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Praxisbeispiel
Lohnkostenzuschuss und Beschäftigungssicherungs-Zuschuss für einen Schuhmacher

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Hüftgelenkserkrankung. Er sollte deshalb abwechselnd im Sitzen oder Stehen arbeiten. Er benötigt außerdem entsprechend kurze Ruhepausen, um tätigkeitsbedingte Körperbelastungen durch Erholung auszugleichen. Durch die Pausen kommt es jedoch zu einer verringerten Leistung

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz ist bereits so aufgebaut, dass ein Wechsel der Körperhaltung möglich ist. Auch weitere Hilfsmittel würden die verminderte Leistung nicht ausgleichen. Deshalb erhält der Arbeitgeber einen finanziellen Ausgleich der außergewöhnlichen Belastung durch die verringerte Arbeitsleistung, vom Integrations- bzw. Inklusionsamt sowie monatlich einen Beschäftigungssicherungszuschuss.

Schlagworte und weitere Informationen

Der Arbeitgeber erhält, zum finanziellen Ausgleich der außergewöhnlichen Belastung durch die verringerte Arbeitsleistung, vom Integrations- bzw. Inklusionsamt monatlich einen Beschäftigungssicherungszuschuss. Außerdem erhielt der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe, da der schwerbehinderte Mann vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt Filialen, in denen überwiegend Schuhe reparieret werden.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Hüftgelenkserkrankung und ist schwerbehindert. Er sollte deshalb abwechselnd im Sitzen oder Stehen arbeiten. Er benötigt außerdem entsprechend kurze Ruhepausen, um tätigkeitsbedingte Körperbelastungen durch Erholung auszugleichen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist ausgebildeter Schuhmacher. Er war einige Zeit arbeitslos bevor er von seinem Arbeitgeber eingestellt wurde.

Arbeitsplatz und Arbeitsorganisation:

Der Schuhmacher muss täglich mehrere Ruhepausen einlegen, um seine Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Bedingt durch die Pausen kommt es aber zu einer verringerten Leistung. Der Arbeitsplatz (Maschinen und Arbeitsmöbel) und die Arbeitsaufgaben ermöglichen bereits einen Wechsel der Körperhaltung, so dass die vorhandene verminderte Leistung nicht durch den Einsatz weiterer Hilfsmittel oder durch eine andere Arbeitsorganisation ausgeglichen werden können.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4123


Informationsstand: 08.01.2019