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Praxisbeispiel
Abteilungsleiter bei der DHL Global Forwarding GmbH

Wo lag die Herausforderung?

Die Restsehfähigkeit des Abteilungsleiters beträgt auf dem linken Auge drei und auf dem rechten Auge fünfzig Prozent. Er kann deshalb optische Informationen nur eingeschränkt wahrnehmen. Bei einer betriebsärztlichen Untersuchung wurde die Notwendigkeit einer sehbehinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung festgestellt.

Was wurde gemacht?

Zum Ausgleich der Sehbehinderung wurde eine spezielle Software installiert, die die Inhalte auf dem Großbildschirm vergrößert und kontrastreicher darstellen kann. Neben der Software und dem Großbildschirm wurde dem Abteilungsleiter auch eine Großschrift-Kontrast-Tastatur zur Verfügung gestellt. Zur Vergrößerung von Schriftstücken in Papierformat nutzt er ein Handkamera-Lesegerät bzw. mobiles Bildschirmlesegerät. Das leicht zu transportierende Handkamera-Lesegerät kann auch zu Besprechungen mitgenommen oder an anderen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Koordination der Maßnahme sowie die Kontaktherstellung zum Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt erfolgte über die Health-Managerin. Der Kontakt zum Fachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen wurde durch den Vorgesetzten im Anschluss an die betriebsärztliche Untersuchung hergestellt. Der Fachdienst für blinde und sehbehinderte Menschen begleitete dabei beratend die Maßnahme.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und von Integrationsfachdiensten.

Unternehmen:

Die DHL Group ist ein weltweit tätiger Konzern für Logistik- und Postdienstleistungen. In Deutschland gehören zur DHL Group die Deutsche Post mit Schwerpunkt Briefsendungen und DHL mit Schwerpunkt Paketsendungen. Beim Konzern spielen Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit eine wichtige Rolle. So werden diese Aspekte deshalb auch mit als Erfolgsfaktoren für den Konzern gesehen. Zur Umsetzung sollen dabei beispielsweise Menschen mit Behinderungen aktiv zur Inklusion unterstützt werden, damit sie ihre Fähigkeiten einbringen und somit ihr Potenzial voll ausschöpfen können.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Sehbehinderung. Seine Restsehfähigkeit beträgt auf dem linken Auge drei Prozent und auf dem rechten Auge fünfzig Prozent. Er kann optische Informationen (Schrift, Symbole usw.) nur eingeschränkt wahrnehmen. Bei einer betriebsärztlichen Untersuchung wurde die Notwendigkeit einer sehbehinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung festgestellt. Zudem hat er ein organisches Nervenleiden mit Gleichgewichtsstörungen. Der Mann hat einen Grad der Behinderung (GdB) von 60.

Ausbildung und Beruf:

Der gelernte Speditionskaufmann arbeitet als Abteilungsleiter für die DHL Global Forwarding GmbH im Bereich Seefracht Import.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Abteilungsleiter arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz in einem Büro (vgl. Bild). An seinem Bildschirmarbeitsplatz bearbeitet er z. B. die EDV-gestützte Auftragserfassung, führt Ertragskontrollen durch, überwacht Kreditlimits und ist zuständig für die Korrespondenz mit der Kundschaft. Zum Ausgleich der Sehbehinderung wurde eine spezielle Software installiert, die die Inhalte auf dem Großbildschirm vergrößert und kontrastreicher darstellen kann. Bei der Installation der Vergrößerungssoftware mussten die besonderen Bestimmungen und Vorschriften des Unternehmens berücksichtigt werden, um die Sicherheit der Daten und des Netzwerkes zu gewährleisten. Neben der Software und dem Großbildschirm wurde dem Abteilungsleiter auch eine Großschrift-Kontrast-Tastatur zur Verfügung gestellt. Zur Vergrößerung von Schriftstücken in Papierformat nutzt er ein Handkamera-Lesegerät bzw. mobiles Bildschirmlesegerät. Das leicht zu transportierende Handkamera-Lesegerät kann auch zu Besprechungen mitgenommen oder an anderen Arbeitsplätzen eingesetzt werden.
Welche Hilfsmittel eingesetzt werden konnten, wurde vor Ort mit Hilfe des Integrationsfachdienstes für blinde und sehbehinderte Menschen festgestellt. Die eigentliche Bereitstellung, Inbetriebnahme und Unterweisung erfolgte dann durch das herstellende Unternehmen der Hilfsmittel.
Durch den Hilfsmitteleinsatz werden die behinderungsbedingten Einschränkungen des Abteilungsleiters ausgeglichen, so dass er die Tätigkeit selbständig, quantitativ und qualitativ ausüben kann.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

Bildvergrößerungssysteme
Tastaturen
Bildschirmvergrößerungssoftware

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gleichgewicht
  • ELA - Balancieren
  • ERGOS - Gleichgewicht halten
  • ERGOS - Sehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gleichgewicht
  • IMBA - Sehen

Referenznummer:

Pb/110673


Informationsstand: 15.01.2026