Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Der Jugendliche hat eine Kinderlähmung, wodurch er stark gehbehindert ist. Für längere Strecken benötigt er einen Rollstuhl, für kürzere reichen Bein-Orthesen und Unterarmgehstützen. Damit der Auszubildende seine Prüfung ablegen kann, waren entsprechende Anpassungen nötig.Was wurde gemacht?
Nach Beantragung eines Nachteilsausgleich bei der zuständigen Kammer erhielt der Jugendliche für die praktische Prüfung mehr Zeit und die Prüfung konnte im Ausbildungsbetrieb erfolgen.
Die anfallenden Prüfungsgebühren können vom Integrations- bzw. Inklusionsamt bis zu 100 Prozent bezuschusst werden.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und von Kammern, die eine Fachberatung zur Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen für Unternehmen eingerichtet haben.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter und von Kammern, die eine Fachberatung zur Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen für Unternehmen eingerichtet haben.
Behinderung und Beeinträchtigung:
Der Jugendliche hat Poliomyelitis (Kinderlähmung), beide Beine sind gelähmt und er ist deshalb stark gehbehindert. Mit Hilfe von Bein-Orthesen und Unterarmgehstützen kann er kurze Strecken gehen. Für längere Strecken ist er auf die Benutzung des Rollstuhls angewiesen.Ausbildung und Beruf:
Der Jugendliche absolvierte eine Ausbildung zum Industriemechaniker.Prüfungsmodifikation:
Für die Fertigkeitsprüfung bzw. praktische Prüfung gewährte der Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer (IHK) dem Auszubildenden eine Zeitverlängerung von 45 Minuten, zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile (verringertes Arbeitstempo). Die starke Einschränkung der Steh- und Gehfähigkeit machte es außerdem notwendig, dass die Fertigkeitsprüfung und die mündliche Prüfung im Ausbildungsbetrieb durchgeführt wurden. Durch die Prüfungsmodifikationen konnte der Jugendliche erfolgreich seine Ausbildung beenden.Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:
Orthesen für die unteren GliedmaßenUnterarmgehstützen
Rollstühle mit beidseitigem Greifreifenantrieb
Schlagworte
- Abschlussprüfung |
- Arbeitsmittel |
- Arbeitsorganisation |
- Arbeitstempo |
- Ausbildung |
- Bein |
- Beinbehinderung |
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- Organisation |
- Orthese |
- Praxisbeispiel |
- Prüfung |
- Prüfung Facharbeiter/in |
- Prüfungsanpassung |
- Prüfungsmodifikation |
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- Qualifizierung |
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- Rückenmark |
- Stehen |
- Stütze |
- Talentplus |
- Teilhabe |
- Teilhabe am Arbeitsleben |
- Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen |
- Unterarmgehstütze |
- Vollzeitarbeit |
- Zeitverlängerung |
- Zwischenprüfung
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- EFL - Gehen
- EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
- EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
- ELA - Gehen
- ELA - Reichen
- ELA - Stehen
- ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
- ERGOS - Laufen (Gehen)
- ERGOS - Reichen
- ERGOS - Stehen
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Armbewegungen
- IMBA - Gehen/Steigen
- IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
- IMBA - Stehen
Referenznummer:
R/PB5345
Informationsstand: 27.02.2023