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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für vier Beschäftigte mit Rückenerkrankung in der Poststelle einer Stadtverwaltung

Es gibt 5 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Anlieferung|(p510402)Transport vorher|(p510403)Sortiervorgang|(p510404)Postablage vorher|(p510405)Postablage vorher|(p510406)Transport nachher
  2. Anlieferung|(p510402)Transport vorher|(p510403)Sortiervorgang|(p510404)Postablage vorher|(p510405)Postablage vorher|(p510406)Transport nachher
  3. Anlieferung|(p510402)Transport vorher|(p510403)Sortiervorgang|(p510404)Postablage vorher|(p510405)Postablage vorher|(p510406)Transport nachher
  4. Anlieferung|(p510402)Transport vorher|(p510403)Sortiervorgang|(p510404)Postablage vorher|(p510405)Postablage vorher|(p510406)Transport nachher
  5. Anlieferung|(p510402)Transport vorher|(p510403)Sortiervorgang|(p510404)Postablage vorher|(p510405)Postablage vorher|(p510406)Transport nachher

Wo lag die Herausforderung?

Behinderungsbedingt muss für die vier Beschäftigten häufiges Tragen und Bücken bei der Anlieferung, Sortierung und Verteilung der Post vermieden werden. Dafür waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Es wurde ein Minilifter sowie Umlaufregal angeschafft und der Aufzug genutzt. Die Post muss so nicht mehr von Hand gehoben sowie getragen und auch keine Zwangshaltungen eingenommen werden. Die Beschäftigten können somit ohne größere Belastungen arbeiten.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Stadtverwaltung. Der Arbeitgeber unterhält unter anderem auch eine eigene Poststelle bzw. Botenmeisterei, in der auch Beschäftigte mit einer Schwerbehinderung arbeiten.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Beschäftigten:

Die vier Beschäftigten haben eine Rückenerkrankung. Aufgrund dieser Erkrankung können sie nur noch eingeschränkt für Tätigkeiten eingesetzt werden, die häufiges Tragen und Bücken erfordern. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Arbeitsplätze befinden sich in der Poststelle der Stadtverwaltung. Die Beschäftigten sortieren die eingehende Post (Briefe und Pakete) für die Dienststellen der Stadtverwaltung und frankieren die ausgehende Post.
Bei der Anlieferung hebt der Bote die eingehende Post von der Ladefläche seines Fahrzeuges auf die Lade-Rampe der Poststelle (Bild 1). Von der Laderampe befördern die Beschäftigten die Post mittels Transportwagen in das Sortierzimmer. Dort wird die Post vom Wagen auf den Sortiertisch gehoben (Bild 2). Auf dem Tisch wird die Post für die verschiedenen Dienststellen sortiert (Bild 3). Anschließend wird die Post in die Postfächer der Dienststellen bzw. in einem Regal abgelegt (Bild 4 und 5).
Der Arbeitsablauf für die ausgehende Post, die zu Beginn noch frankiert wird, läuft in umgekehrter Reihenfolge ab.
Die Tätigkeiten waren mit häufigem Heben von schweren Lasten in Zwangshaltungen verbundenen. Um eine Verschlimmerung der Rückenerkrankung zu vermeiden und eine Reduzierung der Belastungen zu ermöglichen, mussten technische Hilfsmittel eingesetzt werden, die das Heben sowie Absenken von Lasten in einer ergonomischen Arbeitshaltung erlauben.

Die Beschäftigten befördern nun die eingehende Post mit Hilfe eines Transportwagens (mit mechanischer Hub- und Senkfunktion) sowie des vorhandenen Aufzuges auf das Niveau der Lade-Rampe. Von dort aus wird die Post mit Hilfe des Transportwagens zum Sortierplatz befördert. Nach dem Sortieren wird die Post in ein Umlaufregallager (Paternosterregal) abgelegt. Die Post muss bei der Anlieferung und zum Sortieren nicht mehr auf die Rampe bzw. den Sortiertisch gehoben werden. Das Heben entfällt durch den Einsatz der Transporthilfe, die auch als Hubhilfe eingesetzt werden kann (Bild 6). Die Lasten müssen, durch die Möglichkeit des Niveauausgleiches, nur noch auf einer Ebene verschoben werden. Durch den Einsatz des Umlaufregals entfallen die Zwangshaltungen bei der Postablage, z. B. das Bücken und Stehen auf Zehenspitzen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5104


Informationsstand: 04.06.2020