Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Praxisbeispiel Beschäftigungssicherungs- und Eingliederungs-Zuschuss für einen Teilezurichter

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Schädel-Hirnverletzung, weshalb seine Konzentration sowie seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und seine Motorik verlangsamt ist. Er wurde neu eingestellt. An seinem Arbeitsplatz erreichte er aber nicht die sonst übliche Leistung.

Was wurde gemacht?

Da Hilfsmittel oder organisatorische Maßnahmen nicht zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz eingesetzt werden können, ist eine Kompensation der außergewöhnlichen Belastung für das Unternehmen daher nur über eine finanzielle Förderung möglich.

Schlagworte und weitere Informationen

Das Unternehmen erhält vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt einen Beschäftigungssicherungszuschuss zum finanziellen Ausgleich der außergewöhnlichen Belastung durch die verringerte Leistung. Es erhielt außerdem für drei Jahre von der Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss im Rahmen der Einstellung.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und Arbeitsagenturen.

Unternehmen:

Der Kleinbetrieb recycelt Elektrogeräte und stellte einen Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung neu ein.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Schädel-Hirnverletzung. Behinderungsbedingt sind seine Konzentration und seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt bzw. seine Motorik verlangsamt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Teilezurichter und wurde neu für die Demontage vom Unternehmen eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Im Bereich der Demontage ist der Mitarbeiter gemeinsam mit einem Kollegen für die Zerlegung von Elektrogeräten zuständig. Am Arbeitsplatz lässt sich der Mitarbeiter sehr leicht ablenken und benötigt eine intensive Beaufsichtigung, die in dem Kleinbetrieb aus personellen Gründen nicht immer möglich ist. Aus diesem Grund und aufgrund einer behinderungsbedingten Verlangsamung aller Bewegungsabläufe, ist seine Arbeitsleistung deutlich um ca. 30 Prozent verringert. Da es sich um rein handwerkliche Tätigkeiten an immer wieder andersartigen Geräten handelt, können Hilfsmittel oder organisatorische Maßnahmen zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz nicht eingesetzt werden. Eine Kompensation der außergewöhnlichen Belastung für das Unternehmen kann daher nur über eine finanzielle Förderung erfolgen.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Aufmerksamkeit
  • IMBA - Konzentration
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • MELBA - Aufmerksamkeit
  • MELBA - Konzentration

Referenznummer:

R/PB4307


Informationsstand: 20.12.2022