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Praxisbeispiel
Prüfungsmodifikation für einen Industriemechaniker

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche hat eine Kinderlähmung, wodurch er stark gehbehindert ist, da beide Beine gelähmt sind. Für längere Strecken benötigt er einen Rollstuhl, für kürzere reichen Bein-Orthesen und Unterarmstützen. Damit der Auszubildende seine Prüfung ablegen kann, waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Die Fertigkeitsprüfung wurde im Betrieb durchgeführt und der Jugendliche bekam zum Nachteilsausgleich 45 Minuten mehr Zeit.

Schlagworte und weitere Informationen

Die anfallenden Prüfungsgebühren können (nach SGB IX §185 Absatz 3 Nummer 2) vom Integrationsamt bis zu 100% bezuschusst werden.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Jugendliche hat Poliomyelitis (Kinderlähmung), beide Beine sind gelähmt und er ist deshalb stark gehbehindert. Mit Hilfe von Bein-Orthesen und Unterarmgehstützen kann er kurze Strecken gehen. Für längere Strecken ist er auf die Benutzung des Rollstuhls angewiesen.

Ausbildung und Beruf:

Der Jugendliche absolvierte eine Ausbildung zum Industriemechaniker.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die behinderte Menschen ausbilden.

Prüfungsmodifikation:

Für die Fertigkeitsprüfung bzw. praktische Prüfung gewährte der Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) dem Auszubildenden eine Zeitverlängerung von 45 Minuten, zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile (verringertes Arbeitstempo). Die starke Einschränkung der Steh- und Gehfähigkeit machte es außerdem notwendig, dass die Fertigkeitsprüfung und die mündliche Prüfung im Ausbildungsbetrieb durchgeführt wurden. Durch die Prüfungsmodifikationen konnte der Jugendliche erfolgreich seine Ausbildung beenden.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse der Kammern, die bereits eine Beratungsstelle zur Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen für Betriebe eingerichtet haben.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5345


Informationsstand: 06.03.2007