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Praxisbeispiel
Job bei einem Landwirtschaftsbetrieb über das Budget für Arbeit

Es gibt eine Abbildung zu diesem Praxisbeispiel:
Hofladen Klug Mitarbeiter Sven Hilcher

Wo lag die Herausforderung?

Der junge Mann wollte gerne eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben, die mit Tieren und Pflanzen zu tun hat.

Was wurde gemacht?

Es wurde der Kontakt zum landwirtschaftlichen Betrieb hergestellt und der Mann zunächst für ein Praktikum vermittelt. Während des Praktikums wurde er von der Werkstatt für behinderte Menschen begleitet und betreut. Nach dem Praktikum wurde der Mann fest eingestellt.

Das Interview können Sie unten über den Reiter dazu öffnen.

Schlagworte und weitere Informationen

Mit dem Budget für Arbeit werden Menschen mit Behinderung beim Übergang von der WfbM auf den ersten Arbeitsmarkt und Unternehmen gefördert sowie unterstützt.

Die Unterstützung kann dabei bedarfsorientiert durch verschiedene Betreuungsleistungen erfolgen, z. B. durch einen Jobcoach.

Die Förderung durch das Budget für Arbeit erfolgt durch die Behörde, die für die Leistungen im Arbeitsbereich der WfbM zuständig ist. In der Regel ist das der Träger der Eingliederungshilfe. Zur Förderung durch das Budget für Arbeit gehört auch ein Lohnkostenzuschuss, der an Unternehmen gezahlt wird.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist ein familiengeführter landwirtschaftlicher Betrieb, der überwiegend Gemüse anbaut und Hühner als Legehennen hält. Das Gemüse und die Eier werden im eigenen Hofladen und auf Wochenmärkten in der Region verkauft. Für den Hofladen stellte die Familie einen Mitarbeiter mit Hilfe des Budgets für Arbeit neu ein, der früher in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt war.

Übergang Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Sven Hilcher arbeitet seit dem 1. Dezember 2018 in einem durch das Budget für Arbeit geförderten Arbeitsverhältnis bei Familie Klug im "Hofladen Klug" in Enkenbach-Alsenborn. Sein Lehrer, Martin Ungemach, hatte ihm den Kontakt zu Familie Klug hergestellt. Herr Hilcher brachte seine zukünftige Stelle also sozusagen mit als er seine Berufsbildungsmaßnahme in den Westpfalz­ Werkstätten Kaiserslautern-Siegelbach begann. Nach kurzer Verweildauer im Berufsbildungsbereich begleitete ihn seine Bildungsbegleiterin Diana Blauth bis zum Ende seiner Maßnahme ambulant im Praktikum vor Ort. Für Sandra Sippel und Peter Klug, Inhaber des Hofladens, ist er dort nicht mehr wegzudenken.

Das folgende Interview führte Karsten Lutz, der als Fachkraft für betriebliche Inklusion in den Westpfalz-Werkstätten Landstuhl tätig ist, mit Herrn Hilcher:

Wie war es in der Werkstatt für behinderte Menschen für Sie?

Gut eigentlich! Ich war ja hingegangen und habe gefragt, ob ich außerhalb schaffen kann.

Wie kamen Sie an das Budget für Arbeit?

Von einem Lehrer, der auch bei der Feuerwehr war, der hat mir die Arbeit gefunden. Diana war meine Bildungsbegleiterin in der Werkstatt. Die hat mich dann auf dem Hof besucht. Und Du ja auch. Dann habe ich meinen Arbeitsvertrag von Familie Klug bekommen.

Wie wollen Sie arbeiten?

Normal! Mit Tieren und im Gewächshaus.

Was sind Ihre Aufgaben?

Tiere misten, kucken, ob genug Eier da sind, Kartoffeln absacken, Gewächshaus, einpflanzen, säen, sauber machen und noch mehr.

War das am Anfang schwer?

Eigentlich nicht. Nie.

Was hat sich durch die Arbeit bei Ihnen verändert?

Ich muss früher aufstehen. Pünktlich sein. Ich komme gut klar. Ich habe mehr Geld. Mit Sandra und Peter (Familie Klug, Hofbesitzer) läuft alles gut und wenn ich Probleme hab, kann ich immer zu ihnen kommen.

Quelle:

Das Praxisbeispiel wurde REHADAT-Gute Praxis durch das Internet-Angebot budgetfuerarbeit.de zur Verfügung gestellt - welches von Aktion Mensch gefördert wird.

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Referenznummer:

Pb/111046


Informationsstand: 04.07.2019

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