Praxisbeispiel
Verbesserung der Luftsituation für einen Schweißer am Arbeitsplatz

Wo lag die Herausforderung?

Der Schweißer ist behinderungsbedingt nur eingeschränkt belastbar und darf an seinen beiden Arbeitsplätzen in der Produktion keinem Staub, Gas oder Rauch ausgesetzt werden. Da aber die allgemeine Raumabsaugung und Belüftung dies bei den Schweißarbeiten nicht verhindern konnte, mussten weitere Anpassungen vorgenommen werden.

Was wurde gemacht?

Die beiden Schweißarbeitsplätze des Mitarbeiters wurden jeweils mit einer Filterabsauganlage mit einem Absaugarm und einer Absaughaube ausgestattet. Die schädlichen Stoffe werden somit unmittelbar an der Entstehungsstelle abgesaugt und der Mitarbeiter atmet diese nicht weiter ein.

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Das Unternehmen konstruiert und fertigt Sondermaschinen und Anlagen.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Atemwegs- bzw. Lungenerkrankung. Er ist körperlich nur eingeschränkt belastbar und darf nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, bei denen er Staub, Gas oder Rauch einatmen könnte. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann arbeitet als gelernter Schweißer beim Unternehmen.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung:

Der Schweißer ist in der Produktion an zwei Arbeitsplätzen tätig. An einem Arbeitsplatz verschweißt er Bauteile manuell, an dem anderen bedient und überwacht er einen Schweißautomaten. Er darf an den beiden Arbeitsplätzen nur noch eingesetzt werden, wenn der beim Schweißen entstehende gesundheitsgefährdende Rauch möglichst vollständig und nah an der Entstehungsstelle abgesaugt wird. Die vorhandene allgemeine Raumabsaugung mittels Dach- und Fensterventilation reicht deshalb nicht mehr aus. Aus diesem Grund wurden die beiden Arbeitsplätze jeweils mit einer Filterabsauganlage mit einem Absaugarm und einer Absaughaube ausgestattet. Diese lassen sich innerhalb einer Reichweite von drei Metern in jede gewünschte Position bringen. Die Absaughauben lassen sich nah an die Schweißstellen heranführen, sodass die schädlichen Stoffe unmittelbar an der Entstehungsstelle erfasst und abgeführt werden, bevor sie in den Atembereich des Schweißers gelangen können.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

Luftreiniger

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Flüssigkeiten/Feststoffe
  • IMBA - Gase/Dämpfe/Stäube
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)

Referenznummer:

R/PB4351


Informationsstand: 30.10.2025