. Dies gelang beim Nahverkehrsunternehmen durch ein Job-Coaching, bei dem er langsam und schrittweise angelernt wurde Reinigungsarbeiten fachgerecht in den Bussen auf dem Betriebshof durchzuführen. Nach Ende des Praktikums wurde der Jugendliche vom Nahverkehrsunternehmen fest als Teilzeitkraft eingestellt.
Das Nahverkehrsunternehmen erhielt von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungszuschuss des vorher arbeitslosen Jugendlichen und eine Förderung der Hilfsmittel durch das Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt für den neu geschaffenen Arbeitsplatz. Die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen, Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.
Unternehmen:
Es handelt sich um ein Nahverkehrsunternehmen zu dem u. a. über 100 Buslinien gehören. Das Unternehmen stellte einen Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf ein.Behinderung und Beeinträchtigung des Jugendlichen:
Der Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Er ist nur eingeschränkt fähig komplexe Sachverhalte schnell zu begreifen und neue Informationen schnell, systematisch sowie konzentriert zu lernen.Übergang Schule – Beruf:
Der Jugendliche besuchte eine Förderschule. Nach der Förderschule schloss er eine Teilqualifizierung zum Hausmeisterhelfer an einer Berufsfachschule ab. Danach schaute er sich nach Beschäftigungsmöglichkeiten um und besuchte auch eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Eine Beschäftigung in der WfbM sagte dem Jugendlichen nicht zu und so kam er über die Empfehlung eines Freundes zu einem Integrationsfachdienst, der sich auf Arbeitsassistenz und Job-Coaching (Betriebliches Arbeitstraining) spezialisiert hat. Der Integrationsfachdienst versuchte den Jugendlichen über Praktika bei verschiedenen Unternehmen zu platzieren und ihn dort am Arbeitsplatz betrieblich zu qualifizieren und einzuarbeiten – dies gelang dann beim Nahverkehrsunternehmen. Dort wurde der Jugendliche vom Job-Coach beruflich qualifiziert, Reinigungsarbeiten fachgerecht in den Bussen auf dem Betriebshof durchzuführen. Im Rahmen der betrieblichen Qualifizierung wurde der Arbeitsablauf bzw. wurden die einzelnen Tätigkeiten und der Umgang mit den Arbeits- sowie Reinigungsmitteln mit Hilfe des Job-Coaches langsam schrittweise erlernt und trainiert, so dass eine passgenaue Qualifizierung für den Arbeitsplatz erfolgte – unter der Berücksichtigung der Eigenschaften und Bedürfnisse des Jugendlichen. Auch die restlichen Kolleginnen bzw. Kollegen und die Führungskräfte bekamen Informationen und Beratung durch den Job-Coach, um Missverständnisse und Probleme zu vermeiden. Nach Ende des Praktikums wurde der Jugendliche vom Nahverkehrsunternehmen fest als Teilzeitkraft eingestellt.Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:
Der Jugendliche arbeitet als Reinigungskraft für den Fuhrpark und ist neben der Innenreinigung der Busse (Fenster putzen, Reinigung der Böden sowie Armaturen und Entfernung von Graffiti) auch für das Melden von Beschädigungen an die Werkstatt zuständig.Schlagworte
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- Unterstützte Beschäftigung
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Auffassung
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- IMBA - Problemlösen
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Referenznummer:
Pb/110718
Informationsstand: 02.04.2026