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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Leiter einer Justiz-Vollzugsanstalt

Wo lag die Herausforderung?

Der JVA-Leiter hat Morbus Bechterew, weshalb seine Wirbelsäule versteift ist und er Schmerzen hat. Er sollte behinderungsbedingt langes Stehen oder Sitzen vermeiden. Dafür waren an seinem Arbeitsplatz entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz des Mannes wurde mit Hilfsmitteln behinderungsgerecht gestaltet. Dazu wurde sein Büro mit einem höhenverstellbaren Arbeitstisch und einem ergonomischen Bürostuhl ausgestattet. So wird ihm ein dynamisches Sitzen und Arbeiten im Stehen ermöglicht. Die Arbeitsbelastungen konnten damit in Bezug auf die Behinderung reduziert werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um eine Justiz-Vollzugsanstalt.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat Morbus Bechterew. Die Krankheit ist so weit fortgeschritten, dass Bereiche der Wirbelsäule versteift sind und ständig schmerzen. Behinderungsbedingt sollten bestimmte Körperhaltungen, wie z. B. langes Sitzen oder Stehen, vermieden werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Beamter und leitet eine Justiz-Vollzugsanstalt (JVA).

Arbeitsaufgaben:

- Anstaltsleitung und Führungsaufgaben
- Verwaltungsarbeiten und Schuldnerberatung
- Festlegung der Sicherheitsmaßnahmen
- Erstellung von Berichten und Stellungnahmen für Gerichte
- Abhaltung von Sprechtagen für Gefangene

Arbeitsplatz:

Einen großen Teil der Aufgaben erledigt der JVA-Leiter am Bildschirmarbeitsplatz in seinem Büro, dass nicht mit entsprechenden Hilfsmitteln zur behinderungsgerechten Gestaltung bzw. der entsprechenden Büroeinrichtung ausgestattet war. Aus diesem Grund wurde das Büro bzw. der Arbeitsplatz mit:
- zwei Rollcontainern,
- einem höhenverstellbaren Arbeitstisch als Ecktisch und
- einem ergonomischen Bürodrehstuhl
ausgestattet.
Durch die ergonomische Büroeinrichtung wird ein dynamisches Sitzen sowie ein Wechsel der Körperhaltung (stehend oder sitzend) ermöglicht und somit können Belastungen reduziert werden - was in Bezug auf die Behinderung und die Beeinträchtigungen unbedingt erforderlich war.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4243


Informationsstand: 16.06.2021