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Praxisbeispiel
Berufliche Eingliederung und Neuschaffung eines Arbeitsplatzes für eine Hilfskraft

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche kann komplexe Sachverhalte nur verzögert und eingeschränkt erfassen. Komplexe Sachverhalte müssen ihm deshalb vereinfacht oder durch das Vormachen öfter erläutert werden. Die dementsprechende Unterstützung benötigt er, um später einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen zu können.

Was wurde gemacht?

Der Jugendliche wurde nach der Vermittlung über die Arbeitsagentur beim Arbeitgeber als Hilfskraft eingestellt. Für den Jugendlichen handelt es sich um das erste Arbeitsverhältnis nach dem Besuch der Schule. Bei seiner Arbeit fielen keine Probleme beim Nutzen der Hilfsmittel und des Bodenreinigungsautomaten an.

Schlagworte und weitere Informationen

Das Integrations- bzw. Inklusionsamt förderte die Anschaffung der Hilfsmittel für den neu eingerichteten Arbeitsplatz zu 50 %. Für die Eingliederung in das Arbeitsleben gewährt die zuständige Arbeitsagentur dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss für drei Jahre (in Höhe von 60/50/40%), da der Jugendliche vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Großmarkt für Gartenpflanzen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine geistige Behinderung. Er kann komplexe Sachverhalte nur verzögert und eingeschränkt erfassen. Komplexe Sachverhalte müssen ihm deshalb vereinfacht oder durch das Vormachen öfter erläutert werden.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule und hat keinen Beruf erlernt. Er wurde nach der Vermittlung über die Arbeitsagentur beim Arbeitgeber als Hilfskraft eingestellt. Für den Jugendlichen handelt es sich um das erste Arbeitsverhältnis nach dem Besuch der Schule.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Im Bereich des Großmarktes ist der Jugendliche für die Reinigung der befestigten Flächen in den Hallen sowie auf dem Freigelände und für die Müllentsorgung zuständig. Große Bereiche der Hallenflächen müssen täglich gekehrt und mindestens wöchentlich einmal nass gereinigt werden. Die erheblich anfallenden Müllmengen (Paletten, Verpackungsmaterial, Kunststoff-Blumentöpfe usw.) zu sammeln, zu sortieren und in die verschiedenen Entsorgungscontainer zu befördern. Um die ihm übertragenen Reinigungsarbeiten in der vorgegebenen Zeit überhaupt bewältigen zu können, benötigte der Jugendliche Hilfsmittel bzw. eine Aufsitz-Kehrsaugmaschine mit Hochentleerung des Schmutzbehälters sowie einen Bodenreinigungsautomaten für die Nassreinigung von Hartböden in den Hallen. Bisher wurden diese Arbeiten von den übrigen Mitarbeitern mittels Schaufel sowie Besen und unter Zuhilfenahme einer veralteten Kehrsaugmaschine nebenbei erledigt.
In die Benutzung der Hilfsmittel wurde der Jugendliche langsam und wiederholt eingewiesen. Am Ende der Einweisung erfolgte dann eine längere Erprobung der Hilfsmittel im täglichen Einsatz unter Beobachtung. Probleme bei der Bedienung der Hilfsmittel ergaben sich dabei nicht, so dass nach der Erprobung die Hilfsmittel vom Arbeitgeber angeschafft und dem Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden konnten. Körperlich schwere Arbeiten fallen an dem neuen Arbeitsplatz nicht an, da auch die Entleerung des Kehrgutbehälters mechanisch erfolgt und das Schmutzwasser des Bodenreinigungsautomaten abgepumpt werden kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

R/PBH008


Informationsstand: 11.05.2010