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Praxisbeispiel Arbeits­platz­gestaltung für einen Produktionshelfer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann ist durch die Folgen einer Kinderlähmung schwerbehindert. Behinderungsbedingt sollten Tätigkeiten, die schweres Heben und Tragen, häufiges Bücken und langes Stehen erfordern, vermieden werden. Der Mann ist gelernter Informationselektroniker und war lange Zeit selbstständig. Aufgrund der Behinderung war es ihm nicht mehr möglich, seinen Betrieb weiterzuführen.

Was wurde gemacht?

Er fand einen Job als Produktionshelfer bei einem Unternehmen. Das Unternehmen richtete dazu einen neuen behinderungsgerechten Arbeitsplatz ein, an dem der Produktionshelfer ohne große Körperbelastung im Sitzen oder Stehen tätig sein kann.

Schlagworte und weitere Informationen

Für den neu geschaffenen Arbeitsplatz erhielt das Unternehmen vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt einen Zuschuss von 46 Prozent und ein zinsloses Darlehen von 23 Prozent der Gesamtkosten. Das Unternehmen erhielt außerdem von der Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss für die Einstellung des vorher arbeitslosen Mitarbeiters mit Schwerbehinderung.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und Arbeitsagenturen.

Unternehmen:

Das Unternehmen produziert mit seinen 50 Beschäftigten elektronische Bauteile und Kabel.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Durch die Auswirkungen einer Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist der Mann schwerbehindert. Behinderungsbedingt sollten Tätigkeiten, die schweres Heben und Tragen, häufiges Bücken und langes Stehen erfordern, vermieden werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist ausgebildeter Informationselektroniker und war lange Zeit selbständig. Aufgrund seiner Behinderung war es ihm nicht mehr möglich, seinen Betrieb weiterzuführen. Bevor er bei seinem jetzigen Unternehmen als Produktionshelfer eingestellt wurde, war er arbeitslos.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann arbeitet an einem neuen behinderungsgerechten Arbeitsplatz im Produktionsbereich. Er bedient dort eine computergesteuerte Anlage für die Kabelkonfektionierung. Das Bedienen sowie Programmieren der Anlage und die Qualitätskontrolle können vom Produktionshelfer ohne große Körperbelastungen, in sitzender oder stehender Körperhaltung, ausgeführt werden.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB4119


Informationsstand: 14.12.2022