Inhalt

Praxisbeispiel
Ausbildung einer Jugendlichen zur Fachpraktikerin im Gastgewerbe

Wo lag die Herausforderung?

Die Jugendliche hat behinderungsbedingt Schwierigkeiten beim Lernen und Merken, besonders in den Bereichen Mathematik und Deutsch. Sie benötigte Unterstützung, um später auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten zu können.

Was wurde gemacht?

Nach einem Berufsvorbereitungsjahr begann die Jugendliche eine Ausbildung in einem Berufsbildungswerk. Dort wurde vom sozial-pädagogischen Dienst ein Förderkonzept erstellt. In der Berufsschule nahm die Jugendliche an Förderkursen in den Bereichen Deutsch und Mathematik teil. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung wurde sie durch das Berufsbildungswerk mit einem Bewerbertraining und bei der Stellenvermittlung unterstützt und erhielt einen Arbeitsplatz in einem Hotelbetrieb.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Kosten der Berufsausbildung wurden von der Arbeitsagentur getragen, wobei die Berufsberatung und Vermittlung an das BBW ebenfalls durch die Arbeitsagentur erfolgte. Die Arbeitsagentur förderte außerdem dem Hotel die Einstellung mit einem Eingliederungs- bzw. Lohnkostenzuschuss.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und von Ausbildungseinrichtungen für Menschen mit Lernbeeinträchtigung.

Unternehmen:

Das Unternehmen ist ein Hotel, das eine Fachpraktikerin im Gastgewerbe neu einstellte.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Jugendlichen:

Die Jugendliche hat eine Lernbeeinträchtigung. Durch die Lernbeeinträchtigung kommt es zu Einschränkungen beim Lernen und Merken, besonders im Bereich Mathematik und Deutsch.

Übergang Schule - Ausbildung:

Nach ihrem Schulabschluss nahm die Jugendliche an einem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) im Jugendaufbauwerk teil. Anschließend wurde sie von der Arbeitsagentur in ein Berufsbildungswerk (BBW) vermittelt, um dort eine nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannte Ausbildung zur Fachpraktikerin im Gastgewerbe für Menschen mit Behinderung zu absolvieren. Während der Probezeit im BBW erfolgte zweimal ein Treffen des sozial-pädagogischen Dienstes, um eine Beurteilung und ein Förderkonzept zu erstellen. Nach einem entsprechenden Test nahm dann die Jugendliche regelmäßig in der Berufsschule an einem Förderkurs in Mathematik und Deutsch teil. Die Jugendliche beendete erfolgreich ihre Ausbildung mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK).

Übergang Ausbildung - Beruf:

Nach der Ausbildung unterstützte das BBW die Fachpraktikerin im Gastgewerbe bei der Arbeitsplatzsuche durch ein Bewerbertraining (Schreiben von Bewerbungen, Vorstellungsgespräch mit Videoaufzeichnung usw.) und die Stellenvermittlung. So kam die Fachpraktikerin im Gastgewerbe zu einer Anstellung beim Unternehmen bzw. Hotelbetrieb.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Lesen
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Rechnen
  • IMBA - Schreiben
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Lesen
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Rechnen
  • MELBA - Schreiben

Referenznummer:

R/PB0252


Informationsstand: 31.08.2020