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Praxisbeispiel
Barrierefreie Gestaltung des Zugangsweges zum Arbeitsplatz

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat eine spastische Tetraplegie der Gliedmaßen und ist auf die Nutzung eines Elektro-Rollstuhls angewiesen. Ihre Mobilität, ihr Greifraum und ihre Motorik sind behinderungsbedingt eingeschränkt. Sie konnte ihren Arbeitsweg nicht selbständig zurücklegen und der Zugangsweg zum Gebäude mit ihrem Arbeitsplatz war nicht barrierefrei.

Was wurde gemacht?

Ein Fahrdienst bringt die Kauffrau zum Gebäude mit ihrem Arbeitsplatz und holt sie auch wieder ab. Für den Fahrdienst wurde dazu ein entsprechender Behindertenparkplatz am Hintereingang ausgewiesen. Damit sie mit ihrem Rollstuhl selbständig ins Gebäude fahren kann, wurde eine Rampe am Hintereingang installiert. Die vorhandene, zu schmale Eingangstür dort wurde entfernt und durch eine mit automatischem Türöffner und -schließer ausgestattete breitere Tür ersetzt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Universität erhielt vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Kosten für den barrierefreien Umbau des Zugangsweges. Da die Kauffrau nicht mit einem behinderungsgerecht angepassten Fahrzeug selbst den Arbeitsweg zurücklegen kann, werden auch die Kosten für den Fahrdienst vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt übernommen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um eine Universität mit 5145 Beschäftigten.

Behinderung und Beeinträchtigung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine spastische Tetraplegie der Gliedmaßen und ist auf die Benutzung eines Elektro-Rollstuhls angewiesen. Ihre Mobilität, ihr Greifraum und ihre Motorik sind behinderungsbedingt eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau absolvierte bei der Universität eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und arbeitet seit ihrer Ausbildung im Bereich der Verwaltung der Universität.

Arbeitsumgebung – Mobilität:

Die Kauffrau für Büromanagement wird von einem Fahrdienst morgens zum Arbeitsplatz gebracht bzw. gefahren und abends wieder abgeholt. Sie konnte ohne Hilfe nicht in das Gebäude gelangen und somit auch nicht ihren Arbeitsplatz bzw. ihr Büro erreichen, da der Zugangsweg zum Gebäude nicht barrierefrei war.
Damit die Bürokauffrau mit ihrem Rollstuhl selbständig ins Gebäude fahren kann, wurde eine Rampe am Hintereingang installiert. Die Rampe dient zum Überwinden des vorliegenden Höhenunterschiedes. Dabei wurde der vorhandene Treppenaufgang am Hintereingang entfernt und durch eine Rampen-Treppenkombination ersetzt. Die Rampe wurde an der Hausfront mit Hilfe einer verzinkten Stahlkonstruktion befestigt. Die vorhandene, zu schmale Eingangstür wurde entfernt und durch eine mit automatischem Türöffner und -schließer ausgestattete breitere Tür ersetzt. Im Hinterhof wurde ein Behindertenparkplatz angelegt und entsprechend beschildert, wo dann der Fahrdienst parken kann. Mit dem Anbau der Rampe und dem Einbau der automatischen Türanlage kann die Angestellte selbständig ins Gebäude und zu ihrem Arbeitsplatz gelangen.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ELA - Feinmotorik
  • ELA - Gehen
  • ELA - Reichen
  • ELA - Stehen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Fußgeschicklichkeit)
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB4881


Informationsstand: 12.12.2023