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Praxisbeispiel
Unterstützte Beschäftigung für einen Bäckerhelfer

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche hat das Down-Syndrom und ist geistig behindert, wodurch er Probleme beim Lesen, Schreiben, Lernen sowie Merken hat und er bei anspruchsvollen Arbeiten Hilfe benötigt. Er brauchte entsprechende Anpassungen, um an seinem Arbeitsplatz zurecht zu kommen.

Was wurde gemacht?

Bei seiner Arbeit als Bäckerhelfer wird er durchschnittlich vier Stunden pro Woche von einem Fachdienst berufsbegleitend unterstützt, um bei auftretenden Problemen schnell gemeinsam eine Lösung finden zu können. Außerdem absolvierte der Jugendliche ein Mobilitätstraining, damit er den Arbeitsweg selbstständig auf sich nehmen kann.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Dienstleistung des Fachdienstes wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrationsfachdienste.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Bäckerei.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat das Down-Syndrom und ist geistig behindert. Aufgrund seiner Behinderung hat er Einschränkungen beim Lesen, Schreiben, Lernen und Merken. Außerdem benötigt er Unterstützung bei geistig anspruchsvolleren Tätigkeiten.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine integrative Gesamtschule. Anschließend nahm er an einem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) teil. Zu einem Fachdienst für die berufliche ambulante Rehabilitation für Menschen mit Behinderung kam er nach dem Besuch des Berufsvorbereitungsjahres über das Reha-Team der Arbeitsagentur, um ein Betriebliches Arbeitstraining im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung (UB) in einer Bäckerei zu absolvieren. Die Tätigkeit des Fachdienstes zielt auf die Integration von behinderten Menschen in reguläre Beschäftigungsverhältnisse des allgemeinen Arbeitsmarktes. Zu diesem Zweck wurde für den Jugendlichen eine Bäckerei in der Nähe seines Wohnortes gefunden. Das Betriebliche Arbeitstraining und die Betreuung durch den Fachdienst waren in der Anfangsphase äußerst intensiv, bis der Jugendliche nach zwei Jahren vom Inhaber der Bäckerei fest als Bäckerhelfer eingestellt wurde.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Zu den Aufgabenbereichen des Backhelfers in der Bäckerei gehören das Drücken von Franzbrötchen, Schreddern von Brötchen zu Paniermehl, Setzen von Teiglingen auf Backbleche, Vorbereitung von Mohn- und Sesambrötchen, Rollen von Croissants und Ausfegen der Backstube. Dabei wird er weiter durchschnittlich vier Stunden pro Woche vom Fachdienst berufsbegleitend unterstützt.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Mit dem Jugendlichen wurde vom Fachdienst ein Mobilitäts- bzw. Fahrtraining durchgeführt, damit er den Arbeitsweg selbständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Aufmerksamkeit
  • IMBA - Konzentration
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Lesen
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Schreiben
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Aufmerksamkeit
  • MELBA - Konzentration
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Lesen
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Schreiben
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

R/PB5341


Informationsstand: 21.07.2015