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Praxisbeispiel
Betriebliches Eingliederungsmanagement bei Metabo

Es gibt 2 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Logo|(p532301)Integrationsprozess
  2. Logo|(p532301)Integrationsprozess

1 Unternehmen

Metabo entwickelt und produziert Elektrowerkzeuge für den professionellen Einsatz im Baubereich. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 2.600 Mitarbeiter, 2000 davon in Deutschland an den Standorten Nürtingen, Laichingen und Meppen.

2 Eingliederungsmanagement

2.1 Ziel und Zweck

Der Arbeitgeber verpflichtet sich (im Sinne des § 167 Prävention SGB IX) frühzeitig, um kranke Arbeitnehmer zu kümmern und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten, um die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen zu erhalten.

2.2 Integrationsteam

Zu Beginn wurde, unter der Leitung des Disability Managers, ein Integrationsteam gegründet. Zum Integrationsteam gehören, neben dem Disability Manager (T-SP):
- der Betriebsarzt (ASU),
- der Betriebsrat (BR)
- die Schwerbehindertenvertretung und
- der Inklusionsbeauftragte des Arbeitgebers/Personalwesen (PW-B).

2.3 Integrationsprozess

Das Integrationsteam entwickelte einen ersten Integrationsprozess (vgl. Abbildung), der im Laufe der Zeit weiter optimiert werden soll. Der Ablauf dieses Prozesses sieht wie folgend aus:

1. Alle Mitarbeiter, die länger als 6 Wochen krank sind, werden von einem zuständigen Betreuer des Personalwesens (PW-B) angeschrieben. In diesem Anschreiben wird Bezug auf den § 167 SGB IX genommen. Der Mitarbeiter wird aufgefordert sich ca. 10 Tage vor voraussichtlichen Termin der Arbeitsfähigkeit beim Personalwesen (PW-B) zu melden. Parallel klärt das Personalwesen (PW-B) ab, ob die Gründe für die Fehlzeiten bekannt sind. Dasselbe gilt für Mitarbeiter mit mehreren Kurzerkrankungen > 30 Tage/ Jahr. Gleichzeitig stellt ein freigestellter Betriebsrat den Kontakt zu diesen Mitarbeitern her und stattet (nach Zustimmung) diesen einen Besuch ab (gegenseitiges Info-Austausch-Angebot des Unternehmens zur Hilfestellung). Diese Informationen werden im Integrationsteam diskutiert und daraus Maßnahmen, in Bezug Ergonomie am Arbeitsplatz, Rehabilitation, Prävention, medizinische Betreuung, Wiedereingliederung, Arbeitsplatzwechsel usw., entwickelt.

2. Sollte der Mitarbeiter vorhaben ohne Wiedereingliederung zurück zum Arbeitsplatz zu kommen, so prüft das Personalwesen (PW-B) mit Rücksprache zum direkten Vorgesetzten, ob dies aus Sicht des Unternehmens sinnvoll ist. Sollte eine Wiedereingliederung nicht notwendig sein, nimmt der Mitarbeiter seine Tätigkeit, sobald er genesen ist, wieder auf. Ansonsten teilt das Personalwesen (PW-B) dem Mitarbeiter mit, dass eine Wiedereingliederung aus Sicht des Unternehmens sinnvoll wäre.

3. Sollte die Wiedereingliederung unproblematisch sein (z. B. bisheriger Arbeitsplatz, keinerlei Einschränkungen während der Wiedereingliederung), so informiert das Personalwesen (PW-B) den Mitarbeiter wann er sich bei seinem Vorgesetzten melden soll.

4. Sollte jedoch eine Wiedereingliederung problematisch sein (die Arbeitsfähigkeit wird in Frage gestellt usw.), so organisiert das Personalwesen (PW-B) einen Termin für den Mitarbeiter beim Betriebsarzt. Im Anschluss an die Untersuchung findet ein Termin mit dem Mitarbeiter und dem Integrationsteam statt.

5. Im Laufe dieses Gesprächs wird entschieden, ob eine Wiedereingliederung möglich ist oder nicht und wenn ja an welchem Arbeitsplatz.

6. Das Integrationsteam informiert die Abteilungsleiter und Meister über die Wiedereingliederung.

7. Sollte eine Wiedereingliederung aus Sicht von Metabo (vor allem des Betriebsarztes) zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll sein, informiert der Betriebsarzt den Hausarzt sowie die Krankenkasse.

8. Sollte eine Wiedereingliederung sinnvoll sein, legt das Integrationsteam einen möglichen Arbeitsplatz fest in Abstimmung mit dem Fachbereich.

9. Start der Wiedereingliederung bei gleichzeitiger Betreuung durch das Integrationsteam und den Vorgesetzten.

10. Die Wiedereingliederung ist abgeschlossen und der Integrationsprozess wurde erfolgreich beendet. Bei Bedarf weitere Gespräche mit dem Integrationsteam.

Schlagworte und weitere Informationen

Nach dem SGB IX § 167 Abs. 3 können die Rehabilitationsträger (z. B. Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften) und die Integrations- bzw. Inklusionsämter Unternehmen, die ein Betriebliches Eingliederungsmanagement einführen, durch Prämien oder einen Bonus fördern.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter, der Deutschen Rentenversicherung und der Berufsgenossenschaften.

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Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit

Referenznummer:

R/PB5323


Informationsstand: 30.08.2005