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Praxisbeispiel
Schaffung eines Arbeitsplatzes für einen Produktionshelfer

Wo lag die Herausforderung?

Es sollte ermittelt werden, ob die Möglichkeit besteht einen Arbeitsplatz für einen Menschen mit einer Schwerbehinderung in einem Fachbetrieb für Werbeanlagen zu schaffen. Dies sollte in Form des Job Carvings umgesetzt werden.

Was wurde gemacht?

Der Inklusionsberater der IHK berichtete dem Arbeitgeber über die Möglichkeit des Job Carvings zur Zusammenfassung von Nebentätigkeiten zu einem neuen Arbeitsplatz für Menschen mit einer Schwerbehinderung, um Fachkräfte davon zu entlasten. Der Inklusionsberater der IHK schaltete den Integrationsfachdienst ein. Gemeinsam wurde überlegt, ob durch das Job Carving eine Tätigkeit für einen Produktionshelfer mit ausreichenden Aufgaben geschaffen werden kann.

Schlagworte und weitere Informationen

In Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber mit dem Inklusionsberater der IHK, IFD und Job Coach konnte über das Job Carving ein Arbeitsplatz für einen Menschen mit einer Schwerbehinderung geschaffen werden - auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit für den Arbeitgeber und der Entlastung für die Beschäftigten. Nachdem der Prozess des Job Carvings abgeschlossen war, wurde wieder der IFD zur Suche nach einem passenden Bewerber mit einer Schwerbehinderung für die Stelle eingeschaltet. Sollte der Bewerber nicht über sämtliche Fähigkeiten in Bezug auf die Arbeitsanforderungen verfügen, so kann über den IFD ein Job Coach für ein Betriebliches Arbeitstrainings bzw. Job-Coaching einbezogen werden.
Die Dienstleistung des Integrationsfachdienstes und Job Coaches wurden vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter, Integrationsfachdiensteund Inklusionsberater der Kammern.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist ein familiengeführter Fachbetrieb für Werbeanlagen. Zum Angebot gehören die Beratung, Planung, Ausführung und Montage der Werbeanlagen wie Beschriftungen, Fahnen und Lichtwerbung für die Industrie, das Handwerk, den Handel, Banken usw.
Über die Industrie- und Handelskammer (IHK) vor Ort werden die Mitglieder in Bezug auf ihre wirtschaftlichen Interessen vertreten und beraten. In diesen Zusammenhang berichtete der Inklusionsberater der IHK dem Arbeitgeber über die Möglichkeit des Job Carvings zur Zusammenfassung von zeitraubenden Nebentätigkeiten zu einem neuen Arbeitsplatz für Menschen mit einer Schwerbehinderung, um Fachkräfte davon zu entlasten. Nachdem das Interesse des Arbeitgebers geweckt wurde, schaltete der Inklusionsberater der IHK den Integrationsfachdienst (IFD) ein. Gemeinsam wurde überlegt, ob durch das Job Carving eine Tätigkeit für eine Produktionshelferin oder einen Produktionshelfer mit ausreichenden Aufgaben geschaffen werden kann.

Job Carving:

Der IFD beauftragte für das Job Carving einen erfahrenen freiberuflichen Job Coach. Dieser sprach mit dem Arbeitgeber und den Beschäftigten und verschaffte sich so einen Überblick über die Planungs-, Produktions- und Montageabläufe bzw. die einzelnen Abteilungen. Zu Beginn waren die Beschäftigten noch zögerlich bezüglich der Meldung und Übergabe von Nebentätigkeiten an den Job Coach. Nach wenigen Terminen vor Ort hatten die Beschäftigten aber bereits Aufgaben bewusst zurückgestellt bzw. für den Job Coach ausgewählt, damit der diese unter Praxisbedingungen selber ausführen und so besser beurteilen konnte. So wurde es ihm ermöglicht entsprechend geeignete Teilaufgaben für den neuen Arbeitsplatz eines Menschen mit einer Schwerbehinderung zusammenzustellen. Zum Ende des Job Carvings hatte der Job Coach unterschiedliche und geeignete Teilaufgaben, z. B. Bleche schleifen, Folien abziehen, Leuchtdioden kleben sowie versiegeln, Maschinen reinigen, Produktionshalle fegen sowie Ordnung herstellen und Werbemittel demontieren sowie reinigen, ausgewählt. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber wurde die zu große Anzahl an Teilaufgaben weiter produktionsspezifisch eingegrenzt. So entstand ein vorläufiges Tätigkeitsprofil, dessen Inhalte genauer analysiert wurden, um somit die Arbeitsanforderungen für den neu eingestellten Produktionshelfer beschreiben und einstufen zu können.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Lesen
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Umstellung
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Lesen
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

Pb/110953


Informationsstand: 13.02.2020