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Praxisbeispiel
Gestaltung eines Arbeitsplatzes für einen Metallbauer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann kann behinderungsbedingt nichts mehr hören, weshalb er alle Informationen sehen oder ertasten können muss. An seinem Arbeitsplatz in einer Metallbaufirma benötigt er dementsprechende Hilfsmittel.

Was wurde gemacht?

Die alte Abkantpresse wurde durch eine CNC-gesteuerte Abkantpresse mit optischen Signalanzeigen und Bildschirm ersetzt. Die Tafelblechschere zum Blechschneiden wurde mit optischen Signalanzeigen ausgerüstet. Ein Kran wurde installiert, um schwere Blechtafeln zur Tafelblechschere und Abkantpresse zu transportieren.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt zu 25 Prozent gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter und von Gebärdendolmetscherinnen oder Gebärdendolmetschern.

Arbeitgeber:

In der Metallbaufirma, einem Betrieb mit 18 Beschäftigten, werden Bleche und Profile aus Stahl und Leichtmetall verarbeitet sowie Kunstschmiedearbeiten angefertigt.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist gehörlos und nicht fähig akustische Informationen, z. B. Lautsprache und Signale, wahrzunehmen. Behinderungsbedingt müssen deshalb hörbare Informationen so verändert werden, dass sie von dem Mann optisch oder taktil wahrgenommen werden können. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Der Schwerbehindertenausweis beinhaltet das Merkzeichen RF.

Beruf:

Der Mann ist seit einigen Jahren beim Arbeitgeber als Metallbauer beschäftigt. Er absolvierte, bevor er fest eingestellt wurde, zunächst bei seinem Arbeitgeber ein Praktikum.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Metallbauer arbeitet im Produktionsbereich des Unternehmens. Zu den Aufgaben des Mitarbeiters gehören vorwiegend alle Tätigkeiten, die bei der Herstellung von Abdeckungen und Metalltüren anfallen. Die akustischen Signale (Betriebszustand der Maschinen, Warnsignale und Störungen), die normalerweise bei der Bedienung der Maschinen (Abkantpresse und Tafelblechschere) zu hören sind, können von dem Mitarbeiter nicht wahrgenommen werden. Damit er weiter im Betrieb beschäftigt werden kann, benötigt er einen behinderungsgerechten und sicheren Arbeitsplatz der wie folgend gestaltet wurde:
- Die alte Presse wurde durch eine CNC-gesteuerte Abkantpresse mit optischen Signalanzeigen und Display bzw. Bildschirm ersetzt.
- Die Tafelblechschere zum Blechschneiden wurde mit optischen Signalanzeigen ausgerüstet.
- Ein Kran wurde installiert, um schwere Blechtafeln zur Tafelblechschere und Abkantpresse zu transportieren.

Arbeitsorganisation:

Sollten Kommunikationsprobleme auftauchen, so kann eine Gebärdensprachdolmetscherin oder ein Gebärdensprachdolmetscher vom Unternehmen einbezogen werden und helfen die Kommunikationsprobleme zu beseitigen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Hören
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gestik/Mimik
  • IMBA - Hören
  • IMBA - Unfallgefährdung

Referenznummer:

R/PB4125


Informationsstand: 18.11.2019