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Praxisbeispiel
Gestaltung eines barrierefreien Parkplatzes für eine Lehrerin

Wo lag die Herausforderung?

Die Lehrerin ist aufgrund von Morbus Bechterew in ihren Bewegungen eingeschränkt, sowohl in Bezug auf das Gehen als auch beim Greifen von Gegenständen. Sie kann den vorhandenen Parkplatz nicht nutzen und parkt deshalb auf einem Parkstreifen an einem steilen Berg in der Nähe der Schule. Behinderungsbedingt kann es durch die Steilheit am Berg beim Ein- und Aussteigen zu Stürzen kommen.

Was wurde gemacht?

Der Parkstreifen neben der Schule wurde neu barrierefrei angepasst, sodass sie problemlos aus ihrem Auto ein- beziehungsweise aussteigen kann. Eine dadurch entstandene erhöhte senkrechte Kante wurde mit einem speziellen Geländer gesichert. Außerdem wurde die Stellfläche als Behindertenparkplatz ausgewiesen bzw. beschildert.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter.

Unternehmen:

Es handelt sich um eine Grundschule bzw. Bezirksregierung.

Behinderung und Beeinträchtigung der Mitarbeiterin:

Die Frau ist an Morbus Bechterew erkrankt. Diese Entzündungserkrankung der Wirbelsäule und Gelenke schränkt ihre Bewegungsfähigkeit so weit ein, dass ihr das Gehen oder das Greifen von Gegenständen schwerfällt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80. Ihr Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen G und aG.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau arbeitet als Lehrerin an der Grundschule und ist verbeamtet.

Arbeitsumgebung:

Das Schulgebäude liegt an einem Berghang. Hinter dem Gebäude sind Parkplätze angeordnet, die jedoch vom Eingang des Gebäudes nur über Treppen und zusätzliche Rampen erreichbar sind. Behinderungsbedingt kann die Lehrerin diese Parkplätze nicht mehr benutzen. Aus diesem Grunde parkt sie auf einem Parkstreifen neben der Schule. Die Neigung dieses Parkstreifens, der sich direkt neben der Straße befindet, beträgt 50 Prozent. Für die gehbehinderte Lehrerin bestand somit eine hohe Sturzgefahr.
Der Parkstreifen neben der Schule musste deshalb neu angelegt werden, um ein ungefährdetes Ein- und Aussteigen in den bzw. aus dem Pkw zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde die Neigung des Parkstreifens beseitigt und der Parkplatz nach den Vorgaben für die barrierefreie Gestaltung von PKW-Stellplätzen angelegt und entsprechend als Parkplatz für Menschen mit Behinderungen beschildert. Durch diese Maßnahme entstand aber seitlich am Parkplatz eine erhöhte senkrechte Kante, die durch Randsteine abgefangen und durch ein Geländer gesichert werden musste.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5177


Informationsstand: 21.06.2021