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Praxisbeispiel
Barrierefreie Gestaltung für einen Programmierer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Lähmung der unteren Gliedmaßen, weshalb seine Blasen- und Darmfunktion gestört ist und er nicht mehr gehen kann, wodurch er einen Rollstuhl nutzen muss. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Mann erreicht seinen Arbeitsplatz über den Aufzug direkt neben seinem behinderungsgerechten Parkplatz in der Tiefgarage. Damit der Mitarbeiter barrierefrei die Kantine erreichen kann, wurde eine Rampe installiert. Zur behinderungsgerechten Gestaltung der Toilette müssen noch Stützgriffe sowie ein Notfallalarmsystem installiert und der Kleiderhaken sowie der Toilettenpapierhalter an den eingeschränkten Greifraum angepasst werden.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem zuständigen Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann hat eine Lähmung der unteren Gliedmaßen. Die Lähmung bedingt, dass die Blasen- und Darmfunktion gestört und die Fähigkeit zu gehen ausgefallen ist. Er ist aus diesem Grund auf die Nutzung eines Rollstuhles angewiesen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Systemprogrammierer bei seinem Arbeitgeber.

Barrierefreiheit - Mobilität (Istzustand):

Das Gebäude ist von der Straße bzw. dem Gehweg aus nur über Rampe zu erreichen, deren Steigung mit 10% zu steil für Rollstuhlfahrer ist. Auch die Kantine kann der Systemprogrammierer nicht selbständig erreichen, sie ist von allen Seiten nur über Treppen mit drei Stufen zugänglich. Ein rollstuhlgerechtes WC (Spiegel, Waschbecken, Toilette und ausreichende Bewegungsflächen) ist zwar bereits vorhanden, aber nicht ausreichend ausgestattet.

Barrierefreiheit - Mobilität (Sollzustand):

Der Programmierer kann seinen Arbeitsplatz über die vorhandene Tiefgarage des Gebäudes erreichen. Die Tiefgarage ist ebenerdig und somit für den Rollstuhlfahrer zur Fortbewegung geeignet. Ihm muss nur ein Parkplatz in der Nähe des Aufzuges bereitgestellt werden. Er kann dann mit dem Aufzug seine Etage und so seinen Arbeitsplatz erreichen.
Damit der Mitarbeiter barrierefrei die Kantine erreichen kann, wird die obere Ebene der drei Stufen um 70 cm in die Kantine verlängert. Dazu wird von der unteren Bodenebene aus eine Rampe mit einer noch zulässigen Steigung von 6% mit einer entsprechenden Geländerabsicherung installiert. In gleicher Weise muss oben an die Rampe eine ebene Fläche mit einer entsprechenden Geländerabsicherung und stoppigem Boden installieren werden. Die Rampenkonstruktion kann aus Holz hergestellt und mit Teppichboden verkleidet werden.
Zur behinderungsgerechten Gestaltung der Toilette müssen noch Stützgriffe (zum besseren Umsetzen vom bzw. auf den Rollstuhl) sowie ein Notfallalarmsystem installiert und der Kleiderhaken sowie der Toilettenpapierhalter an den eingeschränkten Greifraum angepasst werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5159


Informationsstand: 19.05.2006