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Praxisbeispiel
Barrierefreie Gestaltung des Zugangsweges für einen Pfarrer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat Multiple Sklerose, weshalb er seit einigen Jahren weder gehen noch stehen kann und deshalb einen Rollstuhl nutzen muss. Behinderungsbedingt sind seine Mobilität und sein Greifraum eingeschränkt. Am Arbeitsplatz waren Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Zugang zum Keller beziehungsweise zum Jugendzentrum muss barrierefrei gestaltet werden, damit der Pfarrer die Räume zu jeder Zeit ohne Hilfe erreichen kann. Um das zu ermöglichen, wurde im Treppenhaus ein Treppenschrägaufzug mit Rollstuhlplattform installiert.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 100% vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde besteht aus vier Gemeindezentren mit verschiedenen Einrichtungen, z. B. befindet sich in einem der Gemeindehäuser ein Jugend-Zentrum.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Seit einigen Jahren kann er weder gehen noch stehen und ist auf die Benutzung eines Rollstuhles angewiesen. Behinderungsbedingt sind seine Mobilität und sein Greifraum eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat ein abgeschlossenes Theologie-Studium. Zurzeit arbeitet er halbtags als Pfarrer bei der Kirchengemeinde.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Pfarrer arbeitet u. a. im Jugendzentrum der Gemeinde. Die Räume des Jugendzentrums befinden sich im Kellergeschoss des Gemeindezentrums.

Arbeitsumgebung (Istzustand):

Um die Räume des Jugendzentrums im Keller zu erreichen, muss der Pfarrer die Treppe runtergetragen werden, oder er wird mit Hilfe eines elektrischen Treppensteigers runtergefahren. Dieser Treppensteiger muss allerdings von einer geschulten Person bedient werden.
Die Treppe vom Erdgeschoss in das Kellergeschoss des Gemeindezentrums ist großzügig angelegt. Sie besteht aus einer Treppe, die durch ein Zwischenpodest unterbrochen wird. Der obere Teil der Treppe besteht aus 5 Stufen, der zweite Teil aus 17 Stufen.

Arbeitsumgebung (Sollzustand):

Der Zugang zum Keller bzw. zum Jugendzentrum muss barrierefrei gestaltet werden, damit der Pfarrer die Räume zu jeder Zeit ohne Hilfe erreichen kann. Um das zu ermöglichen, wurde im Treppenhaus ein Treppenschrägaufzug mit Rollstuhlplattform installiert.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Steigen (Leiter/Treppe)
  • EFL - Treppe steigen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Treppensteigen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5117


Informationsstand: 05.10.2006