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Praxisbeispiel
Zuschuss zur Beschäftigungssicherung für einen Fahrer mit Krebserankung

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat Krebs, weshalb er am Tag sowohl körperlich als auch psychisch nur vier bis sechs Stunden belastbar ist. Aus diesem Grund waren entsprechende Anpassungen am Arbeitsplatz nötig.

Was wurde gemacht?

Der Mann bekommt kleinere Aufträge, die weniger Zeit benötigen und somit weniger Belastung mit sich bringen. Da auch mit technischen Hilfsmitteln kein Ausgleich der verringerten Leistung erfolgt, kann dies nur auf finanzieller Ebene geregelt werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Arbeitgeber erhält vom Integrations- bzw. Inklusionsamt einen monatlichen Beschäftigungssicherungszuschuss zum Ausgleich der außergewöhnlichen Belastung und von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe im Rahmen der Neueinstellung.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber verkauft Bauelemente, die teilweise bei der Kundschaft montiert werden.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist an Krebs erkrankt. Er ist, bedingt durch die Krankheit, nur zeitweise (vier bis sechs Stunden pro Tag) psychisch und physisch belastbar bzw. für eine Tätigkeit einsetzbar. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80.

Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt und wurde erst vor Kurzem aus der Arbeitslosigkeit als Auslieferungsfahrer und Monteur beim Arbeitgeber beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsorganisation:

Der Mitarbeiter liefert Bauelemente mit einem Fahrzeug bei der Kundschaft ab. Nach der Anlieferung werden die Bauelemente vom Mitarbeiter vor Ort montiert. Behinderungsbedingt muss der Arbeitgeber die körperlichen und psychischen Einschränkungen seines Mitarbeiters bei der Arbeitsplanung berücksichtigen. D.h. er vergibt an den Mitarbeiter kleinere Aufträge, die mit geringen Belastungen verbunden sind.
Bei der Ausübung der Tätigkeit können technische Hilfen, bedingt durch die wechselnden örtlichen Gegebenheiten und die teilweise sehr großen und schweren Bauelemente, nicht eingesetzt werden, um die verringerte Leistung (50-60 Prozent) des Mitarbeiters auszugleichen. Eine Kompensation der verringerten Leistung kann deshalb nur finanziell erfolgen.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Ausdauer (psychisch)
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Verantwortung
  • MELBA - Ausdauer (psychisch)
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Verantwortung

Referenznummer:

R/PB5129


Informationsstand: 15.04.2020