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Praxisbeispiel
Gabelstaplerfahrer bei der Deutschen Post DHL Group

Es gibt 2 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Gabelstapler|(p543702)Gabelstapler
  2. Gabelstapler|(p543702)Gabelstapler

Wo lag die Herausforderung?

Der Gabelstaplerfahrer hat eine Atemwegserkrankung. Da sein Gabelstapler über keine Kabine verfügte, war er durch den Wechsel beim Transport zwischen dem Halleninneren und außen starken klimatischen Schwankungen ausgesetzt und wurde deshalb häufig krank.

Was wurde gemacht?

Es wurde ein Gabelstapler mit einer geschlossenen und beheizbaren Fahrerkabine angeschafft. Durch das verbesserte Klima in der Kabine und den Witterungsschutz, konnten die Belastungen für den Fahrer erheblich verringert und weitere krankheitsbedingte Ausfallzeiten vermieden werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Gabelstapler wurde zu 100 Prozent vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes. Der Kontakt zum Technischen Beratungsdienst und die Koordination der Maßnahme erfolgten über den Inklusionsbeauftragten des Unternehmens und die Schwerbehindertenvertretung der Niederlassung.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummer der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Deutsche Post DHL Group ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Logistik und Briefkommunikation mit rund 570.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 220 Ländern.
Zur Deutschen Post DHL Group gehören dabei die Deutsche Post - als europaweit agierendes postdienstleistendes Unternehmen und DHL - als weltweit tätiges Unternehmen in den Bereichen internationaler Expressversand, Frachttransport, E-Commerce und Supply-Chain-Management.
Das Unternehmen leistet u. a. mit verantwortungsvollem Handeln, gezielten Umweltschutzmaßnahmen und Corporate Citizenship einen positiven Beitrag für die Umwelt und Gesellschaft.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Atemwegserkrankung. Er reagiert deshalb stark auf klimatische Schwankungen (z. B. Temperatur, Zugluft und Witterungswechsel), was zu erhöhten krankheitsbedingten Ausfallzeiten führte. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 60.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte keine Berufsausbildung und ist seit Abschluss der Schule beim Unternehmen beschäftigt. Zuerst arbeitete er als Sortierer und wechselte anschließend als Gabelstaplerfahrer ins Depot.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mitarbeiter ist im Briefzentrum der Niederlassung BRIEF Berlin Nord als Gabelstaplerfahrer tätig. Früher erfolgte die Verladung der Transportbehälter bzw. -wagen mit Sendungen auf LKW, die vor der Halle warten, mit einem offenen Gabelstapler. Durch den ständigen Wechsel zwischen dem Halleninneren und außen, wurden die Atemwege des Gabelstaplerfahrers stark belastet und es kam zu hohen Ausfallzeiten.
Wegen der hohen Krankheitszeiten wurde der Betriebsarzt eingeschaltet. Nach der Untersuchung attestierte ihm dieser, dass es keine gesundheitsbedingten Einwände gegen die Ausübung der Verladetätigkeit gäbe, wenn die starken klimatischen Belastungen beseitigt werden könnten. Zu diesem Zweck wurde ein Gabelstapler mit einer geschlossenen und beheizbaren Fahrerkabine angeschafft (siehe Bild 1 und 2). Durch das verbesserte Klima in der Kabine und den Witterungsschutz konnten die Belastungen für den Fahrer erheblich verringert und weitere krankheitsbedingte Ausfallzeiten vermieden werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Klima
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)

Referenznummer:

R/PB5437


Informationsstand: 08.09.2021