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Praxisbeispiel
Interview zur Arbeits- und Beschäftigungssituation einer Buchhalterin mit einem Cochlea-Implantat im Rahmen des Projektes GINKO

Es gibt eine Abbildung zu diesem Praxisbeispiel:
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Das folgende Interview wurde im Rahmen des Projektes GINKO geführt und befasst sich mit der Arbeits- und Beschäftigungssituation schwerhöriger und gehörloser Menschen.

GINKO:

Ja, also bevor wir jetzt mit dem Beruf anfangen, da möchte ich Sie erst noch ein bisschen kennenlernen, Ihre Person und wie ist das mit Ihrer Hörbehinderung.

Arbeitnehmerin:

Ja, soll ich jetzt erzählen von wann ich jetzt die Hörbehinderung habe, oder? Also ich meine, in meinem Beruf bin ich ja jetzt schon über 30, 40 Jahre. Auch immer in dem gleichen Beruf, in der Buchhaltung. Und ich bin hier im Unternehmen jetzt auch seit 12 Jahren. Und die Hörbehinderung habe ich seit 2 1/2 Jahren. Und seitdem bin ich taub auf einem Ohr und auf dem anderen Ohr habe ich nur noch 30% und musste dann ein halbes Jahr ja auch die Arbeit auch aufgeben, weil mit den ganzen Operationen und mit den Krankenhausaufenthalten, das dauerte halt so lange, bis ich dann auch wieder mich eingliedern konnte. Ich habe vorher volltags gearbeitet, also 40 Stunden und arbeite jetzt aber nur noch 20 Stunden. Das habe ich Gott sei Dank durchbekommen, dass die mich behalten, auch wenn ich eine halbe Stelle mache, weil mehr kann ich nicht mehr, dann hört die Konzentration nachher auf. So, was wollen Sie jetzt?

GINKO:

Na erzählen Sie doch noch einmal, wie kam es jetzt dazu, dass Sie gehörlos sind? Was ist da passiert?

Arbeitnehmerin:

Also ich habe einen Hörsturz gehabt, ich habe in den letzten 15 Jahren sechs Hörstürze gehabt. Und der letzte war, also ich habe immer schon ein Hörgerät getragen, aufgrund der Hörstürze, der letzte vor 2 1/2 Jahren, war eben so, dass das Gehör ganz weg war. Dass, also auch nichts mehr mit irgendwelchen Hörhilfen war, sondern es war einfach, die Schnecke war zu, da waren keine Härchen mehr da. Die sind alle platt. So und dann hat man eben versucht, durch dieses CI dann, dass ich wieder hören kann. Ein halbes Jahr dauerte das, bis das dann soweit war.

GINKO:

Haben Sie das CI vor 2 Jahren einoperieren lassen?

Arbeitnehmerin:

Also ich war also ein halbes Jahr praktisch gehörlos, wenn man so will, also konnte ich nicht hören. Und dann, bis die ganzen Untersuchungen durch waren, das hat ungefähr ein halbes Jahr gedauert, dann habe ich das CI bekommen. Und dann bin ich hier auch wieder eingestiegen. Vorher habe ich hier nicht gearbeitet, weil das ging einfach nicht, nur mit 30%, da war auch nichts. Und ich muss auch noch dazu sagen, dass ich durch diesen Hörsturz auch körperlich, also ich hatte den Schwindel und konnte auch gar nicht, konnte weder Auto fahren, noch irgendwas, das ging alles gar nicht. Deswegen habe ich dann auch ein halbes Jahr pausiert und habe das durch eine Wiedereingliederung gemacht und dann eben nur 20 Stunden gearbeitet. Und der Hörsturz, weiß man nicht, woher der kommt, das ist von jetzt auf gleich. Im Urlaub am Strand, letzten Urlaubstag am Strand war mein Gehör weg, ganz plötzlich.

GINKO:

Und wie verstehen Sie jetzt die Kollegen oder generell, wie verstehen Sie die Stimmen?

Arbeitnehmerin:

Ja, sie sind halt anders, sie sind nicht mehr natürlich, die sind jetzt synthetisch, die sind jetzt elektronisch oder so. Deswegen fehlt mir auch die Musik, weil die Musik, das sind ja ganz viele Klänge und diese ganz vielen Klänge, die schafft das irgendwie nicht. Also die hören sich, meine ganze Umwelt hört sich ganz anders an. Hört sich synthetisch an, hört sich nicht mehr natürlich an.

GINKO:

Haben Sie Schwierigkeiten, die Menschen zu verstehen? Was sie sagen?

Arbeitnehmerin:

Manche schon, wenn die zu sehr nuscheln. Zum Beispiel, wenn Männer Bart haben und ihre Lippen nicht auseinander kriegen. Und dann habe ich schon manchmal das Gefühl, und ganz typisch der - Mann. Dann habe ich schon Schwierigkeiten.

GINKO:

Und welchen Grad an Hörschädigung haben Sie jetzt? Wie wird das eingestuft?

Arbeitnehmerin:

Na da 70% und da Null, also da ist ja eigentlich kein, kein mehr. Also da ist halt 70% kaputt, also 30 % ist noch da.

GINKO:

Haben Sie einen Schwerbehindertenausweis?

Arbeitnehmerin:

Ja, das war fast das erste, was ich gemacht habe, weil ich gedacht habe: „irgendwas muss jetzt passieren! Du musst jetzt irgendwas tun!“ Ein Schwerbehindertenausweis, das war so das was ich als... Ja, das konnte ich alles über das Internet machen und selber machen und zu den Ärzten gehen und so, das war für mich gut. Ich kann jetzt nicht mehr hören, aber ich kann jetzt wenigstens noch ein bisschen was tun, ich kann jetzt wenigstens versuchen, irgendwas... Dieser Schwerbehindertenausweis war für mich so ein bisschen das Zeichen: „Du bist jetzt schwerbehindert und jetzt leb’ damit!“. So, das war eigentlich mehr... Ich meine, so furchtbar viel hat man von dem Schwerbehindertenausweis nicht. Gut, ich kriege jetzt die Hälfte von meinen Autosteuern wieder. Ich kriege 1060 Euro von meinen Steuern, die ich ja im Jahr bezahl, aber mehr ist das ja schon nicht. Also das, was ich in Anspruch nehme. Aber für mich war dieser Schwerbehindertenausweis eben auch so das Zeichen: „Du musst da jetzt mit leben, du bist schwerbehindert und du hast jetzt den Ausweis und gut ist.“

GINKO:

Da sind wir eigentlich auch schon beim nächsten Thema: Berufswahl, Arbeitssuche und Bewerbung. Wie haben Sie denn Ihre Arbeitsstellen bekommen?

Arbeitnehmerin:

Meine jetzige? Da habe ich mich beworben. Aber da war ich ja auch noch nicht schwerbehindert, aber da war ich ja nach ganz normal hörend. Ganz normal, wirklich ganz normal eine Bewerbung geschrieben und mich hier beworben als Buchhalterin.

GINKO:

Seit 12 Jahren, oder was hatten Sie gesagt?

Arbeitnehmerin:

Ja, seit 12 Jahren.

GINKO:

Seit 12 Jahren sind Sie hier dabei. Und habe ich das richtig verstanden, es gab dann in der Zwischenzeit aber einen Firmenwechsel?

Arbeitnehmerin:

Hier! Ja, ja genau! Damals war das auf XXX, das ist also, weil die Buchhaltung in der Vorfirma, wo ich dann war, die ist ja aufgelöst worden. Ich bin dann hier mit rübergekommen, mit in die nächste Firma. Also unser Chef, unser Buchhaltungschef, der hat praktisch hier mit angefangen und hat dann aus seiner Crew Leute mitgenommen, die dann das hier aufgebaut haben.

GINKO:

Aber Sie hatten gesagt, dass Sie schon mehrere Hörstürze gehabt haben, in den letzten 15 Jahren?

Arbeitnehmerin:

Ja gut, stimmt. Also ich hatte schon das Hörgerät, hatte ich schon auch in der Vorfirma, aber das war kein Thema. Das habe ich auch nie gesagt.

GINKO:

Wie würden Sie das beschreiben, wie sehr waren Sie da beeinträchtigt im Hören?

Arbeitnehmerin:

Gar nicht!

GINKO:

Gar nicht!

Arbeitnehmerin:

Da habe ich alles normal gehört.

GINKO:

Wie war das mit dem Hörgerät? Wollten Sie das, oder können Sie mal erzählen, warum Sie das dann auch bekommen haben?

Arbeitnehmerin:

Welches, das vorher?

GINKO:

Ja.

Arbeitnehmerin:

Ja, weil eben das Gehör schon geschädigt war durch die Hörstürze. Deswegen habe ich da auch auf der linken Seite dann schon ein Hörgerät gehabt. Da hatte ich auf der rechten Seite noch keins, das habe ich jetzt dazu bekommen, beim CI.

GINKO:

Und konnten Sie damit die Hörbehinderung komplett ausgleichen?

Arbeitnehmerin:

Ja!

GINKO:

Und war das auch einmal Thema gewesen in Ihrer Arbeitsstelle, dass Sie das Hörgerät haben, also in gewissem Grade hörbehindert sind, war das damals schon Thema?

Arbeitnehmerin:

Ja, manchmal, aber eigentlich nicht. Eigentlich nur..., doch schon. Manchmal, wenn die Leute verkehrt kamen. Wenn sie mich von der anderen Seite angesprochen haben, oder ich habe auch so den Arbeitsplatz gehabt, dass ich eben zur hörenden Seite immer die Tür hatte, zum Beispiel. Also da haben wir schon darauf geachtet. Oder ich schon darauf geachtet, dass ich dann nicht irgendwo sitze, dass ich dann irgendwie schwer hörende Seite dann..., aber das war durch das Hörgerät alles gut.

GINKO:

Und dann hatten Sie ja diesen letzten Hörsturz gehabt, also auf einer Seite wurden Sie ja dann gehörlos. Welchen Einfluss hatte dann diese Hörbehinderung hier auf Ihre Arbeit?

Arbeitnehmerin:

Na ja, das Telefon konnte ich nicht mehr nehmen. Also ich kann das Telefon jetzt nicht mehr benutzen. Jedenfalls nicht mehr, wenn von außerhalb was kommt, also bei den Kollegen bin ich dann schon einmal und nehme das an. Und versuche dann, das irgendwie hinzukriegen. Also Telefon vorweg und ja auch die Konzentration, ich kann nicht mehr wie sechs Stunden, dann muss ich abschalten, dann wird mir das zu viel. Das ist also schon eine Behinderung gewesen oder ist immer noch. Ja, dass man eben nicht mehr alles mitbekommt, wenn die Leute in die Tür kommen und dann irgendwas sagen. Das bekomme ich ja auch nicht mit. Also die müssen schon zu mir kommen, wenn irgendwas ist. Und ich muss eben halt sehr viel nachfragen, ob mich das interessiert, also mit betrifft oder nicht. Wenn die reinkommen, das betrifft ja mich manchmal gar nicht. Das betrifft dann meine Kollegen und dann muss ich das ja nicht unbedingt wissen. Aber es ist schon eine Beeinträchtigung, dass man immer noch einmal nachfragen muss: „ist das für mich wichtig? Dann sei so lieb und komm zu mir und sage mir das noch einmal selber.“

GINKO:

Ja, und dann hatten sie ja auch gesagt, dann konnten Sie ein halbes Jahr nicht arbeiten?

Arbeitnehmerin:

Genau! Genau!

GINKO:

Wie war das?

Arbeitnehmerin:

Ja, da war ich zu Hause und war krank, ja wie soll man das sagen, das war für mich ein Einschnitt, weil der erste Krankenhausaufenthalt, da hat man mir gesagt: „ja, das wird wohl nichts mehr mit dem Arbeiten, sehen Sie mal zu, dass Sie zu Hause bleiben. Das mit dem Gehör, das wird nichts mehr.“ So das war dann erst einmal das erste und dann hatte ich ja ein paar Mal diesen Schwindel. Also ich konnte ja gar nicht geradeaus gucken. Also ich war richtig krank, ja es war richtig für mich ein Abschnitt, wo ich gesagt habe: „so, entweder Du berappelst Dich jetzt noch und versuchst noch irgendwas oder Du bleibst zu Hause und steckst den Kopf in den Sand oder erschießt dich.“ (Arbeitnehmerin lacht) Wie ich aus dem Krankenaus dann entlassen wurde, da hat dann eben mein HNO-Arzt gesagt: „also, so geht das nicht, wir müssen irgendwas tun. Wir werden Dich jetzt da nach Stadt XXX schicken und versuchen, ob Du da ein CI kriegst.“ So, und in dem Moment, also wie mein HNO-Arzt das gesagt hat, da bin ich auch schon nach Stadt XX in diese BSD in den Verein und habe geschrieben, hab auch per E-Mail gefragt: „was kann ich machen? Ich kann nicht mehr hören, gibt es irgendwo Tipps? Gibt es irgendwo was?“ So und dann hatte die von der BSD mir ganz, ganz lieb zurückgeschrieben und hat mir Unterlagen geschickt, die hat mir dann auch das von dem Schwerhörigen und die CI-Gruppe gesagt und und und. Und dann bin ich dann hin. Dann hat mich mein Mann hingefahren, weil ich konnte ja auch nicht alleine. Und dann haben wir uns das angehört von den Leuten, die dann CI´s hatten und und und. Und das war also eigentlich für mich so die Sache, wo ich sagte: „gut, es geht weiter, Du kannst jetzt so ein CI kriegen und dann kannst Du wieder hören. Dann kannst du auch wieder arbeiten.“ Aber dieser Prozess, das war ein Lernprozess für mich, das dauerte unheimlich lange, bis ich dann wieder in die richtige Richtung dann kam. Das ich doch nicht aufhören kann und brauche, sondern weiter machen kann. Ja und das hat ein halbes Jahr gedauert, die erste Untersuchung war in Stadt XXX, dann wieder abwarten. Dann die zweite Untersuchung. „Ja, das geht und das ist wunderbar.“ Und dann wieder abwarten, das wird dann, man kommt ja dann auf so eine Warteschleife, dann ein Termin zur OP, dann musste man ja wieder abwarten. Dann war der Termin für die Einstellung, dann musste man wieder abwarten. Also das dauerte sein halbes Jahr, bis man dann... Ich war dann zwischendurch hier schon einmal und habe versucht zu arbeiten, aber es ging vom Schwindel her nicht, war einfach nicht drin. Ja!

GINKO:

Wie hat denn das Unternehmen darauf reagiert?

Arbeitnehmerin:

Also mein Chef, der war auch völlig von der Rolle. Die haben mich also auch zu Hause besucht. Haben mir also gesagt: „du schaffst das und das wird schon und und und.“ Und waren also sehr besorgt, dass ich auch wieder kommen soll und das ich das durchstehe. Und dass sie eben auch alles versuchen, dass ich wieder rein komme. Hat mir also sehr geholfen, sonst weiß ich auch nicht.

GINKO:

Wie war das dann, als Sie das CI bekommen haben? Was ist dann passiert, wann sind Sie dann wieder in das Unternehmen rein gekommen?

Arbeitnehmerin:

Gleich, als ich das CI bekommen habe. Dann bin ich gleich wieder angefangen. Dann bin ich gleich wieder hergekommen. Wobei, zwischendurch musste ich noch wieder ins Krankenhaus, weiß ich noch, doch stimmt. Da habe ich das CI bekommen, dann musste ich noch einmal zwischendurch ins Krankenhaus, weil durch diese große OP vom CI habe ich Gallensteine gehabt, die mussten erst einmal raus. Das dauerte auch noch einmal wieder eine Woche, aber dann bin ich wieder angefangen. Und dann war das erst einmal alles sehr merkwürdig, weil alles andere Stimmen, alles andere, das war total komisch. Aber ich bin auch dann mit zwei Stunden, also diese Wiedereingliederung ist ja: erst mal 2 Stunden, dann 3 Stunden, dann 4 Stunden, dann 5 Stunden. Und das habe ich auch so durchgezogen. Also erst einmal nur 2 Stunden hier gewesen und dann nur 3 Stunden. Und habe dann auch noch nicht wieder meine Arbeit gemacht. Habe dann also, logisch in dem halben Jahr musste das ja irgendwie weiter gemacht werden. Das haben dann meine Kollegen..., meine Arbeit wurde dann aufgeteilt und dann hab ich mir so Stück für Stück dann immer wieder etwas zurückgeholt von dem. Bis ich dann fast meinen ganzen Arbeitsplatz wieder hatte. Aber das hat gedauert. Dadurch, dass ich auch nicht so lange gearbeitet habe, ist ja klar, konnte ich ja nicht alles so wieder übernehmen, wie vorher.

GINKO:

Und gab es denn Probleme mit dem Verstehen und dem Hören durch das CI?

Arbeitnehmerin:

Ja. Gibt es aber heute noch. Ich kann zum Beispiel im Büro meine Kollegin, die mir gegenübersitzt, oder wenn die so quer sich unterhalten, dann kriege ich das nicht mit. Aber da habe ich mich nach 2 1/2 Jahren daran gewöhnt. Das ist dann so! Wenn irgendetwas wichtig ist, dann sagen sie es mir direkt dann.

GINKO:

War das so, dass Sie, nachdem Sie das CI bekommen haben, sofort wieder verstehen konnten?

Arbeitnehmerin:

Ich konnte wieder hören. Verstehen ist was anderes. Ich konnte hören und ich konnte meinen Mann teilweise verstehen, ich konnte ihn aber noch nicht so ganz wirklich verstehen. Weil mein Mann ist auch ein Barträger und nuschelt auch sehr. Da mussten wir uns erst ein bisschen rankriegen. Das wurde aber auch sehr, sehr oft verstellt, also eingestellt. Das CI ist bei mir alle viertel Jahre eingestellt worden und wird jetzt auch noch jedes Jahr wieder ein Stück immer wieder weiter gestellt.

GINKO:

Wie war das denn als Sie diesen Hörsturz hatten, als Sie den Arbeitgeber informiert haben?

Arbeitnehmerin:

Ja, ich habe ihn ja nicht selber informiert, das ging alles über meinen Mann damals. Also die waren schon sehr schockiert, glaube ich. Also ich weiß nicht, wie hier so die Reaktion war.

GINKO:

Okay!

Arbeitnehmerin:

Ich denke, weil das mein Mann eben anrufen musste und sagen: „also, die muss jetzt erst einmal ins Krankenhaus, meine Frau und müssen abwarten und abwarten.“ Nachher habe ich selber immer Kontakt gehabt mit meinen Kollegen, per E-Mail und war dann immer eigentlich so ein bisschen informiert, was hier so ging. Also die waren schon ziemlich schockiert alle, ja.

GINKO:

Dann sagten Sie, Sie haben so eine Wiedereingliederungsmaßnahme gemacht. Wer hat Sie da unterstütz? Welche Behörden eventuell? Oder gab es da jemanden?

Arbeitnehmerin:

Also, ich sage mal, mein Arzt und die Krankenkasse. Aber eigentlich keiner.

GINKO:

Gut, dann gucken wir uns mal Ihren Arbeitsalltag an. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus und welchen Einfluss hat die Hörbehinderung darauf?

Arbeitnehmerin:

Ja, also erst einmal schon wenn das Telefon klingelt, dass ich das dann nicht abnehmen kann. Wobei das bei uns in der Buchhaltung nicht sehr oft ist. Also wir haben nicht viel mit Telefon zu tun. Dann ja, eigentlich eine Behinderung ist eigentlich nur, dass ich eben halt, wenn jemand an der Tür steht und irgendwelche Sachen sagt, oder irgendwas rein ruft, dass ich das dann nicht verstehe. Dass ich dann noch einmal nachfragen muss: „hallo, muss ich das wissen?“. Aber sonst hat sich eigentlich nichts großartig geändert. Ich habe meine Arbeit, die ich vorher machte, die mache ich jetzt auch. Bis auf, wie gesagt, das Telefonieren, aber wenn es um irgendwelche Mahnungen geht oder um irgendwelche Rechnungen geht, das kann man heute alles schon per E-Mail machen. Also ganz selten, dass ich dann einmal eine Kollegin bitte, dass sie für mich irgendwo anruft. Aber das machen die dann auch.

GINKO:

Wie sieht denn Ihr Arbeitsalltag aus? Beschreiben Sie doch mal, wenn Sie morgens auf Arbeit kommen, was machen Sie dann und wie geht es dann weiter?

Arbeitnehmerin:

Also richtig was ich tue, die Tätigkeit? Also erst einmal kommt die Bank, die Zahlungen werden bearbeitet von mir. Jeden Morgen kommen die Kontoauszüge. Dann werden die Zahlungen bearbeitet, dann kommen Rechnungen rein, die werden gebucht. Dann kommen Mahnungen rein, die müssen bearbeitet werden. Entweder ist die Rechnung schon bezahlt oder die Rechnung ist nicht da oder die Rechnung ist falsch. Das muss ich dann bearbeiten. Dann haben wir die Quartalsabschlüsse, dann muss ich den Jahresabschluss machen, dann muss ich den Quartalsabschluss machen. Also praktisch Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnung. Dann, was habe ich dann noch? Dann habe ich irgendwelche Auflistungen, irgendwelche Exceltabellen, die ich bearbeiten muss. Das ist eigentlich so das Tägliche, was ich machen muss. Dann haben wir alle 14 Tage eine Sitzung, wo alle zusammen sitzen. Und jeder erzählt, was irgendwie wichtig war in der Woche oder in den 14 Tagen. Und also, eigentlich nichts. Ja, das mache ich, also Exceltabellen, Ausarbeitung, so die vierteljährlichen Arbeiten. Gewinn- und Verlustrechnung und Zahlung bearbeiten, Rechnung bearbeiten.

GINKO:

Sind das Tätigkeiten, die Sie allein für sich machen? Oder?

Arbeitnehmerin:

Ja! Ja!

Arbeitnehmerin:

Die mache für mich alleine.

GINKO:

Arbeiten Sie auch in bestimmten Sachen mit Ihren Kollegen zusammen?

Arbeitnehmerin:

Eigentlich wenig, eigentlich wenig. Wir haben eigentlich jeder so ein Aufgabengebiet für uns. Also das sind zwar alles die gleichen Arbeitsgebiete meistens. Bis auf eine Kollegin, aber sonst ist eigentlich jeder für sich. Oder eben die Quartalssachen, die müssen abgesprochen werden mit meiner Chefin oder mit dem Chef. Die werden dann noch einmal besprochen.

GINKO:

Ein Beispiel haben Sie genannt, was nicht so einfach ist, das Telefonieren. Wie gehen Sie denn am Arbeitsplatz mit solchen Problemen um?

Arbeitnehmerin:

Nun wenn irgendwas Wichtiges zu telefonieren ist, bitte ich meine Kollegen, dass sie das machen. Dass sie dann für mich anrufen und dann praktisch für mich übersetzen, was ich machen soll.

GINKO:

Und wie reagieren die Kollegen darauf?

Arbeitnehmerin:

Ganz lieb, ganz selbstverständlich. Das ist für die ganz selbstverständlich, dass sie mir dann helfen, kein Problem. Und es gibt schon manchmal Situationen, wo man eben das nicht per E-Mail machen kann und das ist überhaupt kein, das machen sie beide, das machen sie eigentlich alle, also da geht sogar mein Chef ans Telefon und sagt: „hier komm, ich rufe da eben an!“

GINKO:

Sie haben ja die Erfahrung gemacht, vor dem Hörsturz, wie war da Ihr Arbeitsplatz und wie ist er heute?

Arbeitnehmerin:

Also von der Arbeit ist es ja das Gleiche. Das ist völlig das Gleiche, da ist kein Unterschied, eben außer, dass ich eben das Telefon nicht mehr abnehme. Ich habe auch diesen Türstopper, die habe ich auch noch bei mir. Dass die Türe aufgeht. Diese Klingel, die habe ich noch bei mir, da bitte ich dann auch meistens eine Kollegin, wenn ich dann gucke und eben nicht sehen kann, wer das ist, das die dann runtergehen oder ich gehe selber runter und gucke, wer da dann reingekommen ist. Weil das Licht, das ist so blöde, weil die stehen nie davor. Die stehen immer daneben (Arbeitnehmerin lacht). Dann kann man nicht sehen, wer das ist. Also selbst der ist noch bei mir, also den haben sie auch nicht weggenommen.

GINKO:

Gibt es denn Sachen, die Sie sich wünschen würden für die Arbeit, was Sie unterstützen würde, auch um besser mit der Hörbehinderung umzugehen, was Sie aber noch nicht bekommen haben?

Arbeitnehmerin:

Ja, was ich noch nicht bekommen habe, das liegt natürlich auch an mir. Also was ich mir immer noch wünsche, das ist so eine Anlage, so eine, na wie heißt die jetzt noch, na ist auch egal. Für so ein Büro. Dass ich das besser höre, aber ich glaube, das geht bei uns auch gar nicht. Weil durch die ganzen Bildschirme und die ganzen PCs, die bei uns unten drin stehen, ist ja dieser Lärm an sich schon so hoch. Aber da hatte ich auch schon einmal mit jemandem Kontakt aufgenommen. Der wollte eigentlich mal oben in mein Büro kommen und wollte sich das angucken und wollte mir helfen, das von dem, wie heißt denn der gleich?

GINKO:

Ausgleichs (GINKO wird unterbrochen)?

Arbeitnehmerin:

Irgend so ein Amt.

GINKO:

Integrationsfachdienst?

Arbeitnehmerin:

Ja genau, genau das.

GINKO:

Oder?

Arbeitnehmerin:

Ja. Aber da sind wir auch wieder von abgekommen. Und dann hatte ich mal die Idee.

GINKO:

Entschuldigung, weil Sie das gerade ansprachen, meinen Sie eine FM-Anlage? Eine FM-Anlage mit Mikrofon? Oder?

Arbeitnehmerin:

Ja genau, so etwas hatte ich gedacht! Aber ich weiß es nicht, weiß nicht, ob das unbedingt was bringt.

GINKO:

Wie wollen Sie die einsetzen oder wie würden Sie die gerne einsetzen wollen?

Arbeitnehmerin:

Ja, ich weiß auch nicht, ob das geht. Weil ich bilde mir ein, wenn eine Induktionsspule... Und wenn ich das umstelle und ich habe diese Anlage, dass ich dann besser meine Kollegen hören kann. Also ich habe das jetzt schon zweimal oder mehrere Male bei diesen Veranstaltungen vom BSD gesehen oder auch mitbekommen, dass das auch wesentlich einfacher ist, wenn man in so einer Runde sitzt und dann kann ich das wirklich besser verstehen. Und dann habe ich gedacht, vielleicht wenn man da so eine Anlage rein baut in mein Büro, aber ich weiß es nicht. Also ich hatte mir von irgendeiner Firma schon einmal so ein Gerät bestellt und habe das schon einmal so, nur für unseren Kreis, da sowas aufgebaut. Aber das ging nicht, das funktionierte nicht, von daher. Aber ich denke, das brauche ich auch nicht. Das geht so alles. Vielleicht einen Schriftführer, den hätte ich gerne vielleicht einmal. So alle 14 Tage, wenn wir oben in der großen Runde sitzen und jeder erzählt dann, dann kriege ich auch nichts mit. Und meine Kollegin, die schreibt dann schon immer auf, die schreibt mit. Und dann kann ich mir das, dann gehen wir danach noch einmal alles durch. Da hatte ich schon einmal so die Idee. Das könnte man ja machen, das würde mir sogar zustehen, glaube ich, dass man so einen Schriftführer alle 14 Tage herholt, für eine Stunde. Das ist ja nicht länger als eine Stunde. Und, ach da ist man dann auch zu bequem für, das geht dann alles so.

GINKO:

Haben Sie bedenken, dass das Sie den nicht bekommen, oder?

Arbeitnehmerin:

Ja, das dann auch. Ich will hier auch nicht so einen Aufwand machen. Das ist so, will hier so meine Arbeit machen. Und wenn dann jetzt da noch jemand kommt und das muss ja auch, ich weiß nicht, dann stört es vielleicht die anderen Kollegen auch, wenn dann da noch einer sitzt und das will ich dann auch nicht. Dazu kommt ja auch. Ende des Jahres werde ich 60. Ich mache jetzt hier noch 2 Jahre und für 2 Jahre jetzt vielleicht da noch irgend so einen Aufwand machen, das wollte ich dann auch nicht.

GINKO:

Gibt es denn bestimmte Regeln? Also Kommunikationsregeln, wie Sie untereinander kommunizieren?

Arbeitnehmerin:

Nö, Regeln eigentlich nicht. Nö, wüsste ich jetzt nicht.

GINKO:

Einfach um sicherzustellen, dass Sie auch die Informationen bekommen, die die anderen bekommen. Also die Entscheidungen richtig mitbekommen.

Arbeitnehmerin:

Nein, da gibt es keine Regelungen, da muss ich selber für sorgen, dass ich das alles mitkriege. Ich merke ja, wenn ich irgendwas nicht mitkriege, wenn irgendwas wieder ist und dann - ach ja.

GINKO:

Was machen Sie dann?

Arbeitnehmerin:

Ja, dann ärgere ich mich natürlich, aber letztendlich kann ich es ja auch nicht ändern. Manchmal ist es halt, dass ich eben auf diesen großen Sitzungen oder auch so zwischendurch irgendwie, wenn dann doch irgendwie was war, dass ich das dann... Aber wenn ich das nicht unbedingt für meinen Arbeitsplatz brauche, dann ist es ja auch nicht so schlimm. Genau, wenn das dann an mir vorbei geht.

GINKO:

Naja, angenommen, es ist jetzt eine wichtige Information?

Arbeitnehmerin:

Ja, dann ist natürlich..., aber die kriege ich meistens mit. Aber da sorgen meine Kollegen dafür, dass ich das dann mitbekomme. Wenn es meinen Arbeitsplatz betrifft, also dann kriege ich das entweder schriftlich oder sie kommen zu mir und sagen das oder. Das geht schon. Dafür ist es ja auch zu wichtig, denn das bekomme ich schon.

GINKO:

Sie haben auch gesagt, dass Ihre Kollegin auch bei den Meetings dann mitschreibt. Hatten Sie sie darum gebeten?

Arbeitnehmerin:

Ja, das sie sich die Stichworte so ein bisschen aufschreibt, ob sie das macht? Ob sie das für mich machen würde? Und dann hat sie gesagt: „Ja, kein Problem!“ und dann schreibt sie die Stichworte auf. Es reicht mir ja schon, meistens kriege ich ja auch die Stichpunkte mit. Oder ich kriege auch vieles mit, aber wenn dann eine Diskussion darüber ist und aus dieser Diskussion dann irgendwas Wichtiges bei herauskommt, das ist dann schwierig, dass ich das raus filtern kann. Weil, das wird ja nicht, dann wird dann irgendwann gesagt: „Ja, ja, so machen wir das.“ Aber ich habe dann gar nicht mehr mitgekriegt, wer jetzt nun was gesagt hat und das ist dann natürlich wichtig, dass sie das dann mir erzählt und dass ich das dann auch weiß. Das macht sie.

GINKO:

Gibt es denn von solchen Treffen auch Protokolle?

Arbeitnehmerin:

Nein, leider nicht, das ist es ja.

GINKO:

Haben Sie mal gefragt, ob es sowas geben könnte?

Arbeitnehmerin:

Ja, mal. Wenn, dann wird es auch wahrscheinlich immer nur Stichpunkte geben und diese Diskussion, die ja da drumherum geführt wird, die würde dann ja keiner mitschreiben so. Deswegen hatte ich für mich gedacht, dass mal so ein Schriftführer für mich... Dann würden wahrscheinlich auch alle möglichen Leute gucken. Nein, wird leider nicht gemacht.

GINKO:

Und gibt es vielleicht andere so Visualisierungstechniken? Zum Beispiel ein Beamer? Eine Präsentation, dass Sie da auch Dinge nachlesen können. Gibt es da sowas?

Arbeitnehmerin:

Also das haben wir schon gemacht, wenn jetzt Schulungen gewesen sind, dann haben wir schon immer mit dem Beamer gearbeitet und dann habe ich auch immer einen kleinen SmartLink, den ich dann demjenigen gebe, der den Vortrag gehalten hat. Der sich das drum gehängt hat, damit ich das dann ein bisschen direkter höre. Wobei dann ja auch wieder das Problem ist, dass die Diskussionen dann weg sind. Also dann habe ich ja wirklich nur deutlich die Sprache von demjenigen gehört, der das gemacht hat. Aber da habe ich auch noch keine Probleme gehabt. Also das haben die eigentlich alle mitgemacht, also dass ich denen das entweder ganz hingelegt habe, dann das SmartLink.

GINKO:

Diesen SmartLink, wo haben Sie den her?

Arbeitnehmerin:

Den habe ich mir gekauft, den habe ich vom Akustiker. Da haben wir damals ausprobiert, ob das gut ist und dann habe ich ihn mir gekauft.

GINKO:

Haben Sie den für die Arbeit gekauft oder für die Freizeit?

Arbeitnehmerin:

Für beides. Ich habe ihn aber als Hilfsmittel vom Arzt verschrieben bekommen. Und dann hat die Krankenkasse etwas dazugezahlt.

GINKO:

Haben Sie überlegt, ob Sie mit dem Arbeitgeber sprechen, dass der auch so ein Gerät anschafft?

Arbeitnehmerin:

(Stille, Kopfschütteln?)

GINKO:

Nutzen Sie sonst noch andere Hilfsmittel?

Arbeitnehmerin:

Nein, außer diesem SmartLink habe ich nichts.

GINKO:

Gut, dann habe ich noch ein Thema: Gesetze und Rechte. Woher kenne Sie denn Ihre Rechte?

Arbeitnehmerin:

Eigentlich kenne ich die gar nicht so wirklich. (Arbeitnehmerin lacht) Nur so vom Hören-Sagen, so vom Verein. Also das mit dem Schwerhörigenpass zum Beispiel, das habe ich auch vom DSB bekommen. Aber sonst. Dass ich das einreichen kann, dass ich dann eben Steuern wieder kriege. Aber sonst, weiß ich gar nicht, was man eigentlich für Rechte hat.

GINKO:

Und wie war diese Beratung, die Sie da bekommen haben?

Arbeitnehmerin:

Die war gut, also für mich. Ich habe da alles, wenn ich irgendwas wollte, denke, dass ich das alles jetzt so ausgereizt habe, was ich für Rechte und Nichtrechte habe.

GINKO:

Wie wünschen Sie sich denn, also wie muss eine Beratung sein?

Arbeitnehmerin:

Also man weiß ja selber gar nicht so wirklich, was es für Gesetze gibt, wenn man so schwerhörig wird und das war zum Beispiel ganz gut, dass sie mir erzählt hat, dass ich eben den Ausweis da eben gekriegt habe und dann war für mich auch noch ganz wichtig, dass ich, ich war auch bei der Renten, bei der LVA und habe beantragt, dass ich eine Rente bekomme, eine Anteilige. Also das hat mir auch die vom BSD erzählt, dass man das auch noch versuchen kann. Wäre ich jetzt selber auch nicht drauf gekommen. Also die hat mich schon gut beraten.

GINKO:

Würden Sie sich noch andere Stellen wünschen, die auch beraten?

Arbeitnehmerin:

Also, was ich immer wieder sage, also mein Arzt ist ein ganz lieber und ein ganz netter HNO-Arzt, aber über solche Sachen, da habe ich von ihm überhaupt gar nichts gehört. Und der hat auch in seiner Praxis zum Beispiel noch nicht mal irgendwelche Hinweise auf den Verein, auf den Schwerhörigenverein. Und das hat mich schon, das habe ich ihm aber auch gesagt, und das habe ich auch als Mangel eigentlich empfunden. Dass man sich als Ertaubter oder Schwerhöriger da selber drum kümmern muss. Also ich finde, das sollte schon so ein bisschen auch von den HNO-Ärzten ausgehen. Dass die das zu mindestens auslegen in ihrer Praxis. Das die sagen: „hier, wenn Du jetzt ertaubt bist, dann kannst Du da hingehen und da hingehen und da hingehen.“ Das war zum Beispiel im Krankenhaus auch überhaupt gar nicht. Also in den Krankenhäusern, da wurde ich entlassen. „Ja, Du bist jetzt taub und sieh zu, wie Du klar kommst und Du gehst ja jetzt zu Deinem HNO-Arzt“, das da irgendwo mal ein bisschen was kam, dass man sich an gewisse Stellen wenden kann, dass man da Hilfe bekommt, das war gar nicht. Also das habe ich alles selber rausgefummelt, das war nicht so schön.

GINKO:

Was meinen Sie, wie kann man alle Menschen mit Hörbehinderung besser informieren?

Arbeitnehmerin:

Ja, eigentlich ja, wenn ich eine Hörbehinderung habe, bin ich doch eigentlich immer beim Arzt. Oder beim Akustiker. Und beim Akustiker zum Beispiel habe ich auch noch nie eine Broschüre von irgendwelchen Vereinen gesehen. Von irgendwelchen Schwerhörigenvereinen. Das wäre doch zum Beispiel auch, es gibt doch ganz viele Schwerhörige, auch die alleine zu Hause sitzen und es gibt diesen Verein, wo man sich wirklich austauschen kann, wo man Hilfe bekommen kann und alles und da ist zum Beispiel auch nichts. Also beim Akustiker, beim HNO-Arzt, das wäre für mich so, wo ich denke, da kommen die Leute hin, die schwerhörig sind und die irgendwie Hilfe brauchen und die bekommen sie ja wiederum beim BSD. Ja gut, Internet natürlich auch, das natürlich auch, aber ansonsten.

GINKO:

Und jetzt mit Ihren Erfahrungen, würden Sie eine Behörde vorschlagen, die geeignet wäre, auch zu beraten?

Arbeitnehmerin:

Also ich wüsste jetzt nur diese Gleichstellung, diese, wie haben Sie vorhin gesagt?

GINKO:

Der Integrationsfachdienst?

Arbeitnehmerin:

Ja genau, das Integrationsamt.

GINKO:

Oder das Integrationsamt. Haben Sie da Erfahrungen gemacht?

Arbeitnehmerin:

Also ich hatte da auch eine E-Mail hingeschickt. Das ging eben damals um meinen Arbeitsplatz. Und die haben eigentlich auch ganz lieb geantwortet und ganz schnell per E-Mail das gemacht. Das liegt jetzt an mir, dass ich das so ein bisschen habe schleifen lassen. Zuerst habe ich das Integrationsamt Stadt XXX angemailt. Und der hatte mir dann zurückgemailt, dass er nicht dafür zuständig ist, weil das jetzt hier Stadt XXX ist und das wäre XXX. So und dann hatte er mir aber gesagt, dass ich mich an den und den in XXX wenden soll und das habe ich jetzt auch gemacht, aber das ist jetzt auch schon ... und irgendwie sind wir dann auch von abgekommen. Also, das was ich eigentlich... Er hatte mir dann auch einiges geschickt, was ich mir bestellen kann und dass ich das ausprobieren kann und so, das habe ich auch gemacht. Aber jetzt habe ich mich noch nicht wieder gemeldet bei ihm. Vielleicht mache ich das doch wegen diesem Schriftführer mal, damit ich sowas kriege. Das geht ja auch über seinen Schreibtisch.

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Informationsstand: 12.08.2014

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