Praxisbeispiel
Wo lag die Herausforderung?
Der Produktionshelfer war aufgrund eines Schlaganfalls länger krank. Nach dem Schlaganfall ist sein linkes Bein teilweise steif, der manuelle Lastentransport ist nur noch eingeschränkt möglich und auch das Bedienen von Maschinen fällt ihm schwer, da er sich nicht mehr so gut konzentrieren kann. Es wurde nach einer Möglichkeit gesucht, ihn weiter beschäftigen zu können.Was wurde gemacht?
Es wurde ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) eingeleitet, dem der Mitarbeiter auch zustimmte. Im Rahmen des BEM wurde gemeinsam eine Reduzierung der Belastungen durch die Verringerung der täglichen Arbeitszeit und den Einsatz von Hilfsmitteln erreicht, wie:- Gummimatten an der Maschine
- eine Stehhilfe
- ein höhenverstellbarer Arbeitstisch in Kombination mit einem ergonomischen Arbeitsstuhl
Das BEM wurde durch das Integrationsteam des Unternehmens begleitet und betreut. Die behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung zur behinderungsgerechten Gestaltung erfolgte durch den vom BEM-Team mit einbezogenen Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.
Unternehmen:
Es handelt sich um ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen.Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:
Der Mitarbeiter war aufgrund eines Schlaganfalls länger krank. Nach dem Schlaganfall ist sein linkes Bein teilweise steif, der manuelle Lastentransport ist nur noch eingeschränkt möglich und auch das Bedienen von Maschinen fällt ihm schwer, da er sich nicht mehr so gut konzentrieren kann. Im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements wurde ein Antrag auf Feststellung einer Behinderung bzw. Schwerbehinderung gestellt und ihm wurde danach eine Schwerbehinderung zuerkannt.Ausbildung und Beruf:
Der Mann arbeitet als Produktionshelfer und Maschinenbediener beim Unternehmen.Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM):
Aufgrund der krankheitsbedingten Fehlzeiten wurde ein BEM eingeleitet, dem der Mitarbeiter auch zustimmte. Der BEM-Beauftragte des Unternehmens und Mitglied des Integrationsteams führte zunächst ein Informationsgespräch zum BEM mit dem Mitarbeiter durch. Danach wurden weitere für das BEM relevante Personen, wie beispielsweise der betriebsärztliche Dienst und die Schwerbehindertenvertretung, mit einbezogen. Anfänglich fiel es dem Mitarbeiter nicht leicht, seine durch den Schlaganfall bedingten Beeinträchtigungen zu akzeptieren. Erst nach weiteren Gesprächen mit dem Betriebsarzt und der Einbeziehung eines Physiotherapeuten zur Unterstützung konnte ihm seine Situation verdeutlicht werden, sodass er sie akzeptieren konnte. Im nächsten Schritt konnten gemeinsam Maßnahmen erarbeitet werden, um die Belastungen bei der Maschinenbedienung und der Kontrolle der gefertigten Teile zu reduzieren. Die Grundlage dafür war eine sog. Arbeitsplatzbegehung mit der Analyse der vorliegenden Bedingungen am Arbeitsplatz. Als Ergebnis wurde die tägliche Arbeitszeit reduziert und es wurden Hilfsmittel, wie Gummimatten auf dem Betonboden an der Maschine, ein Stehsitz als Stehhilfe zur Bedienung an der Maschine und ein höhenverstellbarer Arbeitstisch mit ergonomischem Arbeitsstuhl für die Kontrolle und die Dokumentation der von ihm geprüften gefertigten Teile, bereitgestellt.Eingesetzte Hilfsmittel – Anzeigen der Produkte:
ArbeitstischeArbeits- und Bürostühle
Hocker und Stehsitze für Arbeitsplätze
Arbeitsplatzmatten
Schlagworte
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- Teilhabe am Arbeitsleben |
- Teilzeitarbeit |
- Tisch |
- Tragen |
- Umgebungseinflüsse, Sicherheit und Belastungen
Mögliche Assessments – Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung
- EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
- EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
- EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
- EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
- ELA - Heben
- ELA - Stehen
- ELA - Tragen
- ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
- ERGOS - statisches/dynamisches Heben
- ERGOS - Stehen
- ERGOS - Tragen
- IMBA - Arbeitszeit
- IMBA - Aufmerksamkeit
- IMBA - Heben
- IMBA - Konzentration
- IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
- IMBA - Stehen
- IMBA - Tragen
- MELBA - Aufmerksamkeit
- MELBA - Konzentration
Referenznummer:
Pb/111331
Informationsstand: 22.12.2025