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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag Forschungsergebnis
Ermittlung der Arbeitsfähigkeit anhand eines reduzierten Work Ability Index (WAI-r)

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Hetzel, Christian; Baumann, Ricardo; Bilhuber, H. [u. a.]

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 2014, 49. Jahrgang (Heft 5), Seite 368-374, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052

Jahr:

2014

Der Text ist von:
Hetzel, Christian; Baumann, Ricardo; Bilhuber, H. [u. a.]

Der Text steht in der Zeitschrift:
Arbeitsmedizin Sozialmedizin Umweltmedizin (ASU), 49. Jahrgang (Heft 5), Seite 368-374

Den Text gibt es seit:
2014

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Ziel:

Im Rahmen von Beschäftigtenbefragungen ist der Einsatz des kompletten "Work Ability Index" (WAI) kritisch zu betrachten, da bei der Erfragung von Diagnosen insbesondere fehlende oder sozial erwünschte Angaben zu erwarten sind. Ziel ist es, die Validität einer um die diagnosebezogenen Fragen reduzierten Version (WAI-r) zu ermitteln und die WAI-Extremgruppen "sehr gute" und "schlechte Arbeitsfähigkeit" zu prognostizieren.

Kollektiv und Methode:

Anhand von zwei Datensätzen (1: Fremdeinschätzung mit n = 103; 2: Selbsteinschätzung mit n = 667) werden (Partial-)Korrelationen zwischen den beiden WAI-Versionen sowie zum Außenkriterium "subjektive Gesundheit" (Datensatz 2) ermittelt. Die WAI-Extremgruppen werden mittels logistischer Regression einschließlich ROC Analysen prognostiziert.

Ergebnisse:

In beiden Datensätzen ist die Korrelation auch unter Kontrolle des Alters mit r > 0,9 substanziell. Die Korrelation mit dem Außenkriterium ist bei beiden Versionen vergleichbar (r - 0,7). Die Prognosegüte für die beiden Extremgruppen ist außerordentlich (AUC > 0,95, R2 > 0,77, > 90 Prozent korrekte Treffer). Die Wahl des Trennwerts ist zwar nicht eindeutig, aber in einem engen Intervall.

Schlussfolgerungen:

Der WAI-r ist extern valide. Vergleichswerte der Vollversion sind nach Standardisierung der Spannweiten zumindest orientierend nutzbar. Die ermittelten Trennwerte für die WAI-Extremgruppen sind belastbar und eröffnen Potenziale insbesondere für Gruppenauswertungen. Die Vorteile des WAI-r im Rahmen von Beschäftigtenbefragungen, höhere Akzeptanz, weniger fehlende Angaben, weniger sozial erwünschte Antworten, verkürzte Antwortzeiten und erwartbar höhere Rücklaufquoten, überwiegen die möglichen, geringen Einbußen bei den Detailinformationen.

Wo bekommen Sie den Text?

ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

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Determination of work ability by a Work Ability Index short form (WAI-r)

Aim:
There has to be a critical view on using the complete Work Ability Index (WAI) within employee surveys, because requests about diagnosis may evoke missings and desirable answers. The aim is to detect validity of a work ability index short version (WAI-r) which does not include diagnosis related items and to predict WAI groups of excellent and poor work ability.
Method:
Using two datasets (1: external assessment with n = 103; 2: self-report with n = 667) (partial) correlations between the two versions of WAI are calculated as well as to the external criterion "subjective health" (dateset 2). WAI‑groups of poor and excellent work ability are predicted applying logistic regression including ROC analysis.
Results:
In both datasets correlation is r bigger than 0 .9, even if age is statistically controlled. Correlation to external criterion is in both versions similar (r-0.7). The predictive value for both groups of interest (persons with excellent work ability and for persons with poor work ability) is high (AUC bigger than 0.95, R2 bigger than 0.77, bigger than 90 percent hits). The election of the cutpoint is not distinct but in a small range.
Conclusions:
WAI-r is external valide. With standardised ranges comparative values of the full version are useable at least for orientation. The cutpoints for excellent and poor work ability are stressable and beneficial particularly for group analysis. WAI-r within employee surveys provides advantages as there are higher acceptance, less missing values, less desirable answers, less time required and higher return rates. These may outweigh the potentially minor losses of detailed data.

Referenznummer:

R/ZS0026/0160

Informationsstand: 11.07.2014