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Praxisbeispiel
Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der Volkswagen AG

Es gibt 4 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Logo|(p532201)Übersicht Gesundheits-Management|(p532202)Klinikassoziierte Arbeitsmedizin|(p532203)Wiedereingliederung
  2. Logo|(p532201)Übersicht Gesundheits-Management|(p532202)Klinikassoziierte Arbeitsmedizin|(p532203)Wiedereingliederung
  3. Logo|(p532201)Übersicht Gesundheits-Management|(p532202)Klinikassoziierte Arbeitsmedizin|(p532203)Wiedereingliederung
  4. Logo|(p532201)Übersicht Gesundheits-Management|(p532202)Klinikassoziierte Arbeitsmedizin|(p532203)Wiedereingliederung

1 Unternehmen

1.1 Profil

Der Volkswagen-Konzern mit der Zentrale in Wolfsburg ist einer der größten Automobilhersteller. Das Angebot reicht von verbrauchsoptimalen 3-Liter-Fahrzeugen bis hin zu Fahrzeugen der Luxusklasse. Die Verantwortung für die Nutzfahrzeugprodukte des Konzerns trägt die Marke Nutzfahrzeuge. Zur regionalen Steuerung hat der Konzern vier Verantwortungsbereiche geschaffen: die Region Europa/Übrige Märkte, die Region Nordamerika, die Region Südamerika/Südafrika sowie die Region Asien-Pazifik.

1.2 Unternehmenskultur

Nachhaltige Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen verlangen nach Such- und Entscheidungsprozessen, in denen die Erfordernisse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, des Umweltschutzes und der sozialen Gerechtigkeit immer wieder neu ausbalanciert werden. Dabei sind die Ansprüche kommender Generationen stets mit zu berücksichtigen. Vernetztes Denken und kreative Neugier sind ebenso Charakteristika nachhaltiger Entwicklung wie freiwilliges Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung. Die Notwendigkeit, am Markt erfolgreich zu sein und die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, darf dabei zu keiner Zeit vernachlässigt werden. Für Volkswagen ist Nachhaltigkeit Leitlinie seiner Politik und Element gelebter Unternehmenskultur. Erfolgreiches Nachhaltigkeitsmanagement erweist sich in der Fähigkeit, Wert und Ertrag des Unternehmens zu steigern und dabei zugleich gesellschaftlichen Nutzen zu stiften. Soziale und ökologische Verantwortung sind in diesem Verständnis keine Begrenzung unternehmerischer Freiheit, sondern Quelle von Kompetenz und Triebkraft innovativer Problemlösungen. Verbrauchs- und emissionsarme Fahrzeuge, Kraftstoffe auf Biomassebasis oder maximale Recyclingfähigkeit sind ebenso wie Arbeitszeitflexibilität und das Gesundheitsmanagement nur verschiedene Ausprägungen nachhaltiger Unternehmensführung im Volkswagen-Konzern. Volkswagen sieht sich an allen seinen Standorten als dialogorientierter Partner von Gesellschaft und Politik und engagiert sich in nationalen wie internationalen Allianzen für nachhaltige Entwicklung.

2 Eingliederungsmanagement

2.1 Aufgaben und Ziele

2.1.1 Gesundheit schützen und fördern

Die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und zu fördern, ist bei Volkswagen ein gemeinsames wichtiges Anliegen von Management und Betriebsrat und in Form eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements (Abbildung 1) integraler Bestandteil der Personalpolitik. Unter anderem durch eine qualitativ hochwertige, bedarfsorientierte medizinische Betreuung der Mitarbeiter, die gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt, Gesundheitscoaching, Früherkennungsuntersuchungen, Kurse und Seminare, Beratungsangebote sowie durch spezielle Gesundheitsaktionen wird bei Volkswagen die Gesundheit der Mitarbeiter nach den Vorgaben durch das SGB IX geschützt und gefördert. Verschiedene Gesundheitsförderungsangebote erfolgen in Zusammenarbeit mit der Deutschen BKK und dem Forum Gesundheit.

2.1.2 Integration und Partizipation

Rehabilitation bedeutet Hilfe für Menschen, die körperlich, geistig oder psychisch behindert sind und ihre Behinderung - oder deren Folgen - aus eigener Kraft nicht überwinden können. Die Rehabilitation soll es diesen Menschen ermöglichen, ihre Fähigkeiten und Kräfte zu entfalten, am Erwerbsleben teilzunehmen und einen angemessenen Platz in der Gemeinschaft zu finden.
Bei jedem Menschen mit Behinderung ist die Zahl der intakt gebliebenen Funktionen größer als die Zahl der geschädigten. Die Rehabilitation muss deshalb auf den verbliebenen Funktionen und Fähigkeiten aufbauen. So verstanden bedeutet Rehabilitation nicht nur Nachbehandlung, Fürsorge oder berufliche Eingliederung. Rehabilitation umfasst die betroffenen Personen in allen Lebensbereichen. Aus ärztlicher Sicht gibt es deshalb keine voneinander abgrenzbare medizinische und berufliche Rehabilitation, sondern ausschließlich eine Rehabilitation der Person.
Es gibt zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der körperlichen und geistig-seelischen Funktionen, aber auch Wege der sozialen Anpassung und Verhältnisgestaltung. Sie alle haben das Ziel, die Auswirkungen der Behinderung zu kompensieren.

2.2 Berufliche Rehabilitation

Die Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation umfassen alle Hilfen, die erforderlich sind, um die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu bessern oder wiederherzustellen und sie hierdurch möglichst auf Dauer beruflich einzugliedern. Mitarbeiter, die durch schwere oder lange Krankheiten oder durch einen Unfall in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, sollen nicht aus dem Arbeitsprozess ausgeschlossen, sondern vielmehr unter Beachtung ihres individuellen Leistungsvermögens wieder in den Arbeitsprozess integriert werden.

2.3 Rehabilitationsprogramm

Berufliche Rehabilitationsmaßnahmen setzen ein enges Zusammenwirken aller Beteiligten voraus.
Hierzu gehören vor allem:
- Rehabilitanden
- behandelnde Ärzte
- Betriebsärzte
- Krankenkassen
- Personalwesen bzw. Inklusionsbeauftragter des Arbeitgebers
- Betriebsrat
- Sozialwesen
- Schwerbehindertenvertretung
- betriebliche Vorgesetzte
- Rentenversicherungsträger
- Berufsgenossenschaften

Ob eine Behinderung, eine drohende Behinderung oder eine vorübergehende gesundheitliche Einschränkung vorliegt, ist nicht ohne weiteres erkennbar. Hinweise darauf ergeben sich jedoch aus verschiedenen Unterlagen und aus bestimmten Leistungsanlässen der Krankenkassen.
Beispiele hierfür sind:
- Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
- Arztanfragen und -mitteilungen
- Arztberichte
- Entlassungsberichte von Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen
- besondere Leistungsanträge
- Unfallgutachten
- Gutachten des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung)

Die Krankenkassen leiten diese Unterlagen erst dann an die Werkärzte weiter, wenn das schriftliche Einverständnis der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters im Sinne des Datenschutzgesetzes vorliegt. Anschließend erfolgt die Einladung zur werkärztlichen Untersuchung. Auch im Rahmen anderer Kontakte mit den Werkärzten, z. B. Rückkehrgespräche, Bearbeitung von Umsetzungsanträgen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, kann sich die Notwendigkeit einer Rehabilitationsmaßnahme ergeben. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen sowie eigener Untersuchungsbefunde erkennen die Werkärzte, welche gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen und ob Rehabilitationsmaßnahmen zweckmäßig sind.
In REHADAT finden Sie auch Informationen zu Profilverfahren zum Ermitteln und zum Vergleich der Arbeitsfähigkeiten mit den Arbeitsanforderungen eines Mitarbeiters am Arbeitsplatz.

Sofern eine Arbeitsplatzüberprüfung oder ein Arbeitsplatzwechsel erforderlich ist, erhält das Personalwesen eine entsprechende werkärztliche Mitteilung ohne Angabe von Krankheitsdiagnosen. Das Personalwesen prüft, ob ein adäquater Einsatz der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters möglich ist. Wird eine Umsetzung erforderlich, trifft es alle erforderlichen Maßnahmen und teilt das Ergebnis den Beteiligten mit. In einem Arbeitskreis, dem Vertreter des Personalwesens, der Deutschen BKK und sonstiger Versicherungsträger sowie Werkärzte angehören, werden Problemfälle diskutiert und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Gemeinsam mit der betroffenen Mitarbeiterin oder dem betroffenen Mitarbeiter wird in diesem Gremium beraten, welche Art der Wiedereingliederung die günstigste ist. Unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsbreite des betroffenen Beschäftigten wird ein Wiedereingliederungs- und Förderungskonzept erstellt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Die Rehabilitanden sind von Beginn aktiv an ihrer Rehabilitation beteiligt, und sie können diese bei entsprechender Motivation positiv beeinflussen.

Im Rahmen der "Klinikassoziierten Arbeitsmedizin" (Abbildung 2) beginnt der Rehabilitationsprozess, sofern der Patient dies wünscht, bereits im Akutkrankenhaus. Ihr Ziel besteht in der leidensgerechten Reintegration schwer kranker oder chronisch kranker Mitarbeiter in das Arbeitsleben durch eine möglichst frühzeitige arbeitsmedizinische Begleitung und Begutachtung durch einen Arbeitsmediziner. lm Gespräch mit der Mitarbeiterin / dem Mitarbeiter legen Klinikärzte und Arbeitsmediziner die vorübergehenden oder dauerhaften Tätigkeitseinschränkungen fest und besprechen mit dem erkrankten Mitarbeiter/ Mitarbeiterin Rehabilitationsmöglichkeiten und Wege zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess. Die intensiven Kontakte des Gesundheitswesens mit Rehabilitationseinrichtungen gewährleisten eine frühzeitige und optimale Reintegration. In betrieblichen Trainingszentren, die mit modernen Geräten ausgestattet sind, werden Mitarbeiter in der Rehabilitation oder mit arbeitsplatzbezogenen Beschwerden des Bewegungsapparates unter physiotherapeutischer Anleitung betreut. Dies schließt eine ärztliche Eingangsuntersuchung und die Festlegung von Trainingszielen ebenso ein wie das Aufstellen eines individuellen Trainingsplans und ein anschließendes mehrmonatiges systematisches Training.

2.4 Möglichkeiten der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess

Voraussetzung für die Teilnahme an einem Rehabilitationsprogramm ist, dass die Mitarbeiter aus medizinischer Sicht rehabilitationsfähig sind und Bereitschaft zeigen, aktiv an der Rehabilitation mitzuarbeiten. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Leistungsfähigkeit bestehen verschiedene Möglichkeiten der Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess (Abbildung 3).

2.4.1 Einsatz am bisherigen Arbeitsplatz

Vorrangiges Ziel im Sinne der Rehabilitation ist der Einsatz im bisherigen Tätigkeitsbereich. Bei Volkswagen kann bei etwa der Hälfte der nach längerer Krankheit einzugliedernden Mitarbeiter dieses Ziel erreicht werden. In einigen Fällen ist allein durch eine Veränderung der Schichtform ein Einsatz am bisherigen Arbeitsplatz wieder möglich.

2.4.2 Arbeitsplatzwechsel

Ist ein Einsatz am bisherigen Arbeitsplatz nicht möglich, kommt als nächste Maßnahme eine innerbetriebliche Umsetzung auf einen geeigneten Arbeitsplatz (befristet oder dauerhaft) in Betracht. Bei der Auswahl des entsprechenden Arbeitsplatzes arbeiten die Werkärzte eng mit dem Personalwesen und den betrieblichen Vorgesetzten unter Mitwirkung der Rehabilitanden zusammen.

2.4.3 Umgestaltung des Arbeitsplatzes

Jedes Herauslösen eines Mitarbeiters aus dem bisherigen Arbeitsbereich ist für alle Beteiligten mit besonderen Problemen verbunden. Deshalb wird geprüft, ob der Arbeitsplatz gegebenenfalls durch ergonomische Maßnahmen umgestaltet werden kann. Bestimmte Wiedereingliederungshilfen, z. B. die Ausrüstung des Arbeitsplatzes mit Hilfsmitteln (Hebe-, Transport- und Haltevorrichtungen) oder die Schaffung von Parkmöglichkeiten in der Nähe des Arbeitsplatzes, können hinzukommen.

2.4.4 Stundenweise Wiedereingliederung

Das besondere Merkmal der stufenweise Wiedereingliederung besteht darin, dass die Mitarbeiter die Tätigkeit zunächst stundenweise wieder aufnehmen und durch eine dosierte, allmähliche Steigerung der täglichen Arbeitszeit unter arbeitsmedizinischer Betreuung an die frühere Arbeit herangeführt werden. Die Eingliederung erfolgt dabei unmittelbar am bisherigen Arbeitsplatz. Die stundenweise Beschäftigung zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sollte nach acht Wochen abgeschlossen sein. Im Regelfall wird mit einer täglichen Arbeitszeit von vier Stunden begonnen, die in Abhängigkeit vom Krankheitsfall individuell erhöht wird. Im Anschluss daran wird vollschichtig gearbeitet. Überschreitet die Wiedereingliederungsmaßnahme den Zeitraum von acht Wochen, wird im Einzelfall die Vorgehensweise zwischen dem Personal- und Sozialwesen, der Krankenkasse und den Werkärzten vereinbart. Die Krankenkasse gewährt für die gesamte Zeit Krankengeld. Den Mitarbeitern entstehen während der Wiedereingliederung keine finanziellen Nachteile.

2.4.5 Das Rehabilitationszentrum

Das Rehabilitationszentrum im Volkswagenwerk Wolfsburg wurde im Jahr 1973 eingerichtet. Als eigenständige Produktionsstätte ist es dem Bereich der Kunststoffteilefertigung zugeordnet. Obwohl das Rehabilitationszentrum zum produktiven Bereich gehört, existieren Unterschiede zu den sonst typischen Produktionsmerkmalen:
- Die Stückzahlen werden individuell angepasst.
- Die Arbeitsinhalte variieren entsprechend dem Rehabilitationsfortschritt.
- Bei den Arbeitsplätzen handelt es sich um ergonomisch gestaltete Einzelarbeitsplätze, an denen
wahlweise im Sitzen oder im Stehen gearbeitet werden kann.
- Der Einsatz im Rehabilitationszentrum erfolgt in Dauerfrüh- oder Wechselschicht mit veränderten Arbeitszeiten.
- Die Mitarbeiter nehmen täglich während der Arbeitszeit am Rehabilitationssport teil. Der
Rehabilitationssporterfolgt in diagnosebezogenen Gruppen.

Die Wiedereingliederung über das Rehabilitationszentrum ist im Regelfall auf die Dauer von sechs Monaten begrenzt. Die Mitarbeiter erhalten während dieser Zeit ihr volles bisheriges Arbeitsentgelt. Die primäre Aufgabe des Rehabilitationszentrums liegt nicht in der Fertigung von Teilen, sondern in der Belastungserprobung und in der Wiedereingliederung der Mitarbeiter in den Produktionsprozess. Das wird unter anderem durch in ihrer Komplexität und Vielseitigkeit steigerbare Arbeitsinhalte erreicht. Im Vordergrund steht stets die individuelle Betreuung der erkrankten Mitarbeiter. Während der Tätigkeit im Rehabilitationszentrum werden die Rehabilitanden deshalb von Werkärzten kontinuierlich betreut. Die Ärzte erläutern bei der Erstuntersuchung das Rehabilitationsziel und legen die notwendigen arbeitsorganisatorischen, medizinischen, sporttherapeutischen und eventuell auch physiotherapeutischen Maßnahmen fest. Darüber hinaus betreuen die Ärzte die Rehabilitanden durch regelmäßige Visiten am Arbeitsplatz sowie durch periodische medizinische Untersuchungen. Die Gespräche während der Visiten sollen auch die Motivation der Mitarbeiter zum Abbau gesundheitlichen Fehlverhaltens stärken und die Mitwirkung an der Genesung fördern. Die Anwesenheit von Vertretern des Personalwesens ermöglicht die frühzeitige Erörterung des künftigen Arbeitsplatzes, der nach Beendigung des Rehaaufenthaltes für eine Rehabilitandin oder einen Rehabilitanden infrage kommt. Besonders hohen Stellenwert hat der Rehabilitationssport, der täglich während der Arbeitszeit unter Anleitung von Therapeuten durchgeführt wird. Für diesen Sport steht eine Sporthalle zur Verfügung. Der Rehabilitationssport soll Kondition und Koordination fördern, zurückgebildete Muskulatur systematisch kräftigen und das allgemeine Wohlbefinden sowie das Gefühl der eigenen Kompetenz stärken. Die Rehabilitanden werden mit verschiedenen Entspannungsmethoden vertraut gemacht. Gruppen- und Einzelgymnastik, begleitende physiotherapeutische Maßnahmen sowie gezielte verhaltenstherapeutische Angebote ergänzen das Rehabilitationsprogramm.

3 Das Konzept "WORK2WORK"

Beim Konzept "WORK2WORK" (W2W) am Standort Wolfsburg handelt es sich um ein innovatives Personalkonzept mit werkübergreifender Bedeutung. Sein Ziel besteht darin, leistungsgewandelte Mitarbeiter gesundheitsadäquat und wertschöpfend einzusetzen. Dadurch sollen zugleich ausgabewirksame Fremdleistungsumfänge im Bereich der Dienstleistungen reduziert werden. Im Projekt W2W arbeiten ausschließlich leistungsgewandelte Mitarbeiter. Bestandteil des Projektes ist eine Stunde Gesundheitszeit täglich außerhalb der normalen Arbeitszeit. Mit der Gesundheitszeit erhält der Leistungsgewandelte die Möglichkeit, aktiv am W2W -Arbeitsplatz seine Gesundheit zu fördern bzw. weiteren Erkrankungen vorzubeugen, um so seinen Reintegrationsprozess in den "ersten" Arbeitsmarkt zu fördern. Voraussetzung für die Aufnahme in W2W ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung zur Festlegung der Leistungseinschränkungen, die einen Verbleib im alten Arbeitsbereich unmöglich machen. Gleichzeitig erfolgt die Beurteilung, ob bei den Mitarbeitern eine Kontraindikation gegen eine leichte körperliche Betätigung (z. B. Walking, Gymnastik) besteht. Liegen keine Kontraindikationen vor, wird vom Werkarzt eine Empfehlung für das individuell zugeschnittene Trainingsprogramm gegeben.

Schlagworte und weitere Informationen

Nach dem SGB IX § 167 Abs. 3 können die Rehabilitationsträger (z. B. Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften) und die Integrations- bzw. Inklusionsämter Unternehmen, die ein Betriebliches Eingliederungsmanagement einführen, durch Prämien oder einen Bonus fördern.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter, der Deutschen Rentenversicherung und der Berufsgenossenschaften.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitszeit

Referenznummer:

R/PB5322


Informationsstand: 21.08.2014