Inhalt

Praxisbeispiel
Übergang einer Person mit Epilepsie aus einer Werkstatt für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann lebt behinderungsbedingt seit seiner Kindheit in einem Wohnheim. Da es nur nachts zu epileptischen Anfällen bei ihm kommen kann, kann er tagsüber arbeiten gehen. Er benötigte Hilfe, um eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt finden zu können.

Was wurde gemacht?

Ein Integrationsfachdienst vermittelte den Mann an einen Supermarkt. Zuvor sammelte der Mann erste Erfahrungen in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Dies überzeugte den Arbeitgeber dem Mann ein dreimonatiges Praktikum anzubieten. Im Laufe des Praktikums wurde er vom Integrationsfachdienst betreut und so konnte der Mann jegliche Erwartungen übertreffen und wurde im Anschluss fest eingestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Arbeitgeber erhielt vom Integrations- bzw. Inklusionsamt eine Einstellungsprämie und einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe für die Beschäftigung des ehemaligen Mitarbeiters der WfbM. Die Gewährung der Einstellungsprämie und des Lohnkostenzuschusses wurden dabei durch ein spezielles Sonderförderprogramm ermöglicht.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter und der Integrationsfachdienste.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Supermarkt bzw. ein Franchise-Partner einer Supermarktkette.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist an Epilepsie erkrankt und schwerbehindert. Er lebte aufgrund seiner Epilepsie seit der Kindheit in einem Wohnheim. Da es bei ihm epilepsiebedingt nur nachts zu Anfällen kommt, ist er tagsüber beruflich einsetzbar.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Der Mann besuchte eine Förderschule. Danach arbeitete er einige Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), wo er unter anderem Erfahrungen und Kenntnisse im Materialtransport und Bestellwesen sammeln konnte.
Um sich eine finanzielle Basis für ein eigenständiges Leben außerhalb der WfbM schaffen zu können, suchte der Mann einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Er wandte sich deshalb an einen Integrationsfachdienst, der den Mann an einen Supermarkt vermitteln konnte. Die hohe Arbeitsmotivation, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit und die in der WfbM erworbenen Kenntnisse waren die Grundlage, um den Leiter des Supermarktes zu überzeugen, ihm eine Chance zu geben. Es wurde zunächst ein dreimonatiges Praktikum mit einer Arbeitserprobung vereinbart. In dieser Zeit wurde der Mann vom Integrationsfachdienst unterstützt und eingearbeitet. Die anfänglichen Unsicherheiten der Kolleginnen bzw. Kollegen und Vorgesetzten konnten während des Praktikums ausgeräumt werden. Das Praktikum verlief gut und der Mann konnte die in ihn gesetzten Erwartungen sogar übertreffen. Aus diesem Grund wurde er nach dem Praktikum vom Arbeitgeber fest eingestellt.

Arbeitsumgebung:

Die wirtschaftliche Selbständigkeit ermöglichte es ihm, das Wohnheim zu verlassen und eine eigene Wohnung zu beziehen.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Ausdauer (psychisch)
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Verantwortung
  • MELBA - Ausdauer (psychisch)
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Verantwortung

Referenznummer:

R/PB4129


Informationsstand: 29.07.2019