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Praxisbeispiel
Gestaltung eines Arbeitsplatzes für einen Mitarbeiter in der Instandhaltung

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann kann behinderungsbedingt nicht hören, weshalb Informationen, die andere Menschen hören können, für ihn sichtbar oder tastbar wahrnehmbar sein müssen. Mit ihm zu sprechen ist nur mit Hilfe von Lippenlesen möglich. Sein Arbeitsplatz musste den Umständen entsprechend angepasst werden.

Was wurde gemacht?

Um die Kommunikation zu verbessern, wurde der Mann mit einem sendestarken Funkrufsystem, welches in allen Bereichen funktioniert, ausgestattet. Im privaten Bereich benötigt der Mann einen Vibrationswecker mit Vibrationseinheit, damit er pünktlich zur Arbeit erscheinen kann.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Stahlkonzern.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann ist gehörlos und nicht fähig akustische Informationen, z. B. Lautsprache und Signale, wahrzunehmen. Behinderungsbedingt müssen deshalb hörbare Informationen so verändert werden, dass sie von dem Mann optisch oder taktil wahrgenommen werden können. Eine verbale Kommunikation ist mit ihm eingeschränkt über das Lippenablesen möglich. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Sein Schwerbehindertenausweis beinhaltet das Merkzeichen RF.

Beruf:

Der Mann ist gelernter Elektroniker für Betriebstechnik und arbeitet im Bereich der Instandhaltung für die Haustechnik beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Elektroniker ist, bedingt durch die Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten, in der Werkstatt, in den Gebäuden und auf dem Außengelände tätig. Um bestimmte Kommunikationseinschränkungen auszugleichen, benötigt der Mitarbeiter ein sendestarkes Funkrufsystem mit Basisstation und Empfangsgerät, dessen Signal auch in allen Bereichen empfangen und er so mit Sicherheit gerufen oder gewarnt werden kann. Die Informationen der Basisstation (Warnungen, Hinweise usw.) werden vom mobilen Empfangsgerät und durch Vibrationen und optische Darstellungen an den Mitarbeiter übertragen. In Notsituationen kann durch einfachen Knopfdruck ein Hilferuf ausgelöst werden, der automatisch an die Basisstation gesendet wird.

Arbeitsumgebung:

Im privaten Bereich benötigt der Mann einen Vibrationswecker mit Vibrationseinheit (sog. Vibrationskissen) zur Postierung unter dem Kopfkissen, damit er pünktlich zur Arbeit erscheinen kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Hören
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gestik/Mimik
  • IMBA - Hören
  • IMBA - Pünktlichkeit
  • IMBA - Unfallgefährdung
  • IMBA - Vibration/Erschütterungen
  • MELBA - Pünktlichkeit

Referenznummer:

R/PB5076


Informationsstand: 18.11.2019