Inhalt

Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Produktionshelferin

Wo lag die Herausforderung?

Die Produktionshelferin ist kleinwüchsig. Sie ist zusätzlich an einer Schwäche der Beingelenke erkrankt, die zu einer Einschränkung beim Gehen und längeren Stehen führt. Ihr Greifraum ist, bedingt durch ihre Körpermaße, eingeschränkt. Ihr Arbeitsplatz musste deshalb behinderungsgerecht gestaltet werden.

Was wurde gemacht?

Es wurde ein höhenverstellbarer Werktisch für die Gravierarbeiten und ein an die Körpergröße anpassbarer Arbeitsstuhl mit Fußstütze und Bedienungselementen für die Füße angeschafft. Außerdem, da die Klebetische zu hoch für sie waren, wurde ein hohes Podest mit Absicherungen gegen Sturz angebracht.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 100 Prozent vom Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst (TBD) des Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Inklusionsämter.

Unternehmen:

Das Unternehmen ist ein metallverarbeitender Kleinbetrieb.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Die Frau ist kleinwüchsig. Sie ist zusätzlich an einer Schwäche der Beingelenke erkrankt, die zu einer Einschränkung beim Gehen und längeren Stehen führt. Ihr Greifraum ist, bedingt durch ihre Körpermaße, eingeschränkt.

Beruf:

Die Frau ist beim Unternehmen als Produktionshelferin beschäftigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Mitarbeiterin führt Gravier- und Klebearbeiten im Produktionsbereich aus. Behinderungsbedingt war sie auf Anpassungen an dem Gravier- und Klebearbeitsplatz angewiesen. Die Graviervorrichtung am Arbeitsplatz war nicht höhenverstellbar und in einer statisch ungünstigen Höhe aufgebaut. So war es der Mitarbeiterin nicht möglich diese ohne Probleme zu nutzen. Hinzu kamen die Stühle und Klebetische, welche ebenfalls nicht höhenverstellbar waren und von allen anderen Beschäftigten mitgenutzt wurden.

Daraufhin wurde ein höhenverstellbarer Werktisch für die Gravierarbeiten erprobt und später auch eingesetzt. Zum Sitzen wurde ein auf die Körpermaße einstellbarer Arbeitsstuhl mit Fußstütze, fußverstellbar und mit Einbaumöglichkeit einer Auslöseschaltung angeschafft.
Die vorhandenen Klebetische waren für die kleinwüchsige Mitarbeiterin zu hoch. Daher musste ein entsprechend hohes Podest mit den notwendigen Absicherungen gegen Absturz für die Bedienperson installiert werden, um die richtige Bearbeitungshöhe zu erreichen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitssicherheit
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4160


Informationsstand: 20.01.2021