Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Zu den Mitarbeitern mit einer Schwerbehinderung gehört auch ein Mann mit einer geistigen Behinderung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt mehr Zeit, um Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen. Um eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausführen zu können, ist es wichtig, dass er klare und eindeutige Arbeitsanweisungen erhält, die er nach einer entsprechenden Einarbeitung Schritt für Schritt ausführen kann.Was wurde gemacht?
In Zusammenarbeit mit dem Reha-Team der Arbeitsagentur wurde der Mann über einen Integrationsfachdienst an den Inklusionsbetrieb vermittelt. Wie auch die anderen Beschäftigten absolvierte er dort zuerst ein vierwöchiges Praktikum zur Arbeitserprobung. In deren Rahmen er in der Palettenproduktion eingesetzt wurde, um einschätzen zu können, ob er mit entsprechender Betreuung die zur Fertigung der Paletten erforderlichen Arbeiten ausführen kann. Anschließend wurde er vom Inklusionsbetrieb fest eingestellt.Die Einarbeitung und Betreuung erfolgt grundsätzlich durch den Integrationsfachdienst und den Leiter des Inklusionsbetriebs, der als Handwerksmeister über eine sonderpädagogische Zusatzausbildung verfügt.
Die Gründung des Inklusionsbetriebes wurde im Rahmen der übernommenen Regelförderung für Investitionszuschüsse pro Arbeitsplatz aus einem früheren Landesprogramm vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Außerdem erhält der Inklusionsbetrieb vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt eine Förderung zur personellen Unterstützung sowie einen Beschäftigungssicherungszuschuss. Es wäre auch eine weitere Förderung im Rahmen des Budgets für Arbeit in Form eines Lohnkostenzuschusses über den Träger der Eingliederungshilfe möglich.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.
Unternehmen:
Der auf Holzverpackungen spezialisierte Betrieb ist ein Inklusionsbetrieb mit 18 Beschäftigten, der standardisierte oder individuell gefertigte Einwegpaletten und Kisten herstellt. Der Leiter des Inklusionsbetriebs ist Handwerksmeister und war vor Gründung des Unternehmens technischer Leiter einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Schwerbehinderung wusste er, wie leistungsfähig diese sein können. Er entschloss sich deshalb besonders Menschen mit einer Schwerbehinderung einzustellen, die er überwiegend von einem Integrationsfachdienst vermittelt bekam bzw. bekommt.Behinderung und Beeinträchtigung der Beschäftigten:
Zu den Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung gehört auch ein Mann mit einer geistigen Behinderung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt mehr Zeit, um Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen. Es ist wichtig für ihn klare und eindeutige Arbeitsanweisungen zu erhalten, um diese Schritt für Schritt ausführen zu können.Übergang Schule – Beruf:
Der Mann besuchte eine Förderschule für geistige Entwicklung und verließ diese mit dem Hauptschulabschluss. Nach seiner letzten Tätigkeit als Hilfskraft war der Mann zwei Jahre lang arbeitslos. In Zusammenarbeit mit dem Reha-Team der Arbeitsagentur wurde der Mann über einen Integrationsfachdienst an den Inklusionsbetrieb vermittelt. Dort absolvierte er, wie auch die anderen Beschäftigten und Kandidatinnen oder Kandidaten, zuerst ein vierwöchiges Praktikum zur Arbeitserprobung. Im Rahmen des Praktikums wurde er unter Anleitung in der Palettenproduktion eingesetzt, um einschätzen zu können, ob er mit der entsprechenden Betreuung die zur Fertigung der Paletten erforderlichen Arbeiten ausführen kann. Im Anschluss daran wurde er vom Inklusionsbetrieb fest eingestellt. Die Betreuung und Einarbeitung der Beschäftigten erfolgt generell durch den Integrationsfachdienst und den Handwerksmeister, der über eine zusätzliche sonderpädagogische Ausbildung verfügt.Schlagworte
- Arbeitgebende |
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- Produktionshelfer/in |
- Selbständigkeit |
- Soft Skills und Sozialverhalten |
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- Teilhabe |
- Teilhabe am Arbeitsleben |
- Übergang Schule-Beruf |
- Vollzeitarbeit
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- IMBA - Arbeitsplanung
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Auffassung
- IMBA - Lernen/Merken
- IMBA - Problemlösen
- IMBA - Selbständigkeit
- IMBA - Umstellung
- IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
- MELBA - Arbeitsplanung
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- MELBA - Umstellung
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Referenznummer:
Pb/110713
Informationsstand: 30.03.2026