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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Zoo-Mitarbeiter

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Rückenerkrankung, so dass er weniger bewegungsfähig sowie belastbar ist. Außerdem hat er inzwischen eine Sehbehinderung, weshalb er auf einem Auge nur noch eingeschränkt sehen kann. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Um eine Weiterbeschäftigung gewährleisten zu können, wurde ein behinderungsgerechter Arbeitsplatz im Innenbereich eingerichtet. Dort werden von ihm Reparaturarbeiten an Fährrädern und Bollerwagen in einer speziell für ihn renovierten Garage vorgenommen.

Schlagworte und weitere Informationen

Das Erwachsenen-Dreirad und die Umbaumaßnahmen wurden vom Integrationsamt zu 80 % gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrationsämter .

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein städtischer Zoo mit ca. 150 Mitarbeitern, den ca. 1 Mio. Gäste im Jahr besuchen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Rückenerkrankung, so dass seine Bewegungsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit eingeschränkt sind. Im fortschreitendem Alter kam eine Sehbehinderung hinzu. Er kann, bedingt durch die Sehbehinderung, nur noch auf einem Auge eingeschränkt sehen. Der GdB( Grad der Behinderung) beträgt 90.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann arbeitet seit 25 Jahren als Hilfskraft bei seinem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mitarbeiter kümmerte sich um kleinere Reparaturen und handwerkliche Aufgaben, die im täglichen Zoobetrieb anfallen. Mit zunehmender Verschlechterung seiner Rückenerkrankung schränkte sich auch die zur Aufgabenerfüllung notwendige Mobilität des Mannes ein. Zum Erhalt der erforderlichen Mobilität wurde deshalb ein Erwachsenen-Dreirad mit Lastenkorb angeschafft. Bedingt durch die später auftretende Sehbehinderung, konnte er nicht mehr mit dem Dreirad fahren und somit nicht mehr für die aufgeführten Tätigkeiten eingesetzt werden.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Um eine drohende Kündigung zu vermeiden entschied sich der Arbeitgeber zur Schaffung einer neuen behinderungsgerechten stationären Arbeitsstelle im Innenbereich.
Der Zoo verfügt über Mitarbeiter-Fahrräder und Bollerwagen, die gerne von Besuchern ausgeliehen werden, um den Zoobesuch mit Kindern angenehmer zu gestalten. In der Regel fallen an diesen Fahrzeugen regelmäßig kleinere Reparaturen an, die von dem Mitarbeiter an seinem neuen Arbeitsplatz erledigt werden sollen. Zur Schaffung des Arbeitsplatzes wurde eine alte Garage renoviert. Dazu war es erforderlich, neben der Installation von Fenstern, Türen und Wasserleitungen, auch einen Zufahrtsweg anzulegen. Die entsprechenden Arbeiten wurden von einer externen Fachfirma ausgeführt.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Sehen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5452


Informationsstand: 15.05.2018