Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Die Jugendliche hat durch ihre Lernbeeinträchtigung Schwierigkeiten sich Inhalte und Aufgaben zu merken sowie zu lernen, weshalb sie Hilfe und mehr Zeit braucht, um die Zusammenhänge zu verstehen. Nach dem Verlassen der Schule benötigte sie Unterstützung und Begleitung, um eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben zu können.Was wurde gemacht?
Nach der Schule konnte sie vom Integrationsfachdienst für ein Praktikum an eine Bank vermittelt werden. Mit Hilfe eines vom Integrationsfachdienst eingeschalteten Job-Coaches konnte sie durch ein Betriebliches Arbeitstraining qualifiziert und eingearbeitet werden. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass einein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Bürohilfe möglich wurde. Nach dem Praktikum wurde die Jugendliche auf Teilzeitbasis von der Bank eingestellt. Bei Problemen kann der Integrationsfachdienst erneut eingeschaltet werden.
Der für die Jugendliche neu geschaffene Arbeitsplatz wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt mit einem Investitionskostenzuschuss zur Anschaffung der erforderlichen Arbeitsplatzausstattung gefördert. Die Arbeitsagentur zahlte der Bank zusätzlich einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungszuschuss. Die Beantragung der Fördermittel erfolgte dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen, der Integrations- bzw. Inklusions- bzw. Inklusionsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen, der Integrations- bzw. Inklusions- bzw. Inklusionsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.
Unternehmen:
Das Unternehmen ist eine Bank, die eine Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da die Bank nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte die Jugendliche individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.Behinderung und Beeinträchtigung der Jugendlichen:
Die Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung. Behinderungsbedingt hat sie Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Sie benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.Übergang Schule – Beruf:
Die Jugendliche besuchte eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Bereits während der Schulzeit absolvierte die Jugendliche zwei Praktika, die ihr vom Integrationsfachdienst vermittelt wurden. Direkt nach der Schule absolvierte sie dann ein Praktikum bei der Bank. Auch dieser Praktikumsplatz wurde ihr vom Integrationsfachdienst vermittelt. Im Rahmen des Praktikums wurde vom Integrationsfachdienst ein Job-Coach mit einbezogen, der die Jugendliche über ein Betriebliches Arbeitstraining direkt am Arbeitsplatz qualifizierte und einarbeitete. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Bürohilfe bei der Bank nach einem halben Jahr möglich wurde. Neben den Vorgaben durch die Arbeitsanforderungen wurden auch die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt. Nach dem Praktikum wurde die Jugendliche von der Bank fest auf Teilzeitbasis eingestellt. Sollte es in der Zukunft zu Problemen kommen, so kann die Bank jederzeit wieder den Integrationsfachdienst einschalten und auf dessen Hilfe zurückgreifen.Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:
Die Jugendliche arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz in der Bank. An ihrem Bildschirmarbeitsplatz bzw. mit dem Computer scannt sie Bankbelege zur Archivierung ein.Schlagworte
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- Unterstützte Beschäftigung
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Auffassung
- IMBA - Lernen/Merken
- IMBA - Problemlösen
- IMBA - Selbständigkeit
- IMBA - Umstellung
- MELBA - Auffassung
- MELBA - Lernen/Merken
- MELBA - Problemlösen
- MELBA - Selbständigkeit
- MELBA - Umstellung
Referenznummer:
Pb/110726
Informationsstand: 09.04.2026