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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen neu eingestellten Produktionshelfer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung und Wirbelsäulenerkrankung, weshalb er körperlich nur gering belastbar ist, was klimatische Einflüsse und eine Belastung der Wirbelsäule betrifft. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der vorhandene Spannwagen wurde durch einen neuen Spannwagen mit geschlossener beheizbarer Steuerkabine und Schwingsitz ersetzt. Außerdem wurden die vorhandenen Rollenbahnen durch einen Einzug-Hilfswagen ausgetauscht.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Arbeitgeber erhielt vom Integrationsamt einen Zuschuss von 35%. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist ein Sägewerk, das Pappeln, Fichten, Kiefern und Buchen zu Latten und Brettern für die Verpackungs- und Palettenindustrie zuschneidet. Der Arbeitgeber hatte die Absicht, die teilweise veralteten Maschinen und Anlagen zu modernisieren und die Produktion auszuweiten.

Behinderung und Funktionseinschränkungen des Mitarbeiters:
Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung und Wirbelsäulenerkrankung. Er sollte behinderungsbedingt nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die zu einer starken Belastung des Herz-Kreislaufsystems (z. B. durch klimatische Einflüsse) oder der Wirbelsäule (z. B. durch starke Schwingungen und Stöße) führen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat keinen Beruf erlernt und ist beim Arbeitgeber als Produktionshelfer tätig.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Produktionshelfer arbeitet am Sägegatter und wird zur Bedienung des Spannwagens eingesetzt werden. Der vorhandene Spannwagen war offen und verfügte nur über einen ungefederten Steuersitz, so dass der Produktionshelfer Lärm, Holzstaub, Zugluft und starken Stößen ausgesetzt war. v Die Baumstämme werden nun vom Lagerplatz über ein Fördersystem einzeln auf den Einzug-Hilfswagen transportiert und anschließend mit einer hydraulischen höhenverstell- , seitenverstell- sowie drehbaren Zange erfasst und durch das Sägegatter geschoben. Alle Vorgänge können vom Sitz des Spannwagens gesteuert werden.
Für den Abtransport der zugeschnittenen Bretter steht eine Längs- und Querfördereinrichtung hinter dem Gatter zur Verfügung. Hier fallen im Wesentlichen nur Überwachungstätigkeiten und gelegentliches Aussortieren von nicht sauber geschnittenen Brettern an.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - Klima
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen
  • IMBA - Vibration/Erschütterungen

Referenznummer:

R/PB4280


Informationsstand: 10.02.2016