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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Medizinisch-Technische-Angestellte

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat eine Spastik, weshalb sie einen Rollstuhl nutzen muss und ihr Greifraum sowie ihre Mobilität eingeschränkt sind. An ihrem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Frau steht ein höhenverstellbarer Elektrorollstuhl zur Fortbewegung zur Verfügung, welchen sie benötigt, um gewisse Arbeiten ausführen zu können. Für die Mitarbeiterin wurde im Laborbereich im 4. Obergeschoss ein rollstuhlgerechtes WC eingerichtet, das ihr ein problemloses Umsetzen vom Rollstuhl auf die Toilette und das Signalisieren eines Notfalls ermöglicht.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem zuständigen Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Labor.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Die Frau hat eine Spastik. Bedingt durch die Spastik ist die Gehfähigkeit soweit beeinträchtigt, dass sie auf die ständige Nutzung eines Rollstuhls angewiesen ist. Ihr Greifraum, ihre Motorik und ihre Mobilität sind eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau hat eine Ausbildung zur Medizinisch-technischen Assistentin absolviert und ist als solche beim Arbeitgeber beschäftigt.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für körperbehinderte Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Mitarbeiterin arbeitet in einem Labor, welches in mehrere Einzellabors unterteilt ist. Sie führt allgemeine Labortätigkeiten aus. Ihr steht am Arbeitsplatz ein Elektrorollstuhl mit automatischer Sitzhöhenverstellung zur Verfügung. Im Zuge ihrer Tätigkeit muss die Mitarbeiterin gelegentlich Arbeiten an Spülbecken durchführen, deren Armaturen sie nicht, bzw. nur unter erheblicher Anstrengung erreichen und betätigen kann. Deshalb müssen dringend Armaturen mit verlängertem Auslauf und verlängertem Bedienungshebel montiert werden, die sie vom Rollstuhl aus erreichen kann.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Im 4. Obergeschoss, in dem die Mitarbeiterin arbeitet, befindet sich kein rollstuhlgerechtes WC, so dass sie den Laborbereich (Brandschutzbereich) verlassen und den im Treppenhaus befindlichen Aufzug benutzen muss, um zum WC im 5. Obergeschoss zu gelangen. Da dieses WC auch von nichtbehinderten Frauen benutzt werden muss, ist es oft besetzt. Für die Mitarbeiterin muss daher im Laborbereich im 4. Obergeschoss ein rollstuhlgerechtes WC (Waschbecken, Toilette, Stützhandgriffe, Notrufanlage usw.) eingerichtet werden, das ihr z. B. ein problemloses Umsetzen vom Rollstuhl auf die Toilette und das Signalisieren eines Notfalls ermöglicht. Dazu wird die vorhandene Damentoilettenanlage umgebaut.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB4236


Informationsstand: 08.08.2006