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Praxisbeispiel
Arbeitsplatz­gestaltung und Arbeitsassistenz für eine Lehrerin

Wo lag die Herausforderung?

Die Lehrerin ist nicht fähig, optische Informationen wahrzunehmen. Für sie müssen deshalb optische Informationen so umgewandelt werden, dass sie taktil mit den Fingern oder akustisch wahrgenommen werden können. Sie benötigt deshalb Hilfsmittel für den Unterricht und zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts.

Was wurde gemacht?

Den Unterrichtsverlauf hält sie mit einem speziellen elektronischen Notizgerät in Braille fest. Die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts erfolgt zu Hause an einem Computer mit Braillezeile, Screenreader und Sprachausgabe. Für Tätigkeiten, die sie trotz ihrer Hilfsmittel nicht alleine ausführen kann, steht ihr eine Arbeitsassistenz zur Verfügung. Diese führt zum Beispiel die Aufsicht, wenn Klausuren geschrieben werden.

Die Hilfsmittel wurden und die Arbeitsassistenz wird vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefonnummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um eine berufsbildende Schule mit ca. 3.000 Schülerinnen und Schülern, die in 132 Voll- und Teilzeitklassen unterrichtet werden. Das Kollegium umfasst 140 Lehrkräfte.

Behinderung und Beeinträchtigung der Mitarbeiterin:

Die Frau ist blind. Sie ist nicht fähig, optische Informationen wahrzunehmen. Für sie müssen deshalb optische Informationen so umgewandelt werden, dass sie taktil mit den Fingern (z. B. Brailleschrift) oder akustisch wahrgenommen werden können. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Nach dem Studium und Referendariat unterrichtet die Lehrerin die Fächer Biologie und Ernährungslehre an der berufsbildenden Schule.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Lehrerin unterrichtet zwei elfte Klassen am beruflichen Gymnasium sowie eine Berufsschulklasse. Bei der morgendlichen Anwesenheitskontrolle führt sie mit jeder Schülerin bzw. jedem Schüler ein kurzes Gespräch, um die Anwesenheit zu prüfen. Möchte sich eine Schülerin oder ein Schüler melden, um etwas zu sagen, so klopft er auf die Tischplatte und nennt seinen Namen. Den Unterrichtsverlauf hält sie mit einem speziellen elektronischen Notizgerät in Braille fest. Die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts erfolgt zu Hause an einem Computer mit Braillezeile, Screenreader und Sprachausgabe. So kann sie beispielsweise Ausarbeitungen, die Schüler per E-Mail senden, in Punktschrift lesen oder sich vom PC mittels Sprachausgabe vorlesen lassen.
Für Tätigkeiten, die sie trotz ihrer Hilfsmittel nicht alleine ausführen kann, steht ihr eine Arbeitsassistenz zur Verfügung. Diese führt zum Beispiel die Aufsicht, wenn Klausuren geschrieben werden. Auch bei der Korrektur der Klausuren unterstützt sie die Lehrerin, indem sie ihr die handschriftlichen Texte vorliest. Außerdem erstellt die Assistenz Unterrichtsmaterialien nach den Vorgaben der Lehrerin und transportiert diese Materialien zur Schule.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

taktile Displays (Braillezeilen)
Software für Ausgabegeräte

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Sehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Lesen
  • IMBA - Schreiben
  • IMBA - Sehen
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • MELBA - Lesen
  • MELBA - Schreiben
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung

Referenznummer:

Pb/110633


Informationsstand: 16.12.2025