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16.09.2021 | Testnutzer gesucht

Für den REHADAT-Hilfsmittelfinder

Ein geeignetes Hilfsmittel zu finden ist häufig gar nicht so einfach. Der neue Hilfsmittelfinder unterstützt Sie bei der Suche!

REHADAT‘s digitale Suchassistentin, Ariadne, führt mit bis zu vier Fragen zu einer zielgerichteten Produktliste. Durch die Auswahl verschiedener Aktivitäten oder Alltagssituationen erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen umfassenden Überblick und einen leichteren Einstieg in die Hilfsmittelsuche. Dies ist jedoch nur eine Entscheidungshilfe und ersetzt keine ausführliche Beratung. Nutzen Sie den neuartigen Hilfsmittelfinder am Desktop oder bequem von unterwegs. Die Web-App ist auf jeder Bildschirmgröße verfügbar.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Der Hilfsmittelfinder befindet sich derzeit noch in einer Beta-Version. Aktuell gibt es drei Kategorien: „Arbeiten und Lernen“, „Sich fortbewegen“ und „Kommunizieren“. Die Kategorien „Körper pflegen“ und „Wohnung und Haushalt führen“ folgen noch.
Wir möchten den Hilfsmittelfinder einen Praxischeck unterziehen und bitten um Ihre Mithilfe:

  • Haben Sie die Hilfsmittel gefunden, die Sie erwartet oder erwünscht haben?
  • Ist der Aufbau logisch?
  • Sind die Texte ansprechend?
  • Fehlt etwas?

Teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns bequem über einen Fragebogen oder per Mail.

Hier geht es zum Hilfsmittelfinder!

Vielen Dank!
Ihr REHADAT-Hilfsmittel-Team

08.09.2021 | Frisch aktualisiert!

Sammlung von Inklusionsvereinbarungen

Eine Person unterschreibt ein Schriftstück © Bild von Sozavisimost auf Pixabay

Wir haben im Portal REHADAT-Gute Praxis unsere Sammlung der Inklusionsvereinbarungen aktualisiert. 129 Vereinbarungen von Unternehmen zeigen, wie die Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen verbessert werden kann: Inklusionsvereinbarungen | REHADAT-Gute Praxis.

In Inklusionsvereinbarungen vereinbaren Arbeitgeber*In, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen. In einer Inklusionsvereinbarung wird beispielsweise festgelegt, wie bei der Personalplanung die Eingliederung schwerbehinderter Menschen – einschließlich eines angemessenen Anteils behinderter Frauen – gefördert werden kann.

Wichtige Themen einer Inklusionsvereinbarung sind außerdem:

  • Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung,
  • Arbeitsorganisation,
  • Arbeitszeit und Teilzeitarbeit,
  • anzustrebende Beschäftigungsquote,
  • Ausbildung junger Menschen mit Behinderung,
  • Prävention (Betriebliches Eingliederungsmanagement und Gesundheitsförderung).

Sie möchten Ihre Inklusionsvereinbarung anonymisiert auf REHADAT veröffentlichen und andere Unternehmen von Ihren Erfahrungen profitieren lassen? Nutzen Sie unseren Online-Meldebogen unter: Inklusionsvereinbarung teilen | REHADAT-Gute Praxis

30.08.2021 | Grad der Behinderung

Neues REHADAT-Erklärvideo

Screenshot REHADAT-Recht: Erklärvideo – der Grad der Behinderung

In Deutschland haben knapp 10,4 Millionen Menschen ihre Behinderung amtlich anerkennen lassen (Tabelle 1). Dabei legen die Versorgungsämter nach den „Versorgungsmedizinischen Grundsätzen“ die Auswirkung der Beeinträchtigung als Grad der Behinderung (GdB) in Zehnergraden von 20 bis 100 fest.  In dem Dokument der „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden sich Tabellen mit einer Übersicht der möglichen Schädigungen und deren Einstufung. 

Im REHADAT-Erklärvideo wird am Beispiel von Frau Kaya, die an Diabetes mellitus erkrankt ist, gezeigt, wie der GdB beantragt werden kann.  Zum Beispiel, wo Interessierte die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“ finden, mit welchen Informationen aus den verschiedenen REHADAT-Portalen sie sich genauer über die Rechtsprechung, Literatur oder über den Ablauf der Antragstellung informieren können und wer dabei helfen kann. 

Zielgruppe sind sowohl Personen mit Beeinträchtigungen, die sich informieren wollen, was der GdB bedeutet und inwiefern eine Einstufung unter oder über 50 für sie bedeutsam sein könnte. Aber auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind dies wichtige Informationen, weil damit beispielsweise Fördermöglichkeiten verbunden sind. 
Von den 10,4 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung hatten 2019 insgesamt 7,6 Millionen eine Schwerbehinderung mit einem GdB von 50 bis 100 und knapp 2,8 Millionen eine leichtere Behinderung (Tabelle 1).

Tabelle1: Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung

Diese Tabelle zeigt die Anzahl der Menschen mit einer anerkannten Behinderung aus 2019

Altersgruppe Menschen mit einer leichteren Behinderung
(GdB 20-40)
Menschen mit einer Schwer­behinderung
(GdB 50-100)
Insgesamt
  Anzahl Anteil Anzahl Anteil  
Alle Altersgruppen 2.776.000 26,8 % 7.587.000 73,2 % 10.363.000
Darunter im erwerbsfähigen Alter (15 bis unter 65 Jahre) 1.760.000 36,2 % 3.102.000 63,8 % 4.862.000
Darunter im Renten-Alter (65 Jahre und älter) 996.000 18,7 % 4.341.000 81,3 % 5.337.000

Dazu Projektleiterin Andrea Kurtenacker: „Rund um das Thema GdB erreichen uns viele Anfragen – sowohl von Menschen mit Behinderungen als auch von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die sich beispielsweise über Arbeitsplatzanpassungen und Fördermöglichkeiten informieren möchten. Dies haben wir zum Anlass genommen, ein Erklärvideo zu veröffentlichen, das zeigt, wie man sich bei REHADAT leicht, umfassend und aktuell über alles Wesentliche zum GdB informieren kann.“

Der direkte Link zum Video: www.rehadat-recht.de/rechtsprechung/feststellungsverfahren/erklaervideo-gdb 

12.08.2021 | Arbeiten Hand in Hand

Kollaborierender Roboter unterstützt schwerbehinderte Beschäftigte

Ein Ford-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Kobot-Roboter

Der deutsche Automobilhersteller Ford hat die Einrichtung eines kollaborierenden Roboters erfolgreich abgeschlossen. Nach rund einem Jahr Forschung, Entwicklung, Mitarbeiterschulung und Trockenläufen arbeitet der so genannte Kobot, ein Wortspiel aus kollaborierend (zusammenarbeitend) und Roboter, nun taktgebunden im Linienfluss im Kölner Motorenwerk des Automobilherstellers. 

Dort setzt er gemeinsam mit seinem menschlichen Partner VCT-Magnetspulen in einen Öler ein, nimmt die Magnetspulen anschließend auf und presst sie in den Stirndeckel des Motorblocks. Diese Arbeit erfordert große Eindruckkräfte, die selbst für gesunde Arbeitende auf Dauer belastend sein können, und die nun der Kobot für den Menschen übernimmt. Bei den menschlichen Partnern handelt es sich um Beschäftigte mit Schulter- und Handgelenkproblemen. So konnte ein Arbeitsplatz für zwei Beschäftigte mit Schwerbehinderung geschaffen werden.

Ford, die Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule in Aachen (RWTH) sowie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) forschten rund ein Jahr lang an dieser neuen Einsatzmöglichkeit für einen kollaborierenden Roboter. Das vom LVR mit 372.000 Euro geförderte Modellprojekt hatte das Ziel, den Roboter dergestalt in eine Fertigung einzubauen, dass ein schwerbehinderter Mensch sich einen Arbeitsplatz mit einem Roboter teilt. 

Das Besondere daran ist die Konfiguration des Roboters, so dass er mit dem Menschen interaktiv „Hand in Hand“ arbeitet und nicht durch eine trennende Schutzeinrichtung, wie z.B. einen Maschinenschutzzaun, getrennt sein muss. Neben der exakten Programmierung des Roboters war auch eine intensive Schulung der Beschäftigten nötig, damit sie einerseits die „Scheu“ vor diesem Kobot ablegen, zum anderen trotzdem noch die nötige Vorsicht walten lassen. Roboter werden seit vielen Jahrzehnten in der Automobilindustrie eingesetzt, allerdings zumeist als überdimensional große Maschinen, die hinter Schutzvorrichtungen arbeiten oder als autonome Fahrroboter, die Materialien transportieren. In diesem Fall bestand die Herausforderung darin, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sowohl die Voraussetzungen der taktgebundenen Fertigung, die Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt sind.

Hier finden Sie ein Video: https://bcove.video/3jA0xaA

10.08.2021 | Was gibt es Neues zur ICF?

Digitale ICF Anwenderkonferenz vom 16. bis 18. September

Logo ICF

Die diesjährige ICF Anwenderkonferenz findet vom 16. bis 18. September digital statt. Experten und Expertinnen sowie erfahrene ICF-Anwender und -Anwenderinnen werden an den drei Tagen Impulsvorträge zu verschiedenen Themenschwerpunkten halten. Zudem können Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich an Diskussionen im digitalen Raum beteiligen.

Ziel der Konferenz ist es, über unterschiedliche Formen der Anwendung der ICF bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu informieren und damit den Einsatz der ICF zu fördern. Es gibt Beiträge unter anderem zu den folgenden Themenschwerpunkten:

  •  Anwendung der ICF in der Bedarfsermittlung
  •  Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den Bundesländern
  •  Bedarfsermittlung in der beruflichen Reha
  •  Kontextfaktoren (in) der ICF
  •  ICF-Multiplikatoren-Schulungen
  •  ICF in Frühförderung, Kindergarten, Schule und Jugendhilfe
  •  ICF in der allgemeinmedizinischen Versorgung
  •  Teilhabe und Corona

Die jährliche ICF Anwenderkonferenz ist in Deutschland die zentrale Konferenz, wenn es um Fragen der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht.

Anmeldung, Programm und weitere Informationen: www.psph-munich.de/anmeldung-icf-2021