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Praxisbeispiel
Prüfungsmodifikation für einen auszubildenden Fachwerker für Metallbautechnik

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche hat aufgrund einer Hirnschädigung eine Spastik, weshalb seine Motorik und seine Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind. Unter Zeitdruck wird er unsicher, braucht mehr Zeit und die Qualität seiner Arbeit verschlechtert sich. Es mussten entsprechende Anpassungen am Prüfungsgeschehen vorgenommen werden.

Was wurde gemacht?

Zum Nachteilsausgleich bekam der Jugendliche für seine Prüfung einen Zeitverlängerung, damit er nicht unter Zeitdruck gerät.

Schlagworte und weitere Informationen

Die anfallenden Prüfungsgebühren können (nach SGB IX §185 Absatz 3 Nummer 2) vom Integrationsamt bis zu 100% bezuschusst werden. In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Jugendliche hat, aufgrund einer Hirnschädigung, eine Spastik. Die Motorik des Jugendlichen ist verlangsamt und die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt. Dies wirkte sich auf alle praktischen Arbeiten in der Berufsausbildung aus. Unter Zeitdruck wird er unsicher, braucht mehr Zeit und die Qualität seiner Arbeit verschlechtert sich.

Ausbildung und Beruf:

Der Prüfungsteilnehmer absolvierte eine Berufsausbildung zum Fachwerker für Metallbautechnik.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die behinderte Menschen ausbilden.

Prüfungsmodifikation:

Zum Ausgleich der behinderungsbedingten Einschränkungen wurde bei der Handwerkskammer (HwK) ein Zeitzuschlag, als Nachteilsausgleich, für die Abschlussprüfung beantragt. Die Kammer stimmte dem Antrag zu und der Prüfungsausschuss wurde durch den Prüfungsvorsitzenden darüber informiert. Die Prüfungsmodifikation ermöglichte es dem Auszubilden die Prüfung mit gutem Erfolg zu bestehen.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse der Kammern, die bereits eine Beratungsstelle zur Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen für Betriebe eingerichtet haben.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5356


Informationsstand: 15.08.2008