Praxisbeispiel
Schaffung eines Lackierarbeitsplatzes für einen Tischler

Wo lag die Herausforderung?

Der Tischler erkrankte während einer beruflichen Auszeit an Krebs, der erfolgreich behandelt werden konnte. Danach suchte er einen Job und bewarb sich bei seinem früheren Ausbildungsbetrieb. Bisher musste der Betrieb anfallende Lackierarbeiten extern vergeben. Im Zusammenhang mit der Einstellung des Tischlers sollte sich das nun ändern. Es wurde deshalb nach einer Möglichkeit gesucht, die Lackierarbeiten im eigenen Betrieb vom eingestellten Tischler ausführen zu lassen.

Was wurde gemacht?

In einem Anbau der Tischlerei wurde ein Spritz- bzw. Lackiererraum mit einem Spritzgerät und eine Spritzwand, die die entstehenden Schadstoffe direkt aufnimmt, eingerichtet. Um eine weitere Belastung durch Schadstoffe zu vermeiden, wurde zusätzlich eine Raumlufterneuerungsanlage installiert. Die Arbeitsaufgabe erfordert nur wenig Kraftaufwand. Der Arbeitsplatz ist somit für den Tischler gut geeignet.

Für den neu geschaffenen Arbeitsplatz bzw. Anbau und die Einrichtung des Spritzraumes erhielt die Tischlerei vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt nur einen Zuschuss von 50 Prozent und ein zinsloses Darlehen von 30 Prozent der Gesamtkosten, da dem Unternehmen dadurch ein zu berücksichtigender wirtschaftlicher Vorteil entsteht. Die Beratung zur Arbeitsgestaltung erfolgte durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
Das Unternehmen erhielt zusätzlich von der Arbeitsagentur für die ersten zwei Jahre nach der Einstellung einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Das Unternehmen ist eine Tischlerei bzw. Schreinerei.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hatte eine Krebserkrankung, die erfolgreich medizinisch behandelt wurde. Als Folge der Erkrankung sollte er nicht großen körperlichen Belastungen ausgesetzt werden. Sein Grad der Behinderung (GdB) beträgt 80.

Ausbildung und Beruf:

Nach der Ausbildung zum Tischler ging der Mann zunächst für ein Jahr auf Reisen. In dieser Zeit erkrankte er an Krebs. Nach der erfolgreichen Behandlung suchte er eine neue Stelle als Tischler. Die Tischlerei, in der er ausgebildet wurde, war bereit, ihn wieder einzustellen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Bislang mussten viele Lackierarbeiten an andere Unternehmen vergeben werden. Um dies zu ändern und damit gleichzeitig einen Arbeitsplatz für den eingestellten Tischler zu schaffen, wurde in einem Anbau der Tischlerei ein Spritz- bzw. Lackiererraum mit einem Spritzgerät und eine Spritzwand, die die entstehenden Schadstoffe direkt aufnimmt, eingerichtet. Um eine weitere Belastung durch Schadstoffe zu vermeiden, wurde zusätzlich eine Raumlufterneuerungsanlage installiert. Die Arbeitsaufgabe erfordert außerdem nur wenig Kraftaufwand. Der Arbeitsplatz ist somit für den Tischler gut geeignet.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

Luftreiniger

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Flüssigkeiten/Feststoffe
  • IMBA - Gase/Dämpfe/Stäube
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)

Referenznummer:

R/PB4121


Informationsstand: 30.10.2025