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Praxisbeispiel
Küchenhilfe in einem Kindergarten über das Job-Coaching

Wo lag die Herausforderung?

Die Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung, die zu Einschränkungen beim Lernen und Merken führt. Sie benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen. Sie benötigte deshalb nach dem Verlassen der Förderschule Unterstützung, um auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden und ihn dann auch dauerhaft ausüben zu können.

Was wurde gemacht?

Schon während des Besuches der Förderschule kam der Kontakt über eine Lehrerin zum Integrationsfachdienst zustande. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Jugendliche vom Integrationsfachdienst betreut und in verschiedene Praktika vermittelt. Unter anderem absolvierte sie auch ein längeres Praktikum in der Küche beim Kindergarten, in dem sie vom Integrationsfachdienst eingeschalteten Job-Coach über Job-Coaching bzw. ein Betriebliches Arbeitstraining direkt vor Ort am Arbeitsplatz qualifiziert und eingearbeitet wurde. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Küchenhilfe beim Kindergarten möglich wurde. Nach dem Praktikum erhielt die Jugendliche einen Arbeitsvertrag auf Teilzeitbasis.

Der für die Jugendliche neu geschaffene Arbeitsplatz wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt mit einem Investitionskostenzuschuss zur Anschaffung einer Küche gefördert. Außerdem erhält der Kindergarten vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt zur Kompensation der außergewöhnlichen Belastung einen Beschäftigungssicherungszuschuss. Von der Arbeitsagentur wurde zusätzlich an den Kindergarten ein Lohnkostenzuschuss als Eingliederungszuschuss gezahlt. Die Beantragung der Fördermittel erfolgte dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, der Arbeitsagenturen und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.

Unternehmen:

Es handelt sich um einen Kindergarten, der eine Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne ihn wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Kindergarten nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte die Jugendliche individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen. Durch den Einsatz bzw. die Einstellung der Jugendlichen konnte das Fachpersonal entlastet werden und sich mehr mit den eigentlichen Kernaufgaben bzw. der Kinderbetreuung befassen.

Behinderung und Beeinträchtigung der Jugendlichen:

Die Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung, die zu Einschränkungen beim Lernen und Merken führt. Sie benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.

Übergang Schule – Beruf:

Schon während des Besuches der Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung kam der Kontakt über eine Lehrerin zum Integrationsfachdienst zustande. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Jugendliche vom Integrationsfachdienst betreut und in verschiedene Praktika vermittelt. Unter anderem absolvierte sie auch ein längeres Praktikum in der Küche beim Kindergarten. Im Rahmen des Praktikums wurde sie mit Hilfe eines vom Integrationsfachdienst eingeschalteten Job-Coaches über Job-Coaching bzw. ein Betriebliches Arbeitstraining direkt am Arbeitsplatz qualifiziert und eingearbeitet. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Küchenhilfe beim Kindergarten möglich wurde. Neben den Vorgaben durch die Arbeitsanforderungen wurden auch die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt. Nach dem Praktikum bzw. Ende des Arbeitstrainings erhielt die Jugendliche einen Arbeitsvertrag auf Teilzeitbasis, so dass sie direkt nach dem Verlassen der Förderschule an ihren Arbeitsplatz wechseln konnte. Die Einstellung basierte dabei im Wesentlichen auf die erworbenen bzw. vorhandenen beruflichen Fertigkeiten, der positiven Arbeitseinstellung und dem guten Kontakt zu den Kolleginnen sowie Kindern.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Jugendliche arbeitet überwiegend in der Küche als Helferin und ist dort u. a. für die Essensvorbereitung und die Wäsche zuständig. Mittlerweile gehören aber auch einfache Bürotätigkeiten wie das Kopieren zu ihren Aufgaben.

Arbeitsumgebung – Mobilität:

Mit der Jugendlichen wurde vom Job-Coach auch ein Mobilitäts- bzw. Fahrtraining durchgeführt, damit sie ihren Arbeitsweg selbständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann.

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung

Referenznummer:

Pb/110722


Informationsstand: 02.04.2026