Praxisbeispiel
Arbeitsplatz­gestaltung für eine Kauffrau für Büromanagement

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau ist querschnittgelähmt, auf den Rollstuhl angewiesen und ihr Greifraum ist deshalb eingeschränkt. Sie wurde neu eingestellt und benötigte eine entsprechende Ausstattung für ihren neu geschaffenen Arbeitsplatz im Empfangsbereich des Altenheims.

Was wurde gemacht?

Der neu eingerichtete Arbeitsplatz im Bereich des Empfangs des Altenheims wurde mit den üblichen Arbeitsmitteln, wie beispielsweise einem PC mit Zubehör und einer Arbeitsleuchte, ausgestattet. Behinderungsbedingt wurde er zusätzlich noch mit einem höhenverstellbaren sowie unterfahrbaren Schreibtisch und einem Umlaufregal zur Kompensation des eingeschränkten Greifraums ausgestattet.

Die Schaffung des neuen Arbeitsplatzes mit der Einrichtung dazu wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Das Altenheim erhielt für drei Jahre von der Arbeitsagentur einen Eingliederungszuschuss als Lohnkostenzuschuss. Die Beratung zur Arbeitsgestaltung erfolgte über den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummer der Arbeitsagenturen und Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um ein Altenheim, das beabsichtigt eine Kauffrau für Büromanagement mit einer Schwerbehinderung neu einzustellen.

Behinderung und Beeinträchtigung der Mitarbeiterin:

Die Frau ist querschnittsgelähmt und auf die Nutzung eines Rollstuhls angewiesen. Ihr Greifraum ist behinderungsbedingt eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau hat in einem Berufsbildungswerk (BBW) eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement abgeschlossen. Nach Beendigung ihrer Ausbildung war sie bis zur Einstellung beim Altenheim als Empfangsmitarbeiterin arbeitslos.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Das Altenheim beabsichtigt für die Kauffrau für Büromanagement einen neuen Arbeitsplatz im Bereich der Zentrale bzw. im Empfang einzurichten. Einen Empfangsbereich gibt es im Hause nicht, so dass sich alle Besucherinnen und Besucher selbst den Weg suchen müssen. Neben der Erteilung von Auskünften an die Besucherinnen und Besucher soll die Mitarbeiterin auch die Telefonzentrale übernehmen und die ständig ansprechbare Kontaktperson für die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheimes sein. In diesem Zusammenhang wird sie auch für die Verwaltung des Taschengeldes der Seniorinnen sowie Senioren, deren Terminvereinbarungen z. B. mit dem Personal des Frisiersalons sowie Fußpflegesalons und die Abrechnungen der entsprechenden Leistungen zuständig sein. Für die Erledigung der Büro- und Verwaltungsarbeiten werden ein PC mit Tastatur sowie Maus, ein höhenverstellbarer bzw. unterfahrbarer Schreibtisch mit Rollcontainer sowie eine Arbeitsplatzleuchte, ein Aktenregal (Umlaufregal), eine Geldkassette und ein Kopiergerät benötigt.

Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:

Rollstühle mit beidseitigem Greifreifenantrieb
Arbeitstische
Lagerungs- und Versorgungssysteme (Umlaufregale)
Arbeitsleuchten

ICF-Items

Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ELA - Gehen
  • ELA - Reichen
  • ELA - Stehen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Licht
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4316


Informationsstand: 13.12.2023